update(8) update(8)
NAME
update - Update-Prozedur für das Betriebssystem
SYNTAX
/etc/update -r file
/etc/update -a|-c [-o] [-e]
/etc/update -h
BESCHREIBUNG
Die Update-Prozedur für das Betriebssystem beinhaltet das Aktualisie-
ren der Software des Betriebssystems Reliant UNIX, d. h. der Software,
die sich auf der CD-ROM "Reliant UNIX" befindet. Das Betriebssystem
ist größtenteils pkg-verpackt.
Die Update-Prozedur, genauer gesagt das Kommando /etc/update, ist über
Optionen steuerbar. Eine Übersicht der verfügbaren Optionen erhalten
Sie mit /etc/update -h (siehe auch OPTIONEN).
Die Software des Betriebssystems ist dieselbe, wie sie auch bei der
Neuinstallation eines Systems benutzt wird. Das heißt, es gibt keine
speziellen Update-Pakete oder -Produkte. Dadurch ist sichergestellt,
daß sowohl der Neukunde als auch der Update-Kunde ein funktional iden-
tisches System erhält.
Es gibt immer nur eine CD-Rom "Reliant UNIX" für einen Betriebssy-
stem-Stand. Dieser ist in der Lage, Ihr System von verschiedenen alten
Betriebssystem-Ständen auf den neuen Betriebssystem-Stand zu aktuali-
sieren. Die Update-Prozedur kann Ihr System nur von einem älteren auf
einen neueren Betriebssystem-Stand bringen, nicht umgekehrt.
Die Update-Prozedur kann nur Software aktualisieren, die sich auf der
CD-ROM "Reliant UNIX" befindet. Das heißt, daß sowohl das Basisbe-
triebssystem als auch die vom Kunden nachträglich von der CD-ROM
"Reliant UNIX" installierten optionalen Produkte aktualisiert werden.
Software, die nicht auf der CD-ROM "Reliant UNIX" vorhanden ist, kann
nicht aktualisiert werden, da ansonsten z. B. keine bedienerlose
Update-Prozedur möglich ist. Dazu gehört die Software von Aufsatzpro-
dukten, die der Kunde von separaten CD-ROMs (COMM-SW-CD-ROM-MI,
CD-ROM-SYS-MI, TV-SW-CD-ROM-MI usw.) installiert hatte. Diese Software
wird allerdings erkannt und behandelt, falls sie Abhängigkeiten zur
Software des Betriebssystems beinhaltet, sofern diese Abhängigkeiten
bekannt gemacht und damit codiert worden sind.
OPTIONEN
-c (check) Damit wird der CHECK-Modus eingeschaltet. Er ist die
Alternative zum ARMED-Modus. Im CHECK-Modus nimmt die Update-
Prozedur keine Veränderungen am System vor, daher kann es in die-
sem Modus jederzeit aufgerufen werden. (Lediglich das Protokoll
des CHECK-Laufes wird auf der Systemplatte festgehalten.) Die
Testprozeduren der Update-Prozedur versuchen, update-verhindernde
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Probleme zu erkennen. Werden solche gefunden, so wird in der
Regel eine Warnung ausgegeben, daß dieses Problem im ARMED-Modus
einen Fehler verursachen kann, und dann die Update-Prozedur fort-
gesetzt. In speziellen Situationen führt aber auch im CHECK-Modus
ein update-verhinderndes Problem zu einem Abbruch weiterer Tests.
Dies ist dann der Fall, wenn eine sinnvolle Weiterarbeit nicht
möglich ist (Beispiel: Installationsmedium ist nicht verfügbar).
Die Arbeits-Verfahren der Update-Prozedur werden nur "virtuell"
ausgeführt. Dies heißt z. B.: Die Paketinstallation (pkgadd) ver-
sucht eine Installation der Pakete in der Weise, daß update-
verhindernde Situationen erkannt werden. Geprüft werden unter
anderem:
- der Run-Level des Systems
- Paket-Abhängigkeiten
- Plattenplatz und Inode-Anzahl
- Konflikte mit früher installierten Paketen
- Unverträglichkeiten zu installierten Aufsatzprodukten
- die Konsistenz der Kernelkomponenten (der Kernel wird aller-
dings nicht aktiviert)
Im CHECK-Modus wird die Historie nicht verändert.
-a (armed) Damit wird der ARMED-Modus eingeschaltet. Er ist die
Alternative zum CHECK-Modus. Im ARMED-Modus verändert die
Update-Prozedur die Software des Betriebssytems, d. h. aktuali-
siert sie.
Die Arbeitsschritte der Update-Prozedur werden "wirklich" ausge-
führt.
Im ARMED-Modus wird die Historie lesend und schreibend verändert.
Die Testverfahren der Update-Prozedur werden auch im ARMED-Modus
ausgeführt, um update-verhindernde Probleme zu erkennen. Werden
solche gefunden, so wird in der Regel ein Fehler gemeldet, und
die Update-Prozedur wird abgebrochen. (Dieser Abbruch im Fehler-
fall kann aber mit der Option -e übergangen werden.)
-o (OTIP = Only The Installed Packages) Im Standard-Fall (d. h. ohne
die Option -o) aktualisiert bzw. installiert die Update-Prozedur
alle Pakete des Basisbetriebssystems. Dies ist auch der empfoh-
lene Fall. Es besteht jedoch die Möglichkeit durch Angabe der
Option -o nur die Pakete zu installieren, die sich schon auf dem
Zielsystem befinden. Dies bedeutet, es wird kein Paket erstin-
stalliert; es werden nur vorhandene Pakete aktualisiert.
