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⇒ update(8) — Reliant UNIX 5.44c4

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update(8)                                                         update(8)

NAME
     update - Update-Prozedur für das Betriebssystem

SYNTAX
     /etc/update -r file

     /etc/update -a|-c [-o] [-e]

     /etc/update -h

BESCHREIBUNG
     Die Update-Prozedur für das Betriebssystem beinhaltet das Aktualisie-
     ren der Software des Betriebssystems Reliant UNIX, d. h. der Software,
     die sich auf der CD-ROM "Reliant UNIX" befindet. Das Betriebssystem
     ist größtenteils pkg-verpackt.

     Die Update-Prozedur, genauer gesagt das Kommando /etc/update, ist über
     Optionen steuerbar. Eine Übersicht der verfügbaren Optionen erhalten
     Sie mit /etc/update -h (siehe auch OPTIONEN).

     Die Software des Betriebssystems ist dieselbe, wie sie auch bei der
     Neuinstallation eines Systems benutzt wird. Das heißt, es gibt keine
     speziellen Update-Pakete oder -Produkte. Dadurch ist sichergestellt,
     daß sowohl der Neukunde als auch der Update-Kunde ein funktional iden-
     tisches System erhält.

     Es gibt immer nur eine CD-Rom "Reliant UNIX" für einen Betriebssy-
     stem-Stand. Dieser ist in der Lage, Ihr System von verschiedenen alten
     Betriebssystem-Ständen auf den neuen Betriebssystem-Stand zu aktuali-
     sieren. Die Update-Prozedur kann Ihr System nur von einem älteren auf
     einen neueren Betriebssystem-Stand bringen, nicht umgekehrt.

     Die Update-Prozedur kann nur Software aktualisieren, die sich auf der
     CD-ROM "Reliant UNIX" befindet. Das heißt, daß sowohl das Basisbe-
     triebssystem als auch die vom Kunden nachträglich von der CD-ROM
     "Reliant UNIX" installierten optionalen Produkte aktualisiert werden.
     Software, die nicht auf der CD-ROM "Reliant UNIX" vorhanden ist, kann
     nicht aktualisiert werden, da ansonsten z. B. keine bedienerlose
     Update-Prozedur möglich ist. Dazu gehört die Software von Aufsatzpro-
     dukten, die der Kunde von separaten CD-ROMs (COMM-SW-CD-ROM-MI,
     CD-ROM-SYS-MI, TV-SW-CD-ROM-MI usw.) installiert hatte. Diese Software
     wird allerdings erkannt und behandelt, falls sie Abhängigkeiten zur
     Software des Betriebssystems beinhaltet, sofern diese Abhängigkeiten
     bekannt gemacht und damit codiert worden sind.

OPTIONEN
     -c   (check) Damit wird der CHECK-Modus eingeschaltet. Er ist die
          Alternative zum ARMED-Modus. Im CHECK-Modus nimmt die Update-
          Prozedur keine Veränderungen am System vor, daher kann es in die-
          sem Modus jederzeit aufgerufen werden. (Lediglich das Protokoll
          des CHECK-Laufes wird auf der Systemplatte festgehalten.) Die
          Testprozeduren der Update-Prozedur versuchen, update-verhindernde



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update(8)                                                         update(8)

          Probleme zu erkennen. Werden solche gefunden, so wird in der
          Regel eine Warnung ausgegeben, daß dieses Problem im ARMED-Modus
          einen Fehler verursachen kann, und dann die Update-Prozedur fort-
          gesetzt. In speziellen Situationen führt aber auch im CHECK-Modus
          ein update-verhinderndes Problem zu einem Abbruch weiterer Tests.
          Dies ist dann der Fall, wenn eine sinnvolle Weiterarbeit nicht
          möglich ist (Beispiel: Installationsmedium ist nicht verfügbar).

          Die Arbeits-Verfahren der Update-Prozedur werden nur "virtuell"
          ausgeführt. Dies heißt z. B.: Die Paketinstallation (pkgadd) ver-
          sucht eine Installation der Pakete in der Weise, daß update-
          verhindernde Situationen erkannt werden. Geprüft werden unter
          anderem:

          -  der Run-Level des Systems

          -  Paket-Abhängigkeiten

          -  Plattenplatz und Inode-Anzahl

          -  Konflikte mit früher installierten Paketen

          -  Unverträglichkeiten zu installierten Aufsatzprodukten

          -  die Konsistenz der Kernelkomponenten (der Kernel wird aller-
             dings nicht aktiviert)

          Im CHECK-Modus wird die Historie nicht verändert.

     -a   (armed) Damit wird der ARMED-Modus eingeschaltet. Er ist die
          Alternative zum CHECK-Modus. Im ARMED-Modus verändert die
          Update-Prozedur die Software des Betriebssytems, d. h. aktuali-
          siert sie.

          Die Arbeitsschritte der Update-Prozedur werden "wirklich" ausge-
          führt.

          Im ARMED-Modus wird die Historie lesend und schreibend verändert.

          Die Testverfahren der Update-Prozedur werden auch im ARMED-Modus
          ausgeführt, um update-verhindernde Probleme zu erkennen. Werden
          solche gefunden, so wird in der Regel ein Fehler gemeldet, und
          die Update-Prozedur wird abgebrochen. (Dieser Abbruch im Fehler-
          fall kann aber mit der Option -e übergangen werden.)

     -o   (OTIP = Only The Installed Packages) Im Standard-Fall (d. h. ohne
          die Option -o) aktualisiert bzw. installiert die Update-Prozedur
          alle Pakete des Basisbetriebssystems. Dies ist auch der empfoh-
          lene Fall. Es besteht jedoch die Möglichkeit durch Angabe der
          Option -o nur die Pakete zu installieren, die sich schon auf dem
          Zielsystem befinden. Dies bedeutet, es wird kein Paket erstin-
          stalliert; es werden nur vorhandene Pakete aktualisiert.


