dis(1) dis(1)
NAME
dis - Objektcode-Disassembler
SYNTAX
dis [-o] [-V] [-L] [-d sec] [-D sec] [-F funktion] [-t sec]
[-l string] [--] datei...
BESCHREIBUNG
Das Kommando dis erstellt ein Assembler-Listing von datei. datei kann
eine Objektdatei oder ein Archiv mit Objektdateien sein. Das Listing
enthält Assembler-Anweisungen sowie die oktale oder hexadezimale Dar-
stellung der binären Werte, die diese Anweisungen erzeugt haben.
OPTIONEN
-d sec
Disassemblieren des angegebenen Abschnitts als Daten. Ausgabe des
Offsets der Daten vom Anfang des Abschnitts.
-D sec
Disassemblieren des angegebenen Abschnitts als Daten. Ausgabe der
tatsächlichen Adresse der Daten.
-F funktion
Disassemblieren der angegebenen Funktion, und nur dieser Funk-
tion, in den einzelnen, in der Kommandozeile angegebenen Objekt-
dateien. Die Option -F kann mehrfach in der Kommandozeile angege-
ben werden.
-L Marken im Quellcode für die nachfolgende Ausgabe. Diese Option
funktioniert nur, wenn die Datei mit zusätzlichen Testhilfe-
Informationen übersetzt wurde (zum Beispiel mit der Option -g für
cc).
-l string
Disassemblieren der in string angegebenen Archivdatei. Mit dem
Kommando dis -l x -l z werden zum Beispiel libx.a und libz.a
disassembliert, von denen angenommen wird, daß sie sich in LIBDIR
befinden.
-o Oktalzahlen ausgeben. Standard: Hexadezimalzahlen.
-t sec
Disassemblieren des angegebenen Abschnitts als Text.
-V Ausgabe der Versionsnummer des derzeit ausgeführten Disassemblers
auf der Standardfehlerausgabe.
-- Ende der Optionenliste. Die Angabe ist nötig, wenn der erste
Dateiname mit - beginnt.
Wenn die Optionen -d, -D bzw. -t angegeben werden, werden nur die
angegebenen Abschnitte für die vom Benutzer angegebenen Dateien
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dis(1) dis(1)
disassembliert. Andernfalls werden alle Abschnitte, die Text enthal-
ten, disassembliert.
Bei der Ausgabe gibt eine Zahl in eckigen Klammern am Anfang der Zeile
(zum Beispiel [5]) an, daß die Zeile mit dieser Nummer ein möglicher
Unterbrechungspunkt ist und mit der folgenden Anweisung beginnt. Diese
Zeilennummern werden nur ausgegeben, wenn die Datei mit zusätzlichen
Testhilfe-Informationen (zum Beispiel mit der Option -g für cc) über-
setzt wurde. Ein Ausdruck wie zum Beispiel <40> im Operandenfeld oder
der symbolischen Disassemblierung nach einer relativen Distanzangabe
für Anweisungen zur Steuerungsübergabe gibt die berechnete Adresse
innerhalb des Abschnitts an, an den die Steuerung übergeben wird. Ein
Funktionsname erscheint in der ersten Spalte, gefolgt von den Zeichen
(), wenn die Objektdatei eine Symboltabelle enthält.
HINWEISE
Da die Option -da den Regeln für die Kommandosyntax nicht entsprochen
hat, wurde sie durch die Option -D ersetzt. Derzeit nutzt das symboli-
sche Disassemblieren die zusätzlichen Informationen nicht, die zur
Verfügung stehen, wenn die Datei mit der Option -g übersetzt wird.
DATEIEN
LIBDIR Normalerweise /usr/ccs/lib
SIEHE AUCH
as(1), cc(1).
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