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Wenn zum Beispiel ein Kunde das Paket SIacc wegen fehlender Hard-
ware zur Optimierung des verfügbaren Plattenplatzes gelöscht
hatte, so installiert das Kommando /etc/update -a -o ... alle
Pakete des Basisbetriebssystems, jedoch nicht das Paket SIacc.
Bitte beachten Sie:
1. Durch unmotiviertes Löschen hervorgerufene Inkonsistenzen zwi-
schen den Paketen werden beibehalten, da die Update-Prozedur
nicht erkennen kann, warum die Pakete gelöscht wurden. Es ist
beispielsweise nicht sinnvoll, ein Paket SIcdin zu löschen,
den sprachabhängigen Teil SIcdinM jedoch auf dem System zu
belassen.
2. Die Option -o hat nur Auswirkungen auf die Pakete des Basisbe-
triebssystems. Für die vom Kunden (mittels sysadm über die
Menü-Punkte "Software_produkte" - "Produkte_auf_CD") von der
CD-ROM "Reliant UNIX" installierten optionalen Produkte gilt
immer die Regel, daß sie nur dann installiert werden, wenn sie
sich schon auf dem Zielsystem befanden. So wird beispielsweise
die RAID-Software immer nur dann installiert (aktualisiert),
wenn sie sich schon vor der Update-Prozedur auf dem Zielsystem
befand.
3. Manche Betriebssystem-Updates erfordern es, daß aus Kompatibi-
litätsgründen bestimmte Pakete installiert werden müssen, auch
wenn sie vor der Update-Prozedur nicht auf dem Zielsystem
waren; d. h. die Option -o wirkt sich auf diese Pakete nicht
aus. Sie werden darüber informiert:
Beispiel:
--------------------------------------------------------------------------
+++ INFO: Scanning root disk for installed packages ..
+++ INFO: You have chosen OTIP. The following packages may need
+++ to be installed for consistency reasons even
+++ though they may not already exist:
dwb, SIecnpw, SIerrlog, SIerrlogM, SIlar, SImabi, SImb2dbg, SIsysY, SItc20
--------------------------------------------------------------------------
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-e (errors will be skipped) Im Standard-Fall (d. h. ohne die Option
-e) bricht die Update-Prozedur im ARMED-Modus ab, wenn ein
update-verhindernder Fehler auftritt. Dies ist sinnvoll und nicht
tragisch, da Sie durch die Wiedereintrittsfähigkeit der Update-
Prozedur sofort nach Fehlerbehebung an der Abbruchstelle wieder
aufsetzen und die Update-Prozedur fortsetzen können. Durch Wahl
der Option -e ist es allerdings möglich, bei auftretenden Fehlern
diese zu ignorieren und fortzufahren. Dies kann sich in Ausnahme-
fällen als sinnvoll erweisen. Die Option -e sollte aber mit
Bedacht gewählt werden: Werden Fehler ignoriert, so können daraus
Folgefehler entstehen. Das Resultat einer Update-Prozedur mit -e
ist bei auftretenden Fehlern nicht vorhersehbar. Daher sollten
nur erfahrene Systemadministratoren, die auch die Nebeneffekte
interpretieren können, die Option -e benutzen.
Bitte beachten Sie:
1. Es gibt einige wenige Fehlersituationen, die trotz gesetzter
Option -e dazu führen, daß ein Fehler zu einem Abbruch der
Update-Prozedur führt. Dies ist dann der Fall, wenn eine sinn-
volle Weiterarbeit nicht möglich ist. Dazu gehört zum Bei-
spiel:
- Das Installationsmedium ist nicht verfügbar: Es könnte also
keine "virtuelle" Installation der Pakete erfolgen.
- Der auf der Systemplatte vorgefundene Betriebssystemstand
ist nicht geeignet als Basis für die Update-Installation:
Es existieren in der Update-Datenbasis keine Informationen
darüber, wie der "alte" Betriebssystemstand in den "neuen"
Betriebssystemstand überführt werden könnte.
2. Die Option -e macht nur im ARMED-Modus Sinn. Im CHECK-Modus
wird ohnehin bei Erkennen von update-verhindernden Situationen
nur eine Warnung ausgegeben und die Update-Prozedur fortge-
setzt.
-r (read all parameters from file) Neben der Kommandozeilenschnitt-
stelle besitzt die Update-Prozedur eine Aufrufschnittstelle über
eine Steuerdatei. Beide Schnittstellen schließen einander aus:
Entweder Sie geben die benötigten Parameter in der Kommandozeile
an, oder Sie benutzen eine Steuerdatei: Diese Steuerdatei enthält
dann die benötigten Parameter. Der Name der Steuerdatei ist frei
wählbar und als Parameter der Option -r anzugeben. Wenn Sie also
beispielsweise eine Steuerdatei mit dem Namen config.update im
Verzeichnis /home/julia erstellt haben, dann rufen Sie die
Update-Prozedur auf mit:
# /etc/update -r /home/julia/config.update
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Bitte beachten Sie, daß durch die Wahl der Option -r keine weite-
ren Kommandozeilen-Parameter zulässig sind.
Es existiert im Paket SInus ein Beispiel einer solchen Steuerda-
tei, die die Syntax und weitere Hinweise enthält
(/etc/update.cfg).
Mit einer Steuerdatei ist es einfacher, eine vollständig automa-
tische Update-Prozedur (z. B. über Batch-Job) vorzubereiten.
-h (help) Anzeige der Kommando-Syntax.