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update(8)                                                         update(8)

          Wenn zum Beispiel ein Kunde das Paket SIacc wegen fehlender Hard-
          ware zur Optimierung des verfügbaren Plattenplatzes gelöscht
          hatte, so installiert das Kommando /etc/update -a -o ... alle
          Pakete des Basisbetriebssystems, jedoch nicht das Paket SIacc.

          Bitte beachten Sie:

          1. Durch unmotiviertes Löschen hervorgerufene Inkonsistenzen zwi-
             schen den Paketen werden beibehalten, da die Update-Prozedur
             nicht erkennen kann, warum die Pakete gelöscht wurden. Es ist
             beispielsweise nicht sinnvoll, ein Paket SIcdin zu löschen,
             den sprachabhängigen Teil SIcdinM jedoch auf dem System zu
             belassen.

          2. Die Option -o hat nur Auswirkungen auf die Pakete des Basisbe-
             triebssystems. Für die vom Kunden (mittels sysadm über die
             Menü-Punkte "Software_produkte" - "Produkte_auf_CD") von der
             CD-ROM "Reliant UNIX" installierten optionalen Produkte gilt
             immer die Regel, daß sie nur dann installiert werden, wenn sie
             sich schon auf dem Zielsystem befanden. So wird beispielsweise
             die RAID-Software immer nur dann installiert (aktualisiert),
             wenn sie sich schon vor der Update-Prozedur auf dem Zielsystem
             befand.

          3. Manche Betriebssystem-Updates erfordern es, daß aus Kompatibi-
             litätsgründen bestimmte Pakete installiert werden müssen, auch
             wenn sie vor der Update-Prozedur nicht auf dem Zielsystem
             waren; d. h. die Option -o wirkt sich auf diese Pakete nicht
             aus. Sie werden darüber informiert:

             Beispiel:

      --------------------------------------------------------------------------
      +++ INFO:    Scanning root disk for installed packages ..
      +++ INFO:    You have chosen OTIP. The following packages may need
      +++          to be installed for consistency reasons even
      +++          though they may not already exist:
      dwb, SIecnpw, SIerrlog, SIerrlogM, SIlar, SImabi, SImb2dbg, SIsysY, SItc20
      --------------------------------------------------------------------------















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update(8)                                                         update(8)

     -e   (errors will be skipped) Im Standard-Fall (d. h. ohne die Option
          -e) bricht die Update-Prozedur im ARMED-Modus ab, wenn ein
          update-verhindernder Fehler auftritt. Dies ist sinnvoll und nicht
          tragisch, da Sie durch die Wiedereintrittsfähigkeit der Update-
          Prozedur sofort nach Fehlerbehebung an der Abbruchstelle wieder
          aufsetzen und die Update-Prozedur fortsetzen können. Durch Wahl
          der Option -e ist es allerdings möglich, bei auftretenden Fehlern
          diese zu ignorieren und fortzufahren. Dies kann sich in Ausnahme-
          fällen als sinnvoll erweisen. Die Option -e sollte aber mit
          Bedacht gewählt werden: Werden Fehler ignoriert, so können daraus
          Folgefehler entstehen. Das Resultat einer Update-Prozedur mit -e
          ist bei auftretenden Fehlern nicht vorhersehbar. Daher sollten
          nur erfahrene Systemadministratoren, die auch die Nebeneffekte
          interpretieren können, die Option -e benutzen.

          Bitte beachten Sie:

          1. Es gibt einige wenige Fehlersituationen, die trotz gesetzter
             Option -e dazu führen, daß ein Fehler zu einem Abbruch der
             Update-Prozedur führt. Dies ist dann der Fall, wenn eine sinn-
             volle Weiterarbeit nicht möglich ist. Dazu gehört zum Bei-
             spiel:

             -  Das Installationsmedium ist nicht verfügbar: Es könnte also
                keine "virtuelle" Installation der Pakete erfolgen.

             -  Der auf der Systemplatte vorgefundene Betriebssystemstand
                ist nicht geeignet als Basis für die Update-Installation:
                Es existieren in der Update-Datenbasis keine Informationen
                darüber, wie der "alte" Betriebssystemstand in den "neuen"
                Betriebssystemstand überführt werden könnte.

          2. Die Option -e macht nur im ARMED-Modus Sinn. Im CHECK-Modus
             wird ohnehin bei Erkennen von update-verhindernden Situationen
             nur eine Warnung ausgegeben und die Update-Prozedur fortge-
             setzt.

     -r   (read all parameters from file) Neben der Kommandozeilenschnitt-
          stelle besitzt die Update-Prozedur eine Aufrufschnittstelle über
          eine Steuerdatei. Beide Schnittstellen schließen einander aus:
          Entweder Sie geben die benötigten Parameter in der Kommandozeile
          an, oder Sie benutzen eine Steuerdatei: Diese Steuerdatei enthält
          dann die benötigten Parameter. Der Name der Steuerdatei ist frei
          wählbar und als Parameter der Option -r anzugeben. Wenn Sie also
          beispielsweise eine Steuerdatei mit dem Namen config.update im
          Verzeichnis /home/julia erstellt haben, dann rufen Sie die
          Update-Prozedur auf mit:

          # /etc/update -r /home/julia/config.update





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update(8)                                                         update(8)

          Bitte beachten Sie, daß durch die Wahl der Option -r keine weite-
          ren Kommandozeilen-Parameter zulässig sind.

          Es existiert im Paket SInus ein Beispiel einer solchen Steuerda-
          tei, die die Syntax und weitere Hinweise enthält
          (/etc/update.cfg).

          Mit einer Steuerdatei ist es einfacher, eine vollständig automa-
          tische Update-Prozedur (z. B. über Batch-Job) vorzubereiten.

     -h   (help) Anzeige der Kommando-Syntax.

