as(1) as(1)
NAME
as - Assembler
SYNTAX
as [optionen] datei
BESCHREIBUNG
Das Kommando as erstellt Objektdateien aus dem Assembler-Quellcode in
der Datei datei. Die Ausgabedatei ist ausführbar, wenn während der
Bearbeitung mit as keine Fehler aufgetreten sind, keine Transfer-
Vektoren verwendet wurden und keine offenen externen Referenzen vor-
liegen.
OPTIONEN
Die folgenden Optionen können in beliebiger Reihenfolge angegeben wer-
den:
genelf
Der Assembler soll ELF erstellen. Andernfalls erstellt der Assem-
bler XCOFF (Standard).
abicalls
Der Assembler soll die ABI-Aufruffolge erstellen.
pic Der Assembler soll positionsunabhängigen Code erstellen.
-g0 Der Assembler soll keine Informationen für die Symboltabelle für
symbolische Testhilfen erstellen. Dies ist die Standardeinstel-
lung.
-g1 Der Assembler soll zusätzliche Informationen für die Symbolta-
belle für genaues, aber eingeschränktes symbolisches Testen eines
teilweise optimierten Codes erstellen.
-g oder -g2
Der Assembler soll zusätzliche Informationen für die Symbolta-
belle für umfassendes symbolisches Testen erstellen und keine
Optimierungen durchführen, die ein umfassendes symbolisches
Testen einschränken.
-g3 Der Assembler soll zusätzliche Informationen für die Symbolta-
belle für umfassendes symbolisches Testen bei umfassend optimier-
tem Code erstellen. Diese Option macht die Testhilfe ungenau.
-w Warnungen unterdrücken.
-P Nur Ablauf des C-Makro-Präprozessors. Das Ergebnis wird in eine
Datei geschrieben, bei der das Suffix gegenüber der Quelldatei in
.i geändert ist. Wenn die Datei kein Suffix hat, wird .i an den
Namen der Quelldatei angehängt. Die Datei mit dem Suffix .i ent-
hält keine #-Zeilen. Die Option -cpp wird gesetzt.
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-E Nur Ablauf des C-Makro-Präprozessors für die Datei. Das Ergebnis
wird auf die Standardausgabe geschrieben. Die Option -cpp wird
gesetzt.
-oausgabedatei
Die endgültige Ausgabedatei soll ausgabedatei heißen. Wenn diese
Option verwendet wird, wird die Datei a.out nicht generiert.
-Dname=wert oder -Dname
name wird wie durch #define für den C-Makro-Präprozessor defi-
niert. Wenn keine Definition angegeben ist, wird der Name als 1
definiert.
-Uname
Die Definition für name wird gelöscht.
-Idv Der Suchlauf für die #include-Dateien, deren Namen nicht mit
einem / beginnen, wird immer zuerst in dem Verzeichnis des Argu-
ments datei durchgeführt, danach in den Verzeichnissen, die in
der Option -l angegeben sind, und schließlich im Standard-
Verzeichnis (/usr/include).
-I Diese Option hat zur Folge, daß der Suchlauf für #include-Dateien
nie im Standard-Verzeichnis (/usr/include) durchgeführt wird.
-Gnum
Angabe der maximalen Größe (in Byte) für Daten, auf die vom glo-
balen Zeiger aus zugegriffen wird. num steht für eine dezimale
Zahl. Wenn num gleich Null ist, wird vom globalen Zeiger aus auf
keine Daten zugegriffen. Der Standardwert für num beträgt 8 Byte.
-v Die Durchgänge werden bei der Ausführung mit den Argumenten und
den Eingabe- und Ausgabedateien ausgegeben.
-V Versionsnummer des Treibers und die Versionen aller Durchgänge
ausgeben. Dies wird mit dem Kommando what durchgeführt.
-cpp C-Makro-Präprozessor vor der Übersetzung mit den Assembler-
Quellcodedateien ablaufen lassen. Dies ist die Standardeinstel-
lung für as.
-nocpp
C-Makro-Präprozessor nicht vor der Übersetzung mit den
Assembler-Quellcodedateien ablaufen lassen.
Es können für Objektdateien beide Ziel-Byteordnungen von as erzeugt
werden. Die Standard-Ziel-Byteordnung entspricht dem Rechner, auf dem
Assembler abläuft. Die Ziel-Byteordnung wird mit den Optionen -EB und
-EL angegeben (Big-Endian bzw. Little-Endian). Assembler definiert
auch ein C-Präprozessor-Makro für die Ziel-Byteordnung. Diese C-
Präprozessor-Makros sind MIPSEB für die Byteordnung (Big-Endian) bzw.
MIPSEL für die Byteordnung (Little-Endian).
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-EB Erstellung von Objektdateien für die Byteordnung (Big-Endian).
Das C-Präprozessor-Makro MIPSEB wird vom Assembler definiert.
-EL Erstellung von Objektdateien für die Byteordnung (Little-Endian).