DAS PROTOKOLL
Sowohl im CHECK- als auch beim ARMED-Modus informiert Sie die Update-
Prozedur über die einzelnen Bearbeitungsschritte. Die auf dem Monitor
angezeigten Meldungen werden in einer Datei mitgeschrieben, so daß Sie
auch bei Abwesenheit jederzeit einen Überblick über die abgelaufenen
Aktionen haben. Das Protokoll enthält die Meldungen sämtlicher Aufrufe
ein und derselben Update-Prozedur, sowohl der CHECK-Läufe als auch der
ARMED-Läufe. Dies erleichtert wesentlich die zeitliche Verfolgung der
Aktionen. Sie müssen jedoch beachten, daß sich der letzte Lauf der
Update-Prozedur am Ende der Datei befindet.
Zur Erhöhung der Übersichtlichkeit - dieses Protokoll umfaßt mehrere
Seiten - sind die einzelnen Aktionen optisch voneinander getrennt.
Einzelne Update-Aufrufe sind durch entsprechende Meldungen ("run of
UPDATE started at [Datum]" bzw. "run of UPDATE ended at [Datum]")
voneinander getrennt. Innerhalb der Update-Aufrufe werden die Aktionen
durch Schlüsselwörter näher spezifiziert:
INFO Sie werden über "normale" Abläufe informiert. Diese Infor-
mationen halten Sie über den aktuellen Bearbeitungsstand
auf dem laufenden. Es sind keine Aktionen notwendig.
WARNING Sie werden über ungewöhnliche Abläufe informiert. Diese
Informationen haben je nach Update-Modus unterschiedliche
Auswirkung:
1. CHECK-Modus
Es existiert ein Problem, das Sie sich näher ansehen
müssen. Dieses Problem kann, falls es nicht behoben
wird, im ARMED-Modus zu einem Fehler (ERROR), d. h. nor-
malerweise Abbruch, führen. Aktion: Beheben Sie daher
dieses Problem! (Anmerkung: Sie können dem Kontext ent-
nehmen, wie Sie am sinnvollsten vorgehen sollten. Wenn
explizit darauf hingewiesen wird, können Sie die WARNING
ignorieren.)
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update(8) update(8)
Bitte beachten Sie, daß ein Problem zu Folgeproblemen
führen kann. Es macht daher Sinn, bei mehreren gemelde-
ten WARNINGs die ersten zu beheben und dann die Update-
Prozedur im CHECK-Modus zu wiederholen.
2. ARMED-Modus
Es existiert ein Problem, das Sie sich näher ansehen
sollten. Dieses Problem war zwar nicht update-verhin-
dernd, Sie sollten es aber nach Möglichkeit in nächster
Zukunft beheben. Aktion: Problem möglichst bald beheben.
ERROR Sie werden über update-verhindernde Abläufe informiert.
Normalerweise (d. h. wenn die Option -e nicht gesetzt ist)
bricht das Programm ab.
1. CHECK-Modus
Es existiert ein Problem, das auch im CHECK-Modus dazu
führt, daß das Programm abbricht, da eine Weiterarbeit
nicht sinnvoll ist. Dies ist z. B. notwendig, wenn auf
Grund eines ungültigen Installationsmediums ein großer
Teil der Tests gar nicht durchgeführt werden kann.
Aktion: Problem beheben und Update-Prozedur erneut star-
ten.
2. ARMED-Modus
Es existiert ein Problem, das zum Abbruch des Programms
führt, da eine Weiterarbeit nicht sinnvoll ist. Aktion:
Problem beheben und Update-Prozedur erneut starten.
Bitte beachten Sie: Die Aussage über ERRORs und WARNINGs kann sich
immer nur auf den aktuellen Lauf der Update-Prozedur beziehen, da die
Update-Prozedur nicht entscheiden kann, ob eine früher aufgetretene
WARNING noch gültig ist und gezählt werden muß. Daraus ergibt sich der
Sonderfall, daß bei notwendigen erneuten Aufrufen ein und desselben
Update-Versuches (Wiedereintritt) nur die WARNINGs (die im ARMED-Modus
nicht zum Abbruch der Update-Prozedur führen) gezählt werden, die im
aktuellen Lauf auftraten. Da das Protokoll aber alle Aufrufe ein und
desselben Update-Versuches enthält, können Sie durch Zurückblättern im
Protokoll auch die früheren WARNINGs lesen. Die Update-Prozedur weist
darauf hin.
ABLAUF
Die Update-Prozedur arbeitet linear eine Reihe von Aktionen ab; dabei
werden Sie immer über den aktuellen Stand des Fortschritts informiert.
Diese Aktionen werden sowohl im CHECK- als auch im ARMED-Modus durch-
laufen. Der CHECK-Lauf gibt Ihnen daher einen detaillierten Überblick
über die beim "echten" Update zu erwartenden Aktionen.
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Update von 5.43 -> 5.44: Da hierbei von einem 32- auf ein 64-Bit-Be-
triebssystem gewechselt wird, wird im ARMED-Modus das System während
der Update-Prozedur automatisch neu gestartet. Es ist kein Eingriff
Ihrerseits nötig.
BEDIENERLOSER ABLAUF
Allgemeines
Die Update-Prozedur ist unter dem Aspekt der "Bedienerlosigkeit" ent-
wickelt. Das heißt, daß es nach dem Start keine Interaktion mit dem
Benutzer führen wird. Die Update-Prozedur beendet sich entweder bei
erfolgreicher Ausführung oder im Fehlerfall mit einem entsprechenden
Return-Code. Dadurch besteht die Möglichkeit, die Update-Prozedur
innerhalb von Batch-Läufen oder anderen automatisierten Programmabläu-
fen ausführen zu können.
Sinnvoll ist zum Beispiel, die Update-Prozedur in betriebsarmen Zeiten
durchzuführen, um Wechselwirkungen mit anderen Prozessen zu vermeiden.