DAS PROTOKOLL
     Sowohl im CHECK- als auch beim ARMED-Modus informiert Sie die Update-
     Prozedur über die einzelnen Bearbeitungsschritte. Die auf dem Monitor
     angezeigten Meldungen werden in einer Datei mitgeschrieben, so daß Sie
     auch bei Abwesenheit jederzeit einen Überblick über die abgelaufenen
     Aktionen haben. Das Protokoll enthält die Meldungen sämtlicher Aufrufe
     ein und derselben Update-Prozedur, sowohl der CHECK-Läufe als auch der
     ARMED-Läufe. Dies erleichtert wesentlich die zeitliche Verfolgung der
     Aktionen. Sie müssen jedoch beachten, daß sich der letzte Lauf der
     Update-Prozedur am Ende der Datei befindet.

     Zur Erhöhung der Übersichtlichkeit - dieses Protokoll umfaßt mehrere
     Seiten - sind die einzelnen Aktionen optisch voneinander getrennt.
     Einzelne Update-Aufrufe sind durch entsprechende Meldungen ("run of
     UPDATE started at [Datum]" bzw. "run of UPDATE ended at [Datum]")
     voneinander getrennt. Innerhalb der Update-Aufrufe werden die Aktionen
     durch Schlüsselwörter näher spezifiziert:

     INFO       Sie werden über "normale" Abläufe informiert. Diese Infor-
                mationen halten Sie über den aktuellen Bearbeitungsstand
                auf dem laufenden. Es sind keine Aktionen notwendig.

     WARNING    Sie werden über ungewöhnliche Abläufe informiert. Diese
                Informationen haben je nach Update-Modus unterschiedliche
                Auswirkung:

                1. CHECK-Modus
                   Es existiert ein Problem, das Sie sich näher ansehen
                   müssen. Dieses Problem kann, falls es nicht behoben
                   wird, im ARMED-Modus zu einem Fehler (ERROR), d. h. nor-
                   malerweise Abbruch, führen. Aktion: Beheben Sie daher
                   dieses Problem! (Anmerkung: Sie können dem Kontext ent-
                   nehmen, wie Sie am sinnvollsten vorgehen sollten. Wenn
                   explizit darauf hingewiesen wird, können Sie die WARNING
                   ignorieren.)







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update(8)                                                         update(8)

                   Bitte beachten Sie, daß ein Problem zu Folgeproblemen
                   führen kann. Es macht daher Sinn, bei mehreren gemelde-
                   ten WARNINGs die ersten zu beheben und dann die Update-
                   Prozedur im CHECK-Modus zu wiederholen.

                2. ARMED-Modus
                   Es existiert ein Problem, das Sie sich näher ansehen
                   sollten. Dieses Problem war zwar nicht update-verhin-
                   dernd, Sie sollten es aber nach Möglichkeit in nächster
                   Zukunft beheben. Aktion: Problem möglichst bald beheben.

     ERROR      Sie werden über update-verhindernde Abläufe informiert.
                Normalerweise (d. h. wenn die Option -e nicht gesetzt ist)
                bricht das Programm ab.

                1. CHECK-Modus
                   Es existiert ein Problem, das auch im CHECK-Modus dazu
                   führt, daß das Programm abbricht, da eine Weiterarbeit
                   nicht sinnvoll ist. Dies ist z. B. notwendig, wenn auf
                   Grund eines ungültigen Installationsmediums ein großer
                   Teil der Tests gar nicht durchgeführt werden kann.
                   Aktion: Problem beheben und Update-Prozedur erneut star-
                   ten.

                2. ARMED-Modus
                   Es existiert ein Problem, das zum Abbruch des Programms
                   führt, da eine Weiterarbeit nicht sinnvoll ist. Aktion:
                   Problem beheben und Update-Prozedur erneut starten.

     Bitte beachten Sie: Die Aussage über ERRORs und WARNINGs kann sich
     immer nur auf den aktuellen Lauf der Update-Prozedur beziehen, da die
     Update-Prozedur nicht entscheiden kann, ob eine früher aufgetretene
     WARNING noch gültig ist und gezählt werden muß. Daraus ergibt sich der
     Sonderfall, daß bei notwendigen erneuten Aufrufen ein und desselben
     Update-Versuches (Wiedereintritt) nur die WARNINGs (die im ARMED-Modus
     nicht zum Abbruch der Update-Prozedur führen) gezählt werden, die im
     aktuellen Lauf auftraten. Da das Protokoll aber alle Aufrufe ein und
     desselben Update-Versuches enthält, können Sie durch Zurückblättern im
     Protokoll auch die früheren WARNINGs lesen. Die Update-Prozedur weist
     darauf hin.

ABLAUF
     Die Update-Prozedur arbeitet linear eine Reihe von Aktionen ab; dabei
     werden Sie immer über den aktuellen Stand des Fortschritts informiert.
     Diese Aktionen werden sowohl im CHECK- als auch im ARMED-Modus durch-
     laufen. Der CHECK-Lauf gibt Ihnen daher einen detaillierten Überblick
     über die beim "echten" Update zu erwartenden Aktionen.







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update(8)                                                         update(8)

     Update von 5.43 -> 5.44: Da hierbei von einem 32- auf ein 64-Bit-Be-
     triebssystem gewechselt wird, wird im ARMED-Modus das System während
     der Update-Prozedur automatisch neu gestartet. Es ist kein Eingriff
     Ihrerseits nötig.

BEDIENERLOSER ABLAUF
   Allgemeines

     Die Update-Prozedur ist unter dem Aspekt der "Bedienerlosigkeit" ent-
     wickelt. Das heißt, daß es nach dem Start keine Interaktion mit dem
     Benutzer führen wird. Die Update-Prozedur beendet sich entweder bei
     erfolgreicher Ausführung oder im Fehlerfall mit einem entsprechenden
     Return-Code. Dadurch besteht die Möglichkeit, die Update-Prozedur
     innerhalb von Batch-Läufen oder anderen automatisierten Programmabläu-
     fen ausführen zu können.