Das C-Präprozessor-Makro MIPSEL wird vom Assembler definiert.
Die folgende Option wird für as angegeben:
-m m4-Präprozessor vor der Bearbeitung mit as auf die Quelldatei
anwenden.
Die unten beschriebene Option wird in erster Linie dazu benutzt, Reli-
ant UNIX Übersetzungsumgebungen zur Verfügung zu stellen, die nicht
der lokalen Übersetzungsumgebung entsprechen.
-systype name
Verwendung der Übersetzungsumgebung name. Die Namen der unter-
stützten Übersetzungsumgebungen sind bsd43 und sysv. Dadurch wird
das Standard-Verzeichnis für #include-Dateien geändert. Die neuen
Elmente werden unter deren normalen Pfadnamen abgelegt, den Pfad-
namen wird allerdings /name vorangestellt. Außerdem wird ein
Präprozessor-Makro SYSTYPENAME (name in Großbuchstaben) statt
SYSTYPESYSV definiert.
Die folgenden Optionen dienen in erster Linie der Compilerentwicklung.
Sie werden sonst weniger verwendet:
-Hc Übersetzung nach dem in c angegebenen Durchgang anhalten. Es wird
eine Zwischencodedatei für den nächsten Durchgang erstellt. Für c
kann [a] stehen. Dadurch wird der Assembler-Durchgang wie bei der
Option -t ausgewählt. Bei Verwendung dieser Option ist die
Symboltabellen-Datei, die von den Durchgängen erstellt und ver-
wendet wird, die letzte Komponente der Quellcodedatei mit dem
Suffix .T. Wenn die Quellcodedatei kein Suffix hat, wird .T ange-
fügt. Diese Datei wird nicht gelöscht.
-K Die Namen der Zwischencodedateien sollen folgendermaßen erstellt
und verwendet werden: die letzte Komponente des Namens einer
Quellcodedatei erhält als Suffix das normale Suffix für diesen
Dateityp. Wenn die Quellcodedatei kein Suffix hatte, wird dieses
Suffix an den Namen der Quellcodedatei angefügt. Die Zwischenco-
dedateien werden nie gelöscht, auch dann nicht, wenn bei einem
Durchgang ein schwerwiegender Fehler auftritt.
-Wc[c...], arg1[,arg2...]
Argument(e) argi an die Compiler-Läufe c[c...] übergeben. Mögli-
che Werte für c sind [pab]. Bei c wird der Compiler-Durchgang wie
bei der Option -t ausgewählt.
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Mit den Optionen -t[pab], -hpath und -Bstring wird der Name ausge-
wählt, der für einen bestimmten Durchgang verwendet werden soll. Die
Reihenfolge dieser Argumente ist von Bedeutung, da sie von links nach
rechts bearbeitet werden. Wenn die Option -B gefunden wird, so erfolgt
die Auswahl der Namen mit den letzten Optionen -h und -t. Mit diesen
Optionen kann eine beliebige Namenskombination ausgewählt werden.
-t[pab]
Namen auswählen. Es werden entsprechend der folgenden Tabelle die
Namen ausgewählt, die durch die Zeichen hinter der Option -t
angegeben sind:
Name Zeichen
cpp p
as0 a
as1 b
-hpath
Verwendung von path, und nicht des Verzeichnisses, in dem der
Name normalerweise zu finden ist.
-Bstring
string an alle Namen anhängen, die in der Option -t angegeben
sind. Wenn vor der Option -B keine Option -t bearbeitet worden
ist, so wird für die Option -t pab angenommen. Diese Liste gibt
alle Namen an.
Der Aufruf des Assemblers mit einem Namen im Format string hat
die gleiche Wirkung wie die Verwendung der Option -Bstring in der
Kommandozeile.
Wenn die Umgebungsvariable $COMPHOSTROOT gesetzt ist, so wird für
alle Durchgänge der Wert als Root-Verzeichnis (statt des Standards /)
verwendet. Wenn die Umgebungsvariable $COMPTARGETROOT gesetzt ist,
wird der Wert (und nicht der Standard /) als Root-Verzeichnis für die
Include-Dateien verwendet.
Wenn die Umgebungsvariable $ROOTDIR gesetzt ist, wird der Wert (statt
des Standards /usr) als Root-Verzeichnis für alle Namen verwendet.
Dies hat auch Auswirkungen auf das Standard-Verzeichnis für #include-
Dateien (/usr/include).
Wenn die Umgebungsvariable $TMPDIR gesetzt ist, wird der Wert als das
Verzeichnis verwendet, in dem temporäre Dateien abgelegt werden (statt
/tmp).
Andere Argumente werden ignoriert.
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DATEIEN
file.o Objektdatei
a.out Assembler-Ausgabe
/tmp/ctm? Temporär
/usr/lib/cpp C-Makro-Präprozessor
/usr/lib/as0 Assembler
/usr/lib/as1 Assembler
/usr/include Standard-Verzeichnis für Include-Dateien
SIEHE AUCH
cc(1).
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