Eine praktikable Vorgehensweise ist zum Beispiel: Sie hatten das Paket
SInus installiert, eine Update-Prozedur im CHECK-Modus durchgeführt
und von der Update-Prozedur die Information erhalten, daß Ihr System
für die geplante Update-Prozedur bereit ist. Sie haben eine Datensi-
cherung durchgeführt und möchten am Freitag abend die Update-Prozedur
durchführen. Sie können sicherstellen, daß zur Batch-Ausführung das
Installationsmedium eingehängt ist, die Standard-Dateisysteme einge-
hängt sind und das System sich im empfohlenen Single User Mode befin-
det. (Natürlich kann auch Ihre Batch-Datei dies erledigen.)
Beispiel einer Batch-Datei (Pseudocode):
/etc/update -r /etc/update.myconfig.check
/* meine Steuerdatei für den CHECK */
IF [ Update-Prozedur im CHECK-Modus fehlerfrei ]
THEN /etc/update -r /etc/update.myconfig.armed
/* meine Steuerdatei für den ARMED-Modus */
IF [ Update-Prozedur im ARMED-Modus fehlerfrei ]
THEN [ reboote das System ]
ELSE [ warte auf den Systemadministrator ]
FI
ELSE [ warte auf den Systemadministrator, da CHECK fehlschlug ]
FI
Der Return-Code der Update-Prozedur
Wenn sich das aufgerufene Programm /etc/update beendet hat, liefert es
einen Return-Code. Dieser Return-Code kann ausgewertet werden, um den
Erfolg/Mißerfolg dieses Laufs der Update-Prozedur feststellen zu kön-
nen und entsprechende Aktionen automatisiert auslösen zu können.
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update(8) update(8)
Das Kommando /etc/update liefert folgende Return-Codes:
0 Das Kommando /etc/update ist erfolgreich beendet worden. Der
aktuelle Lauf der Update-Prozedur war erfolgreich: Es ist kein
ERROR (ARMED-Modus) bzw. kein ERROR und keine WARNING (CHECK-
Modus) aufgetreten.
1 Der aktuelle Lauf der Update-Prozedur war nicht erfolgreich. Das
Kommando /etc/update liefert einen Fehler zurück: Es ist ein
ERROR (ARMED-Modus) bzw. ein ERROR oder eine WARNING (CHECK-
Modus) aufgetreten.
2 Der aktuelle Lauf der Update-Prozedur war nicht erfolgreich. Das
Kommando /etc/update wurde falsch aufgerufen.
3 Der aktuelle Lauf der Update-Prozedur war nicht erfolgreich. Das
Kommando /etc/update wurde abgebrochen (SIGINT).
99 Das Kommando /etc/update liefert einen Fehler zurück: Es ist ein
interner Fehler aufgetreten.
DIE rcU-SCHNITTSTELLE ZU EXTERNEN PROGRAMMEN
Die Update-Prozedur bietet die Möglichkeit, externe Prozeduren (Pro-
gramme) einzubinden. Dies funktioniert ähnlich den rc2-Skripten des
Betriebssystems. Daher heißen diese externen Prozeduren auch rcU (run
commands Update). Sie müssen in einem definierten Verzeichnis abgelegt
sein und die im Folgenden definierten Schnittstellenbedingungen ein-
halten. Diese externe Prozeduren werden von der Update-Prozedur in
ASCII-Reihenfolge ausgeführt.
Die externe Prozeduren ermöglichen unter anderem:
- Ausführung von kundenspezifischen Aktionen
- Behandlung von Applikationen von Fremdherstellern
- Eingriff in die Update-Prozedur auch nach der Auslieferung der CD-
ROMs
Die externe Prozeduren werden von der Update-Prozedur mit notwendigen
Informationen versorgt und müssen ihrerseits durch ihren Return-Code
der Update-Prozedur den Erfolg/Mißerfolg ihrer Tätigkeit zurückmelden.
Es existiert im Paket SInus ein Beispiel einer solchen Prozedur, die
die Schnittstellendefinitionen und weitere Hinweise enthält
(/var/sadm/install/update/rcU/U00template).
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VORGEHENSWEISE (KOCHBUCH)
Sie haben die CD-ROM "Reliant UNIX" erhalten, die eine neuere Version
des Betriebssystems enthält als diejenige, die auf Ihrem System läuft.
Erste Tests
Um frühzeitig Probleme zu erkennen, ist es sinnvoll, möglichst bald
(Wochen vor der eigentlichen Update-Prozedur) das System zu prüfen.
1) Installieren der Update-Werkzeuge
Legen Sie dazu die CD-ROM "Reliant UNIX" in ein CD-ROM-Laufwerk,
das Sie von dem System aus, das Sie auf den neusten Stand bringen
wollen, ansprechen können. Installieren Sie das Paket SInus mit
Hilfe von sysadm über den Menü-Punkt "Software_produkte".
2) Einhängen (mount)
Hängen Sie das Installationsmedium ein. (In diesem Beispiel lokal
im CD-ROM-Laufwerk):
# mount -F hs /dev/ios0/sdisk00xs0 /SInus
x = SCSI-ID (RM600 = 6, RM600-E = 0, RM400 = 5)
3) Aufrufen (update)
Rufen Sie die Update-Prozedur im CHECK-Modus auf:
# /etc/update -c
Die Update-Prozedur führt nun eine Reihe von Tests durch. Der
gesamte Ablauf wird protokolliert in der Datei
/var/sadm/pkg/.prot.update. Die einzelnen Testschritte identifizie-
ren sich durch Schlüsselwörter.
Die Update-Prozedur im CHECK-Modus dauert ca. 30 - 60 Minuten. Wenn
sie beendet ist, erhalten Sie einen Report, dem zu entnehmen ist,
- ob und welche Probleme (ERROR und WARNING) es gab und wie sie beho-
ben werden können;
- welche Software installiert werden würde;
- welche sonstigen Aktionen ausgeführt werden würden.