     Sinnvoll ist zum Beispiel, die Update-Prozedur in betriebsarmen Zeiten
     durchzuführen, um Wechselwirkungen mit anderen Prozessen zu vermeiden.
     Eine praktikable Vorgehensweise ist zum Beispiel: Sie hatten das Paket
     SInus installiert, eine Update-Prozedur im CHECK-Modus durchgeführt
     und von der Update-Prozedur die Information erhalten, daß Ihr System
     für die geplante Update-Prozedur bereit ist. Sie haben eine Datensi-
     cherung durchgeführt und möchten am Freitag abend die Update-Prozedur
     durchführen. Sie können sicherstellen, daß zur Batch-Ausführung das
     Installationsmedium eingehängt ist, die Standard-Dateisysteme einge-
     hängt sind und das System sich im empfohlenen Single User Mode befin-
     det. (Natürlich kann auch Ihre Batch-Datei dies erledigen.)

     Beispiel einer Batch-Datei (Pseudocode):

     /etc/update -r /etc/update.myconfig.check
     /* meine Steuerdatei für den CHECK */

     IF [ Update-Prozedur im CHECK-Modus fehlerfrei ]
        THEN /etc/update -r /etc/update.myconfig.armed
            /* meine Steuerdatei für den ARMED-Modus */
             IF [ Update-Prozedur im ARMED-Modus fehlerfrei ]
                THEN [ reboote das System ]
                ELSE [ warte auf den Systemadministrator ]
             FI
        ELSE [ warte auf den Systemadministrator, da CHECK fehlschlug ]
     FI

   Der Return-Code der Update-Prozedur

     Wenn sich das aufgerufene Programm /etc/update beendet hat, liefert es
     einen Return-Code. Dieser Return-Code kann ausgewertet werden, um den
     Erfolg/Mißerfolg dieses Laufs der Update-Prozedur feststellen zu kön-
     nen und entsprechende Aktionen automatisiert auslösen zu können.





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update(8)                                                         update(8)

     Das Kommando /etc/update liefert folgende Return-Codes:

     0    Das Kommando /etc/update ist erfolgreich beendet worden. Der
          aktuelle Lauf der Update-Prozedur war erfolgreich: Es ist kein
          ERROR (ARMED-Modus) bzw. kein ERROR und keine WARNING (CHECK-
          Modus) aufgetreten.

     1    Der aktuelle Lauf der Update-Prozedur war nicht erfolgreich. Das
          Kommando /etc/update liefert einen Fehler zurück: Es ist ein
          ERROR (ARMED-Modus) bzw. ein ERROR oder eine WARNING (CHECK-
          Modus) aufgetreten.

     2    Der aktuelle Lauf der Update-Prozedur war nicht erfolgreich. Das
          Kommando /etc/update wurde falsch aufgerufen.

     3    Der aktuelle Lauf der Update-Prozedur war nicht erfolgreich. Das
          Kommando /etc/update wurde abgebrochen (SIGINT).

     99   Das Kommando /etc/update liefert einen Fehler zurück: Es ist ein
          interner Fehler aufgetreten.

DIE rcU-SCHNITTSTELLE ZU EXTERNEN PROGRAMMEN
     Die Update-Prozedur bietet die Möglichkeit, externe Prozeduren (Pro-
     gramme) einzubinden. Dies funktioniert ähnlich den rc2-Skripten des
     Betriebssystems. Daher heißen diese externen Prozeduren auch rcU (run
     commands Update). Sie müssen in einem definierten Verzeichnis abgelegt
     sein und die im Folgenden definierten Schnittstellenbedingungen ein-
     halten. Diese externe Prozeduren werden von der Update-Prozedur in
     ASCII-Reihenfolge ausgeführt.

     Die externe Prozeduren ermöglichen unter anderem:

     -  Ausführung von kundenspezifischen Aktionen

     -  Behandlung von Applikationen von Fremdherstellern

     -  Eingriff in die Update-Prozedur auch nach der Auslieferung der CD-
        ROMs

     Die externe Prozeduren werden von der Update-Prozedur mit notwendigen
     Informationen versorgt und müssen ihrerseits durch ihren Return-Code
     der Update-Prozedur den Erfolg/Mißerfolg ihrer Tätigkeit zurückmelden.

     Es existiert im Paket SInus ein Beispiel einer solchen Prozedur, die
     die Schnittstellendefinitionen und weitere Hinweise enthält
     (/var/sadm/install/update/rcU/U00template).








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update(8)                                                         update(8)

VORGEHENSWEISE (KOCHBUCH)
     Sie haben die CD-ROM "Reliant UNIX" erhalten, die eine neuere Version
     des Betriebssystems enthält als diejenige, die auf Ihrem System läuft.

   Erste Tests

     Um frühzeitig Probleme zu erkennen, ist es sinnvoll, möglichst bald
     (Wochen vor der eigentlichen Update-Prozedur) das System zu prüfen.

     1) Installieren der Update-Werkzeuge
        Legen Sie dazu die CD-ROM "Reliant UNIX" in ein CD-ROM-Laufwerk,
        das Sie von dem System aus, das Sie auf den neusten Stand bringen
        wollen, ansprechen können. Installieren Sie das Paket SInus mit
        Hilfe von sysadm über den Menü-Punkt "Software_produkte".

     2) Einhängen (mount)
        Hängen Sie das Installationsmedium ein. (In diesem Beispiel lokal
        im CD-ROM-Laufwerk):

        # mount -F hs /dev/ios0/sdisk00xs0 /SInus

        x = SCSI-ID (RM600 = 6, RM600-E = 0, RM400 = 5)

     3) Aufrufen (update)
        Rufen Sie die Update-Prozedur im CHECK-Modus auf:

        # /etc/update -c

        Die Update-Prozedur führt nun eine Reihe von Tests durch. Der
        gesamte Ablauf wird protokolliert in der Datei
        /var/sadm/pkg/.prot.update. Die einzelnen Testschritte identifizie-
        ren sich durch Schlüsselwörter.

