ic(1) ic(1)
NAME
ic - Internationale Datenbasis übersetzen (internationalisation compi-
ler)
SYNTAX
ic [präprozessor-option ...] [option ...] [quelldatei]
BESCHREIBUNG
ic erzeugt aus einer Quelldatei für Datenbasen Zwischendateien, die
der Systemverwalter zu Datenbasen im 5.4-Format weiterverarbeiten
kann.
Ist die Option -VSINIX gesetzt, dann verhält sich ic wie unter den
SINIX-Versionen 5.22 und 5.23 und erzeugt aus der Quelldatei eine
binäre internationale NLS-Datenbasis. ic liest den Quelltext entweder
aus einer Datei oder von der Standardeingabe. Die Ausgabe schreibt ic
in eine oder mehrere Dateien (siehe Option -o).
ic benutzt den C-Präprozessor des C-Entwicklungssystems.
Präprozessor-Optionen
präprozessor-option kann sein: -D, -U oder -I.
Diese Optionen werden an den C-Präprozessor weitergereicht.
-Dname[=def]
Der symbolischen Konstanten name wird der Wert def zugewiesen.
Diese Option wirkt wie die Präprozessor-Anweisung #define.
=def nicht angegeben:
name erhält den Wert 1.
-Uname
Definitionen, bei denen der symbolischen Konstanten ein Wert
zugewiesen wird, werden entfernt. Diese Option wirkt wie die
Präprozessor-Anweisung #undef.
-Idir
Include-Dateien werden auch im Verzeichnis dir gesucht.
OPTIONEN
Keine Option angegeben:
ic erzeugt mehrere Zwischendateien und ein Shellskript, mit des-
sen Hilfe der Systemverwalter eine Datenbasis im 5.4-Format
erstellen kann.
-V5.4
Diese Option ist standardmäßig gesetzt. ic erzeugt mehrere
Dateien und ein Shellskript, mit dessen Hilfe der Systemverwalter
eine Datenbasis im 5.4-Format erstellen kann.
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ic(1) ic(1)
-VSINIX
ic erzeugt aus der Quelldatei eine binäre NLS-Datenbasis im For-
mat SINIX V5.2x.
-M parameter
ic verwendet bei der Erstellung der Zwischendateien Informatio-
nen, die durch parameter festgelegt sind. parameter ist der Para-
meter, den Sie als Komponente @parameter bei der Shellvariablen
LANG gesetzt haben.
Die Optionen -V5.4 und -VSINIX dürfen nicht zusammen verwendet werden.
Die Option -M darf nicht zusammen mit -VSINIX benutzt werden.
-v Wenn die Quelldatei erfolgreich übersetzt ist, werden auf die
Standardfehlerausgabe statistische Informationen ausgegeben zu:
- Anzahl der Ein- und Mehrbyte-Zeichen
- Anzahl und Art (z. B. Sortierreihenfolge) der Tabellen in der
Quelldatei
- Größe der erzeugten Binärdatei.
-o ausgabe
ausgabe muß eine Datei (Option -VSINIX) oder ein Verzeichnis
(Standard oder Option -V5.4) sein. Standardmäßig oder bei Option
-V5.4 schreibt ic die erzeugten Dateien und das Shellskript in
das Verzeichnis ausgabe. Ist die Option -M gesetzt, dann wird an
den Namen des Verzeichnisses noch @parameter angehängt. Sie müs-
sen selbst darauf achten, daß der Name maximal 14 Zeichen lang
ist.
Bei Option -VSINIX schreibt ic die erzeugte binäre Datenbasis in
die Datei ausgabe.
-o ausgabe nicht angegeben:
Der Name der Ausgabedatei bzw. des Ausgabeverzeichnisses ist der
Name des CODESET-Abschnitts in der Quelldatei.
quelldatei
Name der Quelldatei, die übersetzt werden soll.
quelldatei nicht angegeben:
ic liest den Quelltext von der Standardeingabe.
ENDESTATUS
0 Wenn erfolgreich übersetzt wurde.
ungleich 0 Wenn Fehler auftraten, die die Erzeugung einer Binärdatei
bzw. der Zwischendateien unmöglich machten.
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ic(1) ic(1)
FEHLERMELDUNGEN
Der ic-Compiler liefert vier Arten von Fehlermeldungen:
[warning]
Der Compiler hat ein Problem entdeckt, das mit hoher Wahrschein-
lichkeit ein Fehler ist, aber auch vom Benutzer so beabsichtigt
sein könnte und die Korrektheit der erzeugten Datei(en) nicht
beeinträchtigt.
[error nn]
Der Compiler hat einen Fehler entdeckt, der so schwerwiegend ist,
daß keine korrekte Binärdatei erzeugt werden kann bzw. keine kor-
rekte Zwischendateien erzeugt werden konnten.
[fatal error]
Der Compiler hat einen Fehler entdeckt, der ein Weiterübersetzen
unmöglich macht. Diese Fehlermeldung tritt meist während der
Übersetzung der Code-Tabelle auf.
[fatal bug]
Eine solche Fehlermeldung wird ausgegeben, wenn ein interner Feh-
ler im Compiler auftritt. Im Verzeichnis /tmp werden Temporärda-
teien abgelegt, die bei der Fehleranalyse helfen können.
INTERNATIONALE UMGEBUNG
Die Umgebungsvariable LCMESSAGES bestimmt die Sprache der Meldungs-
texte. Wenn LCMESSAGES nicht oder als leere Zeichenkette definiert
ist, wird der Wert von LANG als Standardwert herangezogen. Ist auch
LANG nicht oder als leere Zeichenkette definiert, verhält sich das
System so, als wäre es nicht internationalisiert.
Die Umgebungsvariable LCALL bestimmt die gesamte internationale Umge-
bung. LCALL hat Vorrang vor allen anderen Umgebungsvariablen im
Bereich der Internationalisierung.
DATEIEN
/tmp/icXXXXXX
Temporärdateien
LCTIME
Zwischendatei, die ic -V5.4 erstellt
colltbl
Zwischendatei, die ic -V5.4 erstellt
chrtbl
Zwischendatei, die ic -V5.4 erstellt
montbl
Zwischendatei, die ic -V5.4 erstellt
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ic(1) ic(1)
Xopeninfo
Zwischendatei, die ic -V5.4 erstellt
installlocale
Shellskript, das ic -V5.4 erstellt.
Dieses Shellskript darf nur der Systemverwalter aufrufen.
SIEHE AUCH
what(1).
Leitfaden für Programmierer, Internationalisierung - Lokalisierung.
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