Nun haben Sie einen ersten Eindruck, ob Ihr System für eine Update-
Prozedur bereit ist. Entnehmen Sie dem Testprotokoll
/var/sadm/pkg/.prot.update die genauen Problembeschreibungen. Wenn
möglich, sind Lösungsvorschläge angegeben. Wiederholen Sie die
Update-Prozedur im CHECK-Modus nach der Problembehebung. Erst wenn die
Update-Prozedur fehlerfrei den CHECK-Modus absolviert hat, ist eine
Update-Prozedur im ARMED-Modus sinnvoll (möglich ist sie immer).
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Sollten Ihnen Unverträglichkeiten mit Aufsatzprodukten oder Fremdsoft-
ware gemeldet werden, so wenden Sie sich bitte an Ihre zuständige
Geschäftsstelle oder den Lieferanten der Fremdsoftware. Dies ist
besonders wichtig bei einem Update von 5.43 nach 5.44. Beachten Sie
hierfür bitte besonders den Abschnitt "UPDATE UND AUFSATZPRODUKTE"
weiter unten.
Letzte Tests
Sie sollten unmittelbar vor der Update-Prozedur im ARMED-Modus noch-
mals einen Testlauf durchführen. Der Report der Update-Prozedur im
CHECK-Modus ist natürlich nur gültig, wenn in der Zeit bis zur
Update-Prozedur im ARMED-Modus keine systemrelevanten Änderungen am
System vorgenommen wurden. Da dies in den letzten Wochen nicht auszu-
schließen war, wiederholen Sie bitte Schritt 3). Führen Sie den Test
möglichst unter den Bedingungen aus, unter denen Sie die Update-
Prozedur im ARMED-Modus durchführen wollen.
In der Regel sollten auch jetzt keine Probleme auftreten.
Die Update-Prozedur
Im Anschluß an die erfolgreiche Update-Prozedur im CHECK-Modus führen
Sie nun die Update-Prozedur im ARMED-Modus aus.
0) Datensicherung
Sie haben eine Datensicherung durchgeführt.
1) Wechseln Sie in den Single User Mode!
Bitte befolgen Sie diese dringende Empfehlung. (Die Update-Prozedur
würde auch im Multi User Mode starten; diese Betriebsart ist aber
nur für den erfahrenen Systemadministrator, der sich auch in Pro-
blemfällen zu helfen weiß, sinnvoll.)
# init s
2) Netzwerk starten
Sollten Sie das Installationsmedium über nfs einhängen wollen, so
müssen Sie das Netzwerk starten, über das Sie das Installationsme-
dium erreichen können. Beispiel: Netzwerk am lce:
# sh /etc/rc2.d/S69inet start
3) Einhängen (mount)
Hängen Sie das Installationsmedium ein. (In diesem Beispiel lokal
im CD-ROM-Laufwerk):
# mount -F hs /dev/ios0/sdisk00xs0 /SInus
x = SCSI-ID (RM600 = 6, RM600-E = 0, RM400 = 5)
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update(8) update(8)
4) Aufrufen (update)
Rufen Sie die Update-Prozedur im ARMED-Modus auf:
# /etc/update -a
Ihr System wird nun aktualisiert. Sie werden über den Fortgang
informiert.
Die Update-Prozedur dauert ca. 0,5 - 3 Stunden. Dies ist abhängig von
der Art des Updates, der Geschwindigkeit des Installationsmediums, der
Menge der zu aktualisierenden Software, der Systemkonfiguration usw.
Verhalten im Fehlerfall
Sollte es auf Grund von Fehlern zu einer Unterbrechung kommen, so wird
Ihnen ein Lösungsvorschlag unterbreitet. Beheben Sie diesen Fehler.
Auf Grund der Wiedereintrittsfähigkeit der Update-Prozedur können Sie
diese nun erneut starten, ohne bereits abgearbeitete Aktionen erneut
durchlaufen zu müssen: Die Update-Prozedur kennt die Historie und wird
an der Stelle fortgesetzt, an der sie abgebrochen wurde. Bitte starten
Sie die Prozedur wie folgt:
⊕ Wenn das Problem beim Update auf 5.43 auftrat (d. h. Update ohne
automatischen Reboot), dann nutzen Sie bitte den gleichen Kommando-
aufruf wie beim ersten Start: z. B.
# /etc/update -a
⊕ Wenn das Problem beim Update von 5.43 nach 5.44 auftrat (d. h.
Update mit automatischem Reboot), gibt Ihnen die Update-Prozedur
den Hinweis, wie Sie den Wiedereintritt herbeiführen können:
- wenn der Abbruch vor dem automatischen Reboot erfolgte (d. h.
5.43 ist noch aktiv), dann nutzen Sie bitte den gleichen Kom-
mandoaufruf wie beim ersten Start, z. B.
# /etc/update -a
- wenn der Abbruch nach dem automatischen Reboot erfolgte (d. h.
5.44 ist schon aktiv), dann fahren Sie das System in den Multi
User Mode, da es auf Grund des Fehlers in den Single User Mode
gelangte):
# init 2
Nun wird ein rc2-Script wieder die Kontrolle übernehmen.
⊕ Wenn das Problem beim Update von 5.44 auftrat (d. h. Update ohne
automatischen Reboot), dann nutzen Sie bitte den gleichen Kommando-
aufruf wie beim ersten Start, z. B.
# /etc/update -a
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update(8) update(8)
Die Update-Prozedur wird an der Stelle fortgesetzt, an der sie abge-
brochen wurde.