     Die Update-Prozedur im CHECK-Modus dauert ca. 30 - 60 Minuten. Wenn
     sie beendet ist, erhalten Sie einen Report, dem zu entnehmen ist,

     -  ob und welche Probleme (ERROR und WARNING) es gab und wie sie beho-
        ben werden können;

     -  welche Software installiert werden würde;

     -  welche sonstigen Aktionen ausgeführt werden würden.

     Nun haben Sie einen ersten Eindruck, ob Ihr System für eine Update-
     Prozedur bereit ist. Entnehmen Sie dem Testprotokoll
     /var/sadm/pkg/.prot.update die genauen Problembeschreibungen. Wenn
     möglich, sind Lösungsvorschläge angegeben. Wiederholen Sie die
     Update-Prozedur im CHECK-Modus nach der Problembehebung. Erst wenn die
     Update-Prozedur fehlerfrei den CHECK-Modus absolviert hat, ist eine
     Update-Prozedur im ARMED-Modus sinnvoll (möglich ist sie immer).




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update(8)                                                         update(8)

     Sollten Ihnen Unverträglichkeiten mit Aufsatzprodukten oder Fremdsoft-
     ware gemeldet werden, so wenden Sie sich bitte an Ihre zuständige
     Geschäftsstelle oder den Lieferanten der Fremdsoftware. Dies ist
     besonders wichtig bei einem Update von 5.43 nach 5.44. Beachten Sie
     hierfür bitte besonders den Abschnitt "UPDATE UND AUFSATZPRODUKTE"
     weiter unten.

   Letzte Tests

     Sie sollten unmittelbar vor der Update-Prozedur im ARMED-Modus noch-
     mals einen Testlauf durchführen. Der Report der Update-Prozedur im
     CHECK-Modus ist natürlich nur gültig, wenn in der Zeit bis zur
     Update-Prozedur im ARMED-Modus keine systemrelevanten Änderungen am
     System vorgenommen wurden. Da dies in den letzten Wochen nicht auszu-
     schließen war, wiederholen Sie bitte Schritt 3). Führen Sie den Test
     möglichst unter den Bedingungen aus, unter denen Sie die Update-
     Prozedur im ARMED-Modus durchführen wollen.

     In der Regel sollten auch jetzt keine Probleme auftreten.

   Die Update-Prozedur

     Im Anschluß an die erfolgreiche Update-Prozedur im CHECK-Modus führen
     Sie nun die Update-Prozedur im ARMED-Modus aus.

     0) Datensicherung
        Sie haben eine Datensicherung durchgeführt.

     1) Wechseln Sie in den Single User Mode!
        Bitte befolgen Sie diese dringende Empfehlung. (Die Update-Prozedur
        würde auch im Multi User Mode starten; diese Betriebsart ist aber
        nur für den erfahrenen Systemadministrator, der sich auch in Pro-
        blemfällen zu helfen weiß, sinnvoll.)

        # init s

     2) Netzwerk starten
        Sollten Sie das Installationsmedium über nfs einhängen wollen, so
        müssen Sie das Netzwerk starten, über das Sie das Installationsme-
        dium erreichen können. Beispiel: Netzwerk am lce:

        # sh /etc/rc2.d/S69inet start

     3) Einhängen (mount)
        Hängen Sie das Installationsmedium ein. (In diesem Beispiel lokal
        im CD-ROM-Laufwerk):

        # mount -F hs /dev/ios0/sdisk00xs0 /SInus

        x = SCSI-ID (RM600 = 6, RM600-E = 0, RM400 = 5)




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update(8)                                                         update(8)

     4) Aufrufen (update)
        Rufen Sie die Update-Prozedur im ARMED-Modus auf:

        # /etc/update -a

        Ihr System wird nun aktualisiert. Sie werden über den Fortgang
        informiert.

     Die Update-Prozedur dauert ca. 0,5 - 3 Stunden. Dies ist abhängig von
     der Art des Updates, der Geschwindigkeit des Installationsmediums, der
     Menge der zu aktualisierenden Software, der Systemkonfiguration usw.

   Verhalten im Fehlerfall

     Sollte es auf Grund von Fehlern zu einer Unterbrechung kommen, so wird
     Ihnen ein Lösungsvorschlag unterbreitet. Beheben Sie diesen Fehler.
     Auf Grund der Wiedereintrittsfähigkeit der Update-Prozedur können Sie
     diese nun erneut starten, ohne bereits abgearbeitete Aktionen erneut
     durchlaufen zu müssen: Die Update-Prozedur kennt die Historie und wird
     an der Stelle fortgesetzt, an der sie abgebrochen wurde. Bitte starten
     Sie die Prozedur wie folgt:

     ⊕  Wenn das Problem beim Update auf 5.43 auftrat (d. h. Update ohne
        automatischen Reboot), dann nutzen Sie bitte den gleichen Kommando-
        aufruf wie beim ersten Start: z. B.

        # /etc/update -a

     ⊕  Wenn das Problem beim Update von 5.43 nach 5.44 auftrat (d. h.
        Update mit automatischem Reboot), gibt Ihnen die Update-Prozedur
        den Hinweis, wie Sie den Wiedereintritt herbeiführen können:

        -    wenn der Abbruch vor dem automatischen Reboot erfolgte (d. h.
             5.43 ist noch aktiv), dann nutzen Sie bitte den gleichen Kom-
             mandoaufruf wie beim ersten Start, z. B.

             # /etc/update -a

        -    wenn der Abbruch nach dem automatischen Reboot erfolgte (d. h.
             5.44 ist schon aktiv), dann fahren Sie das System in den Multi
             User Mode, da es auf Grund des Fehlers in den Single User Mode
             gelangte):

             # init 2

             Nun wird ein rc2-Script wieder die Kontrolle übernehmen.

     ⊕  Wenn das Problem beim Update von 5.44 auftrat (d. h. Update ohne
        automatischen Reboot), dann nutzen Sie bitte den gleichen Kommando-
        aufruf wie beim ersten Start, z. B.

        # /etc/update -a


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update(8)                                                         update(8)

     Die Update-Prozedur wird an der Stelle fortgesetzt, an der sie abge-
     brochen wurde.

