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⇒ renice(1) — Reliant UNIX 5.44c4

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renice(1)                                                         renice(1)

NAME
     renice - Priorität laufender Prozesse ändern

SYNTAX
     renice[ -n zahl][ -g| -p| -u] ID...

BESCHREIBUNG
     Das Kommando renice ändert die Priorität eines oder mehrerer Prozesse,
     der bzw. die momentan ausgeführt wird/werden. Standardmäßig werden die
     betreffenden Prozesse durch ihre Prozeß-IDs angegeben. Wenn eine Pro-
     zeßgruppe angegeben wird (siehe Option -g), gilt der Request für alle
     Prozesse in der Prozeßgruppe.

     Die Grenzwerte für die Scheduling-Priorität eines Systems sind imple-
     mentierungsabhängig. Wenn der angeforderte Wert zahl die Priorität des
     ausgeführten Prozesses über die Grenzwerte hinaus erhöht oder verrin-
     gert, wird der Grenzwert verwendet, dessen Wert überschritten wurde.

     Wenn das Kommando renice mit der Option -u ausgeführt wird, ist der
     Request für alle Prozesse gültig, deren effektive Benutzer-ID mit der
     Benutzer-ID des angegebenen Benutzers übereinstimmt.

     Unabhängig von den gesetzten Optionen oder anderen Faktoren ändert
     renice die Priorität eines Prozesses nur, wenn der Benutzer, der diese
     Änderung anfordert, über die entsprechenden Berechtigungen für den
     angegebenen Prozeß verfügt. Verfügt der Benutzer nicht über die
     Berechtigungen, um die angeforderte Aktion durchzuführen, gibt das
     Kommando einen Fehlerstatus zurück.

     Um festzustellen, ob der Benutzer über die entsprechenden Berechtigun-
     gen verfügt, wird überprüft, ob die reale Benutzer-ID, unter der
     renice läuft, mit der realen oder der effektiven Benutzer-ID des ange-
     gebenen Prozesses übereinstimmt.

OPTIONEN
     -g   renice interpretiert alle Operanden als Prozeßgruppen-IDs.

     -n zahl
          Legt fest, wie die Priorität der (des) angegebenen Prozesse(s)
          angepaßt werden soll. Das Argument zahl ist eine positive oder
          negative dezimale Ganzzahl. Die Priorität der (des) angegebenen
          Prozesse(s) wird entsprechend zahl geändert.

          Bei positiven Werten für zahl wird die Priorität herabgesetzt.
          Bei negativen Werten für zahl sind entsprechende Berechtigungen
          erforderlich; die Priorität wird erhöht.

     -p   renice interpretiert alle Operanden als Prozeß-IDs. Wenn keine
          Optionen angegeben sind, wird standardmäßig die Option -p verwen-
          det.

     -u   renice interpretiert alle Operanden als Benutzer. Wenn ein



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renice(1)                                                         renice(1)

          Benutzer existiert, dessen Benutzername gleich dem Operanden ist,
          wird bei der weiteren Verarbeitung die Benutzer-ID dieses Benut-
          zers verwendet. Andernfalls, wenn der Operand eine vorzeichenlose
          Ganzzahl darstellt, wird diese als die numerische Benutzer-ID des
          Benutzers verwendet.

     ID   Eine Prozeß-ID, Prozeßgruppen-ID oder ein Benutzername-/eine
          Benutzer-ID, abhängig von der ausgewählten Option.

UMGEBUNGSVARIABLEN
     Die folgenden Umgebungsvariablen beeinflussen die Ausführung des Kom-
     mandos renice:

     LANG       Gibt einen Standardwert für die Internationalisierungsva-
                riablen an, die nicht gesetzt oder null sind. Ist LANG
                nicht gesetzt oder null, wird der entsprechende Standard-
                wert der internationalen Umgebung verwendet. Enthält eine
                der Internationalisierungsvariablen eine ungültige Einstel-
                lung, verhält sich das Kommando so, als wäre keine der
                Variablen definiert.

     LCALL     Ist diese Variable auf einen Wert gesetzt, d. h. ist sie
                nicht leer, überschreibt dieser Wert die Werte aller übri-
                gen Internationalisierungsvariablen.

     LCCTYPE   Legt die die Interpretation von Byte-Folgen als Zeichen
                fest (z. B. Einzelbytezeichen im Unterschied zu Mehrbyte-
                zeichen in Argumenten).

     LCMESSAGES
                Legt das Format und den Inhalt von Meldungen fest.

     NLSPATH    Legt die Position der Meldungskataloge für die Verarbeitung
                von LCMESSAGES fest.

ENDE-STATUS
     0   Erfolgreiche Beendigung.

     >0  Ein Fehler ist aufgetreten.

BEISPIELE
     1. Den Prozeß-IDs 987 und 32 wird eine niedrigere Priorität zugeord-
     net:

          renice -n 5 -p 987 32

     2. Wenn der Benutzer über die entsprechenden Berechtigungen verfügt,
     kann die Priorität so angepaßt werden, daß den Gruppen-IDs 324 und 76
     eine höhere Priorität zugeordnet wird:

          renice -n -4 -g 324 76



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renice(1)                                                         renice(1)

     3. Der numerischen Benutzer-ID 8 und dem Benutzer sas wird eine nie-
     drigere Priorität zugeordnet:

          renice -n 4 -u 8 sas

     Auf gängigen Systemen können für nice Werte zwischen 0 und 39 gewählt
     werden. Wenn Sie nicht Systemverwalter sind, können Sie mit renice die
     Priorität eines Prozesses nur verringern, d. h. den nice-Wert erhöhen.
     Sie können allerdings auch als Nicht-Systemverwalter durch Angabe
     einer negativen Zahl als Argument von -n die Wirkung eines vorherge-
     henden renice-Aufrufs ganz oder teilweise zurücknehmen.

SIEHE AUCH
     nice(1), priocntl(1), ps(1).








































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