Sie haben auch die Möglichkeit, die Update-Prozedur jetzt nochmals im
CHECK-Modus zu starten. Die Update-Prozedur im Check-Modus kennt eben-
falls die Historie und wird erst an der Stelle beginnen, an der der
Fehler aufgetreten war.
Achtung:
Bedenken Sie, daß ein Wiedereintritt davon abhängt, daß die Historie
gelesen wird. Wenn Sie Inkonsistenzen herbeiführen, bevor Sie die
Update-Prozedur erneut starten (z. B. schon bearbeitete Pakete manuell
löschen), kann die Update- Prozedur dies nicht erkennen. Sie wird in
diesem Fall davon ausgehen, daß diese Pakete schon aktualisiert wur-
den; die entstandene Inkonsistenz kann zum Fehler führen.
Sie müssen eine unterbrochene Update-Prozedur im ARMED-Modus möglichst
bald fortsetzen. Bitte lassen Sie das System nicht längere Zeit in
einem "halb aktualisierten" Zustand. Unterlassen Sie bitte bei den
Updates, die nicht automatisch rebooten (5.43 -> 5.44), im Fehlerfall
einen Reboot, bevor die Update-Prozedur beendet ist, da es ansonsten
zu unvorhersehbaren Problemen in der Zusammenarbeit zwischen "alter"
und schon aktualisierter Software kommen kann.
Viele Kommandos unter Reliant UNIX legen temporäre Dateien in /tmp ab,
die sie benötigen. Sorgen Sie bitte dafür, daß nicht ein "privater"
cron-Job zur Update-Laufzeit das Verzeichnis /tmp aufräumt.
Sie können die Update-Prozedur nur einmal zur gleichen Zeit starten.
Beispiele
Einhängen unterschiedlicher Installationsmedien
Hinweis: Im Folgenden bedeutet:
Sys1C = Ausgangssystem mit CD-ROM
Sys1D = Ausgangssystem mit Platte
Sys2 = zu aktualisierendes System
Das Installationsmedium einhängen, das sich befindet auf/in:
Beispiel a): CD-ROM lokal im CD-ROM-Laufwerk der zu aktualisierenden
Maschine:
# mount -F hs /dev/ios0/sdisk00xs0 /SInus
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update(8) update(8)
Beispiel b): CD-ROM im CD-ROM-Laufwerk einer über nfs erreichbaren
Maschine:
[Sys1C] # mount -F hs /dev/ios0/sdisk00xs0 /cdrom
[Sys1C] # share -oro,root=Sys2 /cdrom
[Sys2] # #Netzwerk starten, da System im Single User Mode
[Sys2] # mount -F nfs Sys1C:/cdrom /SInus
Beispiel c): Platte mit lokaler Kopie der Installations-CD-ROM:
# mount -F ufs /dev/ios0/sdisk00xs0 /SInus
Beispiel d): Platte mit Kopie der Installations-CD-ROM in einer über
nfs erreichbaren Maschine:
[Sys1D] # mount -F ufs /dev/ios0/sdisk00xs0 /mnt
[Sys1D] # share -oro,root=Sys2 /mnt
[Sys2] # #Netzwerk starten, da System im Single User Mode
[Sys2] # mount -F nfs Sys1D:/mnt /SInus
Start des Netzwerkes bei nfs-eingehängtem Installationsmedium
Das Netzwerk ist normalerweise im Single User Mode "down". Daher ist
es notwendig, dieses Netzwerk zu starten, um darüber die Verbindung
zwischen der Maschine mit dem Installationsmedium [Sys1C] und zu
installierender Maschine [Sys2] über nfs herzustellen. Das Vorgehen
zum Starten des Netzwerkes ist abhängig von der verwendeten Schnitt-
stelle:
Beispiel a): Netzwerk am lce (Lan Controller Ethernet):
# System [Sys2] steht im Single User Mode:
sh /etc/rc2.d/S69inet start
# nun sollte [Sys1C] erreichbar sein, d. h.
ping [Sys1C]
# oder
showmount -e [Sys1C]
# sollte funktionieren.
# Also anschließend einhängen:
mount -F nfs [Sys1C]:/cdrom /SInus
Beispiel b): Netzwerk am lct (Lan Controller Token Ring) und
Beispiel c): Netzwerk am lcf (Lan Controller FDDI):
# System [Sys2] steht im Single User Mode
PATH=$PATH:/opt/bin
# stoppen des Netzwerkes
# (einige alte Releases tun dies nicht bei init s)
sh /etc/rc2.d/S68lct stop # (oder S68lcf stop für FDDI)
# CMX muß gestartet werden
sh /etc/rc2.d/CMX start
sh /etc/rc2.d/S68lct start # (oder S68lcf start für FDDI)
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update(8) update(8)
sh /etc/S69inet start
# nun sollte [Sys1C] erreichbar sein, d. h.
ping [Sys1C]
# oder
showmount -e [Sys1C]
# sollte funktionieren.
# Also anschließend einhängen:
mount -F nfs [Sys1C]:/cdrom /SInus
Übernahme von Konfigurationsdateien
Die individuelle Konfiguration des Betriebssystems wird u.a. durch
sog. Konfigurationsdateien festgelegt. Diese Konfigurationsdateien des
Systems bleiben bei der Update-Installation erhalten. Diese Dateien
brauchen Sie also vor Beginn der Update-Installation nicht gesondert
zu sichern.