     Sie haben auch die Möglichkeit, die Update-Prozedur jetzt nochmals im
     CHECK-Modus zu starten. Die Update-Prozedur im Check-Modus kennt eben-
     falls die Historie und wird erst an der Stelle beginnen, an der der
     Fehler aufgetreten war.

     Achtung:

     Bedenken Sie, daß ein Wiedereintritt davon abhängt, daß die Historie
     gelesen wird. Wenn Sie Inkonsistenzen herbeiführen, bevor Sie die
     Update-Prozedur erneut starten (z. B. schon bearbeitete Pakete manuell
     löschen), kann die Update- Prozedur dies nicht erkennen. Sie wird in
     diesem Fall davon ausgehen, daß diese Pakete schon aktualisiert wur-
     den; die entstandene Inkonsistenz kann zum Fehler führen.

     Sie müssen eine unterbrochene Update-Prozedur im ARMED-Modus möglichst
     bald fortsetzen. Bitte lassen Sie das System nicht längere Zeit in
     einem "halb aktualisierten" Zustand. Unterlassen Sie bitte bei den
     Updates, die nicht automatisch rebooten (5.43 -> 5.44), im Fehlerfall
     einen Reboot, bevor die Update-Prozedur beendet ist, da es ansonsten
     zu unvorhersehbaren Problemen in der Zusammenarbeit zwischen "alter"
     und schon aktualisierter Software kommen kann.

     Viele Kommandos unter Reliant UNIX legen temporäre Dateien in /tmp ab,
     die sie benötigen. Sorgen Sie bitte dafür, daß nicht ein "privater"
     cron-Job zur Update-Laufzeit das Verzeichnis /tmp aufräumt.

     Sie können die Update-Prozedur nur einmal zur gleichen Zeit starten.

   Beispiele

     Einhängen unterschiedlicher Installationsmedien

     Hinweis: Im Folgenden bedeutet:

     Sys1C = Ausgangssystem mit CD-ROM
     Sys1D = Ausgangssystem mit Platte
     Sys2 = zu aktualisierendes System

     Das Installationsmedium einhängen, das sich befindet auf/in:

     Beispiel a): CD-ROM lokal im CD-ROM-Laufwerk der zu aktualisierenden
     Maschine:

          # mount -F hs /dev/ios0/sdisk00xs0 /SInus







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update(8)                                                         update(8)

     Beispiel b): CD-ROM im CD-ROM-Laufwerk einer über nfs erreichbaren
     Maschine:

          [Sys1C] # mount -F hs /dev/ios0/sdisk00xs0 /cdrom
          [Sys1C] # share -oro,root=Sys2 /cdrom
          [Sys2]  # #Netzwerk starten, da System im Single User Mode
          [Sys2]  # mount -F nfs Sys1C:/cdrom /SInus

     Beispiel c): Platte mit lokaler Kopie der Installations-CD-ROM:

          # mount -F ufs /dev/ios0/sdisk00xs0 /SInus

     Beispiel d): Platte mit Kopie der Installations-CD-ROM in einer über
     nfs erreichbaren Maschine:

          [Sys1D] # mount -F ufs /dev/ios0/sdisk00xs0 /mnt
          [Sys1D] # share -oro,root=Sys2 /mnt
          [Sys2]  # #Netzwerk starten, da System im Single User Mode
          [Sys2]  # mount -F nfs Sys1D:/mnt /SInus

     Start des Netzwerkes bei nfs-eingehängtem Installationsmedium

     Das Netzwerk ist normalerweise im Single User Mode "down". Daher ist
     es notwendig, dieses Netzwerk zu starten, um darüber die Verbindung
     zwischen der Maschine mit dem Installationsmedium [Sys1C] und zu
     installierender Maschine [Sys2] über nfs herzustellen. Das Vorgehen
     zum Starten des Netzwerkes ist abhängig von der verwendeten Schnitt-
     stelle:

     Beispiel a): Netzwerk am lce (Lan Controller Ethernet):

          # System [Sys2] steht im Single User Mode:
          sh /etc/rc2.d/S69inet start
          # nun sollte [Sys1C] erreichbar sein, d. h.
          ping [Sys1C]
          # oder
          showmount -e [Sys1C]
          # sollte funktionieren.
          # Also anschließend einhängen:
          mount -F nfs [Sys1C]:/cdrom /SInus

     Beispiel b): Netzwerk am lct (Lan Controller Token Ring) und
     Beispiel c): Netzwerk am lcf (Lan Controller FDDI):

          # System [Sys2] steht im Single User Mode
          PATH=$PATH:/opt/bin
          # stoppen des Netzwerkes
          # (einige alte Releases tun dies nicht bei init s)
          sh /etc/rc2.d/S68lct stop # (oder S68lcf stop für FDDI)
          # CMX muß gestartet werden
          sh /etc/rc2.d/CMX start
          sh /etc/rc2.d/S68lct start # (oder S68lcf start für FDDI)


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update(8)                                                         update(8)

          sh /etc/S69inet start
          # nun sollte [Sys1C] erreichbar sein, d. h.
          ping [Sys1C]
          # oder
          showmount -e [Sys1C]
          # sollte funktionieren.
          # Also anschließend einhängen:
          mount -F nfs [Sys1C]:/cdrom /SInus

   Übernahme von Konfigurationsdateien

     Die individuelle Konfiguration des Betriebssystems wird u.a. durch
     sog. Konfigurationsdateien festgelegt. Diese Konfigurationsdateien des
     Systems bleiben bei der Update-Installation erhalten. Diese Dateien
     brauchen Sie also vor Beginn der Update-Installation nicht gesondert
     zu sichern.

