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tc4(7)                          (Nur RM400)                          tc4(7)

NAME
     tc4 - Serielle Schnittstelle mit vier Anschlüssen

BESCHREIBUNG
     Zur Zeit sind zwei Typen von tc4-Karten für Reliant UNIX erhältlich.
     Jede Karte verfügt über vier serielle Schnittstellen. Die erste tc4-
     Karte unterstützt vier V24-Schnittstellen, die zweite tc4-Karte unter-
     stützt vier Steckkarten, die der Karte auch die Unterstützung anderer
     Schnittstellenstandards ermöglicht. Beide Karten werden von Reliant
     UNIX gleich behandelt, und der Benutzer kann keinen logischen Unter-
     schied zwischen den beiden Karten feststellen.

     Jedes Reliant UNIX System kann normalerweise bis zu vier tc4-Karten
     unterstützen. Jedem seriellen Kanal ist ein logisches Gerät zugeord-
     net, auf das über Gerätedateien im Verzeichnis /dev/term zugeriffen
     wird.

     tc4 wird momentan über den sduart-Treiber gesteuert. Die Gerätenummern
     der tc4-Karten fangen bei 80 an, und jede Karte enthält vier logische
     Geräte, so daß der erste Anschluß auf der ersten Karte die Gerätenum-
     mer 80 und der vierte Anschluß auf der vierten Karte die Gerätenummer
     111 hat.

     Zur Zeit laden alle vom sduart-Treiber gesteuerten seriellen Geräte
     automatisch die Module ldterm(7) und ttcompat(7) (/etc/ap/cons.ap).

     Jede tc4-Karte verfügt über vier Schalter, die die physische E/A-
     Adresse der Karte festlegen. Zwei Karten können nicht dieselbe physi-
     sche E/A-Adresse haben. Die erste logische Karte hat die niedrigste
     physische E/A-Adresse, die nächste logische Karte hat die nächsthöhere
     physische E/A-Adresse usw. Zwischen dem Steckplatz, in dem die Karte
     installiert wird und der physischen E/A-Adresse der Karte muß keine
     Verbindung bestehen. Reliant UNIX verwendet physische E/A-Adressen nur
     zur Unterscheidung zwischen den verschiedenen Karten.

   Modemsignale
     Jede serielle tc4-Schnittstelle verfügt über drei Modemsteuerungslei-
     tungen: M1 M5 und M2. M3 wird von der Karte NICHT unterstützt. Stan-
     dardmäßig antwortet der Treiber auf Modemsignale. Wenn ein logisches
     Gerät "X" erstellt wird, das die Gerätenummer "X" + 256 hat, werden
     alle Modemsignale ignoriert. Die auf den einzelnen Leitungen unter-
     stützten Modemsignale können auch auf Basis einer seriellen Schnitt-
     stelle durch Bearbeiten der Datei

          /etc/conf/pack.d/tc4/space.c

     gesteuert werden. Wenn diese Datei bearbeitet wird, muß der Kern
     erneut verbunden und das System neu gebootet werden, damit die Ände-
     rungen gültig werden.






Seite 1                      Reliant UNIX 5.44               Gedruckt 11/98

tc4(7)                          (Nur RM400)                          tc4(7)

     Der Treiber unterstützt das normale ioctls-Kommando für ein tty. Dar-
     über hinaus behandelt der Treiber folgendes ioctl-Kommandos mit dem
     Format:

     ioctl(fd, ISTR, &arg)
     int fd
     struct strioctl arg

     Die Struktur strioctl wird in <stropts.h> definiert und muß im folgen-
     den Format aufgefüllt werden:

     iccmd    = ioctl request (TIOCMODS, TIOCMODG, TIOCMGET)
     ictimout = 0
     iclen    = sizeof(int modemflags)
     icdp     = (char *)&modemflags

     modemflags

     0x00000001:   Modemsignal M1 (DSR)
     0x00000002:   Modemsignal M2 (CTS)
     0x00000004:   Modemsignal M5 (DCD)

     TIOCMODS
          Setzt die zu steuernden Modemsignale vom Treiber (M1, M2, M3, M5)
          in modemflags.

     TIOCMODG
          Ruft die vom Treiber gesteuerten aktuellen Modemsignale ab. Der
          Treiber setzt die Signale (flags) in modemflags.

     TIOCMGET
          Der Treiber setzt den aktuellen Status der Modemsignale in
          modemflags und gibt den Status an den Benutzer zurück.

DATEIEN
     /dev/term/{80-111}

     /dev/term/{336-367}

     /etc/conf/pack.d/tc4/space.c

     /etc/ap/cons.ap

SIEHE AUCH
     ldterm(7), termio(7), ttcompat(7).









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