Zu den Konfigurationsdateien gehören z. B.:
/etc/conf/cf.d/mtune
/etc/conf/cf.d/stune
/etc/cron.d/queuedefs
/etc/default/login
/etc/inet/services
/etc/mail/mailsurr
/etc/profile
/etc/shells
/var/spool/cron/crontabs/root
Einige Konfigurationsdateien können sich beim Übergang von einer
Betriebssystem-Version zur nächsten geändert haben. Die Änderungen
werden bei der Update-Installation automatisch in Ihre Konfigurations-
dateien übertragen. Jede Datei, die geändert werden muß, wird zunächst
gesichert, indem eine Dateikopie angelegt wird. Dabei werden die Namen
der kopierten Dateien dadurch gebildet, daß an die bisherigen Dateina-
men eine Endung angefügt wird. Diese Endung beinhaltet den Namen des
zukünftigen Betriebssystemstandes (so daß auch später eine eindeutige
Zuordnung der Sicherungsdateien möglich ist). Beispielsweise:
'/.profile' will be saved as '/.profile.preSINIX-Y5.43B0040'
Diese Sicherungdateien bleiben auch nach der Update-Installation
erhalten, können aber später bei Bedarf manuell gelöscht werden.
Die Update-Prozedur versucht nun, die erforderlichen Änderungen in die
bestehenden Konfigurationsdateien einzubringen. Wenn das gelingt, dann
werden künftig die geänderten Konfigurationsdateien benutzt. Beim
anschließenden Einspielen der Betriebssystem-Pakete werden diese Kon-
figurationsdateien dann nicht überschrieben. Sie werden darüber infor-
miert; es sind aber keinerlei Aktivitäten Ihrerseits notwendig. Bei-
spielsweise:
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update(8) update(8)
Trying to update your '/.profile' automatically.
/.profile was modified
Gelingt es aus irgendwelchen Gründen nicht, die erforderlichen Ände-
rungen in die bestehenden Konfigurationsdateien einzubringen (z. B.
wegen zu großer Abweichungen), dann werden Standard-Konfigurationsda-
teien auf die Systemplatte kopiert - wie bei einer Neuinstallation. In
diesem Fall erhalten Sie eine entsprechende Warnung. Beispielsweise:
+++ WARNING: Unable to modify the '/.profile' configuration file automatically.
+++ '/.profile' is deleted to ensure that you get the new '/.profile'.
+++ The file currently active is backed up as '/.profile.preSINIX-Y5.43B0040'.
+++ We will use the newly installed file temporarily.
+++ Please combine the newly installed
+++ /.profile and your
+++ /.profile.preSINIX-Y5.43B0040 into a
+++ /.profile later.
Diese Warnung wird im Protokoll vermerkt sein, und Sie erhalten außer-
dem eine entsprechende elektronische Post. (Bitte beachten Sie: Die
Aussage über die WARNINGs kann sich immer nur auf den aktuellen Lauf
der Update-Prozedur beziehen. Bei notwendigen Reentries wird die
Aktualisierung der Konfigurationsdateien natürlich nur einmal durchge-
führt; diesbezügliche WARNINGs sind dann im Protokoll an entsprechend
früherer Stelle vermerkt.)
Die Update-Installation wird fortgesetzt.
Wenn die Update-Installation erfolgreich (ohne ERRORs) beendet worden
ist, werden Sie auf eventuell aufgetretene Probleme hingewiesen. Bei-
spielsweise:
+++ INFO: Report for 'update -a' :
+++ INFO: We detected the following during the UPDATE runtime:
+++ Number of WARNINGs : 5
+++ Number of ERRORs : 0
+++ INFO: Excellent! The current UPDATE installation run ended successfully.
+++ (Please look at the WARNINGS in the log file named
+++ /var/sadm/install/../pkg/.prot.update)
+++
+++ Please reboot your system as soon as possible.
+++ Make sure that you have read the entire log file
+++ and that you are quite familiar with the results reported by
+++ the UPDATE installation.
Sie können sich im Protokoll die WARNINGs anschauen und sollten sie
möglichst bald beheben.
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update(8) update(8)
Die Konfigurationsdateien, die die Update-Installation nicht automa-
tisch aktualisieren konnte, sollten Sie jetzt (also vor dem Reboot)
manuell aktualisieren. Dies ist notwendig, da einige Konfigurationsda-
teien nur in der Bootphase des Systems ausgewertet werden. Beim manu-
ellen Aktualisieren sollten Sie wie im folgenden Beispiel beschrieben
vorgehen:
Wechseln Sie in das Verzeichnis, in dem sich die betreffende Konfigu-
rationsdatei, hier /.profile, befindet. Dort finden Sie
- die Datei .profile.preSINIX-Y5.43B0040
(= Ihre vor der Update-Installation gesicherte Datei .profile. Dies
ist die konfigurierte Datei, die im "alten" Betriebssystemstand
gültig war.)
- die Datei .profile
(= die neue, nicht konfigurierte Datei. Diese Datei ist im "neuen"
Betriebssystemstand gültig.)
Laden Sie beide Dateien in einen Editor. Dann suchen Sie in der Datei
.profile.preSINIX-Y5.43B0040 die Einträge, die Sie selbst vorgenommen
hatten (z. B. Variablendefinition etc.) sowie Einträge, die von Auf-
satzprodukten vorgenommen wurden (in der Regel identifizieren sich
diese durch einen Kommentar). Diese Einträge fügen Sie in die Datei
.profile ein. Fertig.
Bitte beachten Sie:
Keinesfalls dürfen Sie die "alten" Konfigurationsdateien wieder akti-
vieren, weder dadurch, daß Sie diese Dateien vom Sicherungsband einle-
sen, noch dadurch, daß Sie die Dateien *.preSINIX-* umbenennen auf
ihren "alten" Dateinamen. Der "neue" Betriebssystemstand benötigt die
Konfigurationsdateien im "neuen" Format.