     Zu den Konfigurationsdateien gehören z. B.:

     /etc/conf/cf.d/mtune
     /etc/conf/cf.d/stune
     /etc/cron.d/queuedefs
     /etc/default/login
     /etc/inet/services
     /etc/mail/mailsurr
     /etc/profile
     /etc/shells
     /var/spool/cron/crontabs/root

     Einige Konfigurationsdateien können sich beim Übergang von einer
     Betriebssystem-Version zur nächsten geändert haben. Die Änderungen
     werden bei der Update-Installation automatisch in Ihre Konfigurations-
     dateien übertragen. Jede Datei, die geändert werden muß, wird zunächst
     gesichert, indem eine Dateikopie angelegt wird. Dabei werden die Namen
     der kopierten Dateien dadurch gebildet, daß an die bisherigen Dateina-
     men eine Endung angefügt wird. Diese Endung beinhaltet den Namen des
     zukünftigen Betriebssystemstandes (so daß auch später eine eindeutige
     Zuordnung der Sicherungsdateien möglich ist). Beispielsweise:

          '/.profile' will be saved as '/.profile.preSINIX-Y5.43B0040'

     Diese Sicherungdateien bleiben auch nach der Update-Installation
     erhalten, können aber später bei Bedarf manuell gelöscht werden.

     Die Update-Prozedur versucht nun, die erforderlichen Änderungen in die
     bestehenden Konfigurationsdateien einzubringen. Wenn das gelingt, dann
     werden künftig die geänderten Konfigurationsdateien benutzt. Beim
     anschließenden Einspielen der Betriebssystem-Pakete werden diese Kon-
     figurationsdateien dann nicht überschrieben. Sie werden darüber infor-
     miert; es sind aber keinerlei Aktivitäten Ihrerseits notwendig. Bei-
     spielsweise:



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update(8)                                                         update(8)

          Trying to update your '/.profile' automatically.
          /.profile was modified

     Gelingt es aus irgendwelchen Gründen nicht, die erforderlichen Ände-
     rungen in die bestehenden Konfigurationsdateien einzubringen (z. B.
     wegen zu großer Abweichungen), dann werden Standard-Konfigurationsda-
     teien auf die Systemplatte kopiert - wie bei einer Neuinstallation. In
     diesem Fall erhalten Sie eine entsprechende Warnung. Beispielsweise:

+++ WARNING:  Unable to modify the '/.profile' configuration file automatically.
+++           '/.profile' is deleted to ensure that you get the new '/.profile'.
+++  The file currently active is backed up as '/.profile.preSINIX-Y5.43B0040'.
+++           We will use the newly installed file temporarily.
+++           Please combine the newly installed
+++           /.profile                 and your
+++           /.profile.preSINIX-Y5.43B0040 into a
+++           /.profile                 later.

     Diese Warnung wird im Protokoll vermerkt sein, und Sie erhalten außer-
     dem eine entsprechende elektronische Post. (Bitte beachten Sie: Die
     Aussage über die WARNINGs kann sich immer nur auf den aktuellen Lauf
     der Update-Prozedur beziehen. Bei notwendigen Reentries wird die
     Aktualisierung der Konfigurationsdateien natürlich nur einmal durchge-
     führt; diesbezügliche WARNINGs sind dann im Protokoll an entsprechend
     früherer Stelle vermerkt.)

     Die Update-Installation wird fortgesetzt.

     Wenn die Update-Installation erfolgreich (ohne ERRORs) beendet worden
     ist, werden Sie auf eventuell aufgetretene Probleme hingewiesen. Bei-
     spielsweise:

+++ INFO:    Report for 'update -a' :
+++ INFO:    We detected the following during the UPDATE runtime:
+++          Number of WARNINGs :       5
+++          Number of ERRORs   :       0
+++ INFO:    Excellent! The current UPDATE installation run ended successfully.
+++          (Please look at the WARNINGS in the log file named
+++          /var/sadm/install/../pkg/.prot.update)
+++
+++          Please reboot your system as soon as possible.

+++          Make sure that you have read the entire log file
+++          and that you are quite familiar with the results reported by
+++          the UPDATE installation.

     Sie können sich im Protokoll die WARNINGs anschauen und sollten sie
     möglichst bald beheben.






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update(8)                                                         update(8)

     Die Konfigurationsdateien, die die Update-Installation nicht automa-
     tisch aktualisieren konnte, sollten Sie jetzt (also vor dem Reboot)
     manuell aktualisieren. Dies ist notwendig, da einige Konfigurationsda-
     teien nur in der Bootphase des Systems ausgewertet werden. Beim manu-
     ellen Aktualisieren sollten Sie wie im folgenden Beispiel beschrieben
     vorgehen:

     Wechseln Sie in das Verzeichnis, in dem sich die betreffende Konfigu-
     rationsdatei, hier /.profile, befindet. Dort finden Sie

     -  die Datei .profile.preSINIX-Y5.43B0040

        (= Ihre vor der Update-Installation gesicherte Datei .profile. Dies
        ist die konfigurierte Datei, die im "alten" Betriebssystemstand
        gültig war.)

     -  die Datei .profile

        (= die neue, nicht konfigurierte Datei. Diese Datei ist im "neuen"
        Betriebssystemstand gültig.)

     Laden Sie beide Dateien in einen Editor. Dann suchen Sie in der Datei
     .profile.preSINIX-Y5.43B0040 die Einträge, die Sie selbst vorgenommen
     hatten (z. B. Variablendefinition etc.) sowie Einträge, die von Auf-
     satzprodukten vorgenommen wurden (in der Regel identifizieren sich
     diese durch einen Kommentar). Diese Einträge fügen Sie in die Datei
     .profile ein. Fertig.

     Bitte beachten Sie:

     Keinesfalls dürfen Sie die "alten" Konfigurationsdateien wieder akti-
     vieren, weder dadurch, daß Sie diese Dateien vom Sicherungsband einle-
     sen, noch dadurch, daß Sie die Dateien *.preSINIX-* umbenennen auf
     ihren "alten" Dateinamen. Der "neue" Betriebssystemstand benötigt die
     Konfigurationsdateien im "neuen" Format.