UPDATE UND AUFSATZPRODUKTE
Wie schon erwähnt, kann die Update-Prozedur nur Software installieren,
die sich auf dem Installationsdatenträger befindet. Es werden aller-
dings Abhängigkeiten zu Aufsatzprodukten berücksichtigt. Dies ist vor
allem beim Update (5.43 -> 5.44) ein bedeutendes Thema: Unter 5.44
nicht mehr lauffähige Aufsatzprodukte können den Erfolg des Updates in
Frage stellen. Daher existiert ein mehrstufiges Konzept zur Behandlung
von Aufsatzprodukten:
⊕ Lesen Sie das CHECK-Lauf-Protokoll aufmerksam, auch wenn Ihnen der
Report keine Warnungen anzeigt. Im CHECK-Lauf-Protokoll werden
Ihnen Pakete und zugehörige Produkte genannt, die nach dem Update
nicht mehr benutzbar sein werden. Die Update-Prozedur behandelt
inkompatible Produkte je nach Art der Inkompatibilität:
- inkompatible Produkte werden gemeldet
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update(8) update(8)
- Produkte, die Kernel-Komponenten enthalten, aber das Basissystem
nicht beeinflussen, falls sie nicht im Kernel eingebunden sind,
werden deaktiviert.
- Produkte, die die Lauffähigkeit des Systems beeinträchtigen oder
anderweitig schwerwiegende Probleme durch ihre Inkompatibilität
verursachen, werden gelöscht werden.
⊕ Nehmen Sie bitte frühzeitig Kontakt zu Ihrer SNI-Geschäftsstelle
oder dem Lieferanten des entsprechenden Aufsatzproduktes auf, um
eine neuere (kompatible) Version des betroffenen Poduktes zu erhal-
ten. Diese können Sie nach dem Update des Betriebssystems instal-
lieren.
TYPISCHE FEHLERSITUATIONEN UND IHRE LÖSUNG
Es gibt einige typische Fehlersituationen, deren Ursachen und Behebun-
gen im Folgenden anhand von Beispielen dargestellt werden.
Problem:
-------------------------------------------------------------------------------
+++ INFO: Rebuilding kernel ...
The UNIX Operating System will now be rebuilt.
This will take some time. Please wait.
/opt/conf/pack.d/nb/space.c 18: [error]: 2324 Undefined: 'NBMAXSESS'
/opt/conf/pack.d/nb/space.c 18: [error]: 2112 Constant expression expected
/opt/conf/pack.d/nb/space.c 18: [error]: 2032 Negative dimension not allowed
/opt/conf/pack.d/nb/space.c 19: [error]: 2324 Undefined: 'NBMAXNAMES'
/opt/conf/pack.d/nb/space.c 19: [error]: 2112 Constant expression expected
/opt/conf/pack.d/nb/space.c 19: [error]: 2032 Negative dimension not allowed
/opt/conf/pack.d/nb/space.c 20: [error]: 2142 Illegal initializer
/opt/conf/pack.d/nb/space.c 21: [error]: 2142 Illegal initializer
2086 c1: errors: 8, warnings: 3
[error]: 9025 /usr/ic/bin/cc : frontend error while compiling file \
'/opt/conf/pack.d/nb/space.c'
ERROR: '/opt/conf/pack.d/nb/space.c' will not compile properly
+++ ERROR: There is a problem in your kernel configuration files.
+++ It is not possible to build a new kernel. Please
+++ check your kernel configuration files.
+++ See idbuild(1M) for details.
+++ INFO: We will now copy a new standard kernel onto your system
+++ to permit a system reboot.
-------------------------------------------------------------------------------
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update(8) update(8)
Ursache:
Die Datei /etc/conf/cf.d/mtune konnte nicht automatisch aktualisiert
werden. Daher sind alle Parameter, die von Aufsatzprodukten in die
Datei mtune eingetragen wurden, undefiniert. Im System befindet sich
die neu eingespielte Datei mtune und die Datei
mtune.preSINIX-Y5.43B0040, welche die gesicherte Datei mtune des
Systems vor der Update-Prozedur ist.
Lösung:
Die Parameter, die in der Datei mtune undefiniert sind, aus der Datei
mtune.preSINIX-Y5.43B0040 holen. Konkret:
# cd /etc/conf/cf.d/
# grep NBMAX mtune.preSINIX-Y5.43B0040 >> mtune
Fertig. Nun starten Sie die Update-Prozedur erneut, und es wird beim
vorher fehlgeschlagenen "Rebuilding kernel" wieder aufsetzen.
Problem:
-------------------------------------------------------------------------------
+++ INFO: 87 of 87 packages still have to be updated.
+++ Loading skeleton from /SInus/sinix/543/T1/skeleton ...
+++ WARNING: Loading of skeleton from /SInus/sinix/543/T1/skeleton could fail:
Processing Package DC/OSx (skeleton) from </SInus/sinix/543/T1/skeleton>.
/etc/conf <no longer a directory>
/tmp <no longer a directory>
/usr/spool <no longer a directory>
unable to stat filesystem mounted on </cdrom>
Space checking failed.
Installation of DC/OSx (skeleton) was suspended (interaction
required).
-- processed 1 of 1 packages (100 %) --
+++ This may cause a fatal error in armed mode !
-------------------------------------------------------------------------------
Ursache:
Das System ist inkonsistent: Ein Dateisystem (in diesem Falle /cdrom)
ist als "eingehängt" gekennzeichnet (d. h. hat einen Eintrag in der
Datei mnttab), ist aber nicht verfügbar.
Das gleiche Problem tritt auf, wenn beispielsweise das Kommando df
aufgerufen wird. Typischerweise tritt dieses Problem auf, wenn Datei-
systeme über nfs eingehängt waren, diese Verbindung aber nicht mehr
besteht.
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update(8) update(8)
Lösung:
Für ein konsistentes System sorgen: das betreffende Dateisystem aus-
hängen.
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