UPDATE UND AUFSATZPRODUKTE
     Wie schon erwähnt, kann die Update-Prozedur nur Software installieren,
     die sich auf dem Installationsdatenträger befindet. Es werden aller-
     dings Abhängigkeiten zu Aufsatzprodukten berücksichtigt. Dies ist vor
     allem beim Update (5.43 -> 5.44) ein bedeutendes Thema: Unter 5.44
     nicht mehr lauffähige Aufsatzprodukte können den Erfolg des Updates in
     Frage stellen. Daher existiert ein mehrstufiges Konzept zur Behandlung
     von Aufsatzprodukten:

     ⊕  Lesen Sie das CHECK-Lauf-Protokoll aufmerksam, auch wenn Ihnen der
        Report keine Warnungen anzeigt. Im CHECK-Lauf-Protokoll werden
        Ihnen Pakete und zugehörige Produkte genannt, die nach dem Update
        nicht mehr benutzbar sein werden. Die Update-Prozedur behandelt
        inkompatible Produkte je nach Art der Inkompatibilität:

        -  inkompatible Produkte werden gemeldet


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update(8)                                                         update(8)

        -  Produkte, die Kernel-Komponenten enthalten, aber das Basissystem
           nicht beeinflussen, falls sie nicht im Kernel eingebunden sind,
           werden deaktiviert.

        -  Produkte, die die Lauffähigkeit des Systems beeinträchtigen oder
           anderweitig schwerwiegende Probleme durch ihre Inkompatibilität
           verursachen, werden gelöscht werden.

     ⊕  Nehmen Sie bitte frühzeitig Kontakt zu Ihrer SNI-Geschäftsstelle
        oder dem Lieferanten des entsprechenden Aufsatzproduktes auf, um
        eine neuere (kompatible) Version des betroffenen Poduktes zu erhal-
        ten. Diese können Sie nach dem Update des Betriebssystems instal-
        lieren.

TYPISCHE FEHLERSITUATIONEN UND IHRE LÖSUNG
     Es gibt einige typische Fehlersituationen, deren Ursachen und Behebun-
     gen im Folgenden anhand von Beispielen dargestellt werden.

     Problem:

-------------------------------------------------------------------------------
+++ INFO:    Rebuilding kernel ...

        The UNIX Operating System will now be rebuilt.
        This will take some time. Please wait.

/opt/conf/pack.d/nb/space.c  18: [error]:  2324 Undefined: 'NBMAXSESS'
/opt/conf/pack.d/nb/space.c  18: [error]:  2112 Constant expression expected
/opt/conf/pack.d/nb/space.c  18: [error]:  2032 Negative dimension not allowed
/opt/conf/pack.d/nb/space.c  19: [error]:  2324 Undefined: 'NBMAXNAMES'
/opt/conf/pack.d/nb/space.c  19: [error]:  2112 Constant expression expected
/opt/conf/pack.d/nb/space.c  19: [error]:  2032 Negative dimension not allowed
/opt/conf/pack.d/nb/space.c  20: [error]:  2142 Illegal initializer
/opt/conf/pack.d/nb/space.c  21: [error]:  2142 Illegal initializer
     2086 c1: errors: 8, warnings: 3
[error]:        9025 /usr/ic/bin/cc : frontend error while compiling file \
                                    '/opt/conf/pack.d/nb/space.c'
ERROR: '/opt/conf/pack.d/nb/space.c' will not compile properly

+++ ERROR:   There is a problem in your kernel configuration files.
+++          It is not possible to build a new kernel. Please
+++          check your kernel configuration files.
+++          See idbuild(1M) for details.
+++ INFO:    We will now copy a new standard kernel onto your system
+++          to permit a system reboot.
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update(8)                                                         update(8)

     Ursache:

     Die Datei /etc/conf/cf.d/mtune konnte nicht automatisch aktualisiert
     werden. Daher sind alle Parameter, die von Aufsatzprodukten in die
     Datei mtune eingetragen wurden, undefiniert. Im System befindet sich
     die neu eingespielte Datei mtune und die Datei
     mtune.preSINIX-Y5.43B0040, welche die gesicherte Datei mtune des
     Systems vor der Update-Prozedur ist.

     Lösung:

     Die Parameter, die in der Datei mtune undefiniert sind, aus der Datei
     mtune.preSINIX-Y5.43B0040 holen. Konkret:

          # cd /etc/conf/cf.d/
          # grep NBMAX mtune.preSINIX-Y5.43B0040 >> mtune

     Fertig. Nun starten Sie die Update-Prozedur erneut, und es wird beim
     vorher fehlgeschlagenen "Rebuilding kernel" wieder aufsetzen.

     Problem:

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+++ INFO:    87  of      87  packages still have to be updated.
+++          Loading skeleton from /SInus/sinix/543/T1/skeleton ...
+++ WARNING: Loading of skeleton from /SInus/sinix/543/T1/skeleton could fail:

Processing Package DC/OSx (skeleton) from </SInus/sinix/543/T1/skeleton>.
    /etc/conf <no longer a directory>
    /tmp <no longer a directory>
    /usr/spool <no longer a directory>
    unable to stat filesystem mounted on </cdrom>
Space checking failed.

Installation of DC/OSx (skeleton) was suspended (interaction
required).
-- processed 1 of 1 packages (100 %) --
+++          This may cause a fatal error in armed mode !
-------------------------------------------------------------------------------

     Ursache:

     Das System ist inkonsistent: Ein Dateisystem (in diesem Falle /cdrom)
     ist als "eingehängt" gekennzeichnet (d. h. hat einen Eintrag in der
     Datei mnttab), ist aber nicht verfügbar.

     Das gleiche Problem tritt auf, wenn beispielsweise das Kommando df
     aufgerufen wird. Typischerweise tritt dieses Problem auf, wenn Datei-
     systeme über nfs eingehängt waren, diese Verbindung aber nicht mehr
     besteht.




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update(8)                                                         update(8)

     Lösung:

     Für ein konsistentes System sorgen: das betreffende Dateisystem aus-
     hängen.


















































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