nvram(7) (Nur RM400) nvram(7)
NAME
nvram - Umgebungsvariablen des PROM-Monitors und der SASH
BESCHREIBUNG
Inhalt des nichtflüchtigen Speichers
Dieser Abschnitt enthält eine ausführliche Beschreibung sämtlicher
Umgebungsvariablen. Die Reihenfolge der Variablen entspricht ihrem
Auftreten im nichtflüchtigen Speicher. Die Positionen, an denen diese
Variablen im nichtflüchtigen Speicher abgespeichert sind, sind im
Abschnitt Einteilung des nichtflüchtigen Speichers angegeben.
Basisadresse von NVRAM: 0x1c080000
netaddr Diese aus vier Byte bestehende Variable enthält die Inter-
net-Adresse des RM400-Rechners. Zur Datenübermittlung über
TCP/IP (oder ein anderes Protokoll, das mit der Internet-
Adresse arbeitet) müssen Sie die Internet-Adresse Ihres
RM400-Rechners angeben. Diese Internet-Adresse sollte in
Ihrem Netzwerk nur einmal vorkommen. Dadurch erhält Ihr
Name-Server die Möglichkeit, Ihre RM400-Ethernet-Adresse
(die im Ethernet-PROM gespeichert ist und weltweit nur
einmal vorkommen darf) in die RM400-Internet-Adresse umzu-
setzen und umgekehrt (achten Sie darauf, daß Ihr Name-
Dämon aktiv ist).
Offset: 0x00000000
lbaud Dieses Byte enthält die Baudrate für die Kommunikation mit
dem tty-Gerät an Anschluß tty(0).
Offset: 0x00000004
Gültige Baudraten: 300, 600, 1200, 2400, 4800, 9600,
19200 Bit/s
Voreinstellung: 9600
rbaud Dieses Byte enthält die Baudrate für die Kommunikation mit
dem tty-Gerät an Anschluß tty(1).
Offset: 0x00000005
Gültige Baudraten: 300, 600, 1200, 2400, 4800, 9600,
19200 Bit/s
Voreinstellung: 9600
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bootfile Diese Umgebungsvariable hat eine Länge von 20 Byte und
enthält den Namen der Datei, die beim Aufrufen der Komman-
dos auto oder boot (ohne Parameter) gebootet werden soll.
Der Name muß bereits den Gerätetreiber und die Gerätenum-
mer enthalten.
Offset: 0x00000006
Voreinstellung: bootfile = dkncr(0,0,10)sash
bootmode Dieses Byte enthält den Boot-Modus des Systems, der entwe-
der durch den Benutzer oder durch die beim Laden ausge-
führte Diagnosefunktion eingestellt wird [siehe prom(8)].
Offset: 0x0000001a
Gültige Boot-Modi: d, m, c, e, w, r, i
Voreinstellung: m
console Dieses Byte enthält Informationen darüber, welche Konsolen
automatisch nach dem Einschalten aktiviert werden.
Offset: 0x0000001b
Folgende Konsoltypen sind zulässig:
l Nur die lokale Konsole wird aktiviert. Hierbei kann
es sich, je nach Grafikkonfiguration des Systems, um
grafic(), tty552(0) oder tty(0) handeln. l ist die
Standardkonsole.
r Die lokale Konsole sowie tty(1) oder tty552(1)
(serieller Anschluß an einen Host) werden aktiviert.
a Alle vorhandenen Konsolen werden aktiviert.
state In state ist die aktuelle Gültigkeit der Echtzeituhr und
des nichtflüchtigen Speichers abgelegt.
Offset: 0x0000001c
failcode failcode wird von der nach dem Einschalten durchgeführten
Diagnosefunktion zum Abspeichern eines Fehlercodes
benutzt, der für den Kundendienst von Nutzen ist.
Offset: 0x0000001d
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cpuid Mit cpuid werden bei Rechnern mit mehreren CPUs die logi-
schen Slot-Nummern der CPUs angegeben.
Offset: 0x0000001e
ponmask In diesem Wort werden die Ergebnisse der nach dem Ein-
schalten ausgeführten Tests gespeichert. Jeder Testgruppe
ist innerhalb dieses Worts ein Bit zugeordnet; wenn das
betreffende Bit gesetzt ist, ist ein Fehler festgestellt
worden. Die Einschalttests stellen anhand dieser Bits
fest, ob der Test ausgelassen werden kann oder nicht.
Offset: 0x00000020
resetepc Speicherstelle für den epc (exception program counter) im
nichtflüchtigen Speicher.
Offset: 0x00000024
resetra Speicherstelle für die Rückkehradresse ra im nichtflüchti-
gen Speicher.
Offset: 0x00000028
chksum Über dieses Byte stellt die Firmware fest, ob die Werte im
nichtflüchtigen Speicher zulässig sind oder nicht. Die
Prüfsumme wird errechnet, indem der Inhalt des gesamten
NVRAM Modulo 0x100 (außer der Prüfsumme) aufsummiert wird;
dann wird das Zweierkomplement des Ergebnisses ermittelt
und dieser Wert im Byte chksum abgespeichert. Dies
geschieht bei jeder Änderung des NVRAM-Inhalts über das
Kommando setenv. Wenn die Werte im NVRAM gültig sind, muß
die Summe über den gesamten NVRAM-Inhalt Modulo 0x100
(einschließlich chksum) Null sein.
Offset: 0x00000030
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Teleservice, Baudrate
In diesen zwei Bytes ist die Baudrate gespeichert. Dieses
2-Byte-Wort ist "little-endian" (Intel-Notation).
Offset: 0x00000031
Gültige Baudraten: 300, 600, 1200, 2400, 4800, 9600,
19200 Bit/s
Teleservice, Bit/Character
Dieses Byte enthält die Zeichenbreite der übertragenen
Zeichen.
Offset: 0x00000033
Gültige Werte: 7, 8 Bit/Zeichen
Teleservice, Flag-Bits
D7 D0
|____|_____|_____|_____|_____|______|_____|_____|
| TSa| TSe| res| res| res| STOP| PAR| PAR|
|____|_____|_____|_____|_____|______|_____|_____|
TSa: Teleservice-aktiv-Bit
0: Teleservice nicht aktiv (Voreinstellung)
1: Teleservice aktiv
TSe: Teleservice-aktivieren-Bit
0: Vordefinierte V24-S-Signale werden nicht
gesetzt.
1: Vordefinierte V24-S-Signale werden gesetzt.
Der Teleservice-Kanal wird initialisiert
(Voreinstellung).
Vor dem Booten wird die Option zur Aktivierung von Tele-
service angegeben.
STOP: Anzahl der Stop-Bits
0: 1 Stop-Bit (Voreinstellung)
1: 2 Stop-Bits
PAR: Anzahl der Bits zur Paritätsüberprüfung
00: Keine Parität (Voreinstellung)
01: Ungerade Parität
10: Gerade Parität
11: Ungültig
Offset: 0x00000034
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Teleservice, V24-Handshake-Signale
In den beiden Bytes TS HS0 und TS HS1 wird die Maske für
alle benutzten Modemsignale gespeichert. Diese Bytes wer-
den von der Firmware benutzt, um den Treiber über die Sig-
nale zu informieren, die bei der Übertragung beachtet wer-
den sollten. Der Inhalt des Bytes TS HS1 ist noch nicht
definiert. Das Byte wird daher möglicherweise nicht beach-
tet. Das Byte TS HS0 hat folgenden Inhalt:
D7 D0
|___|____|____|____|____|____|____|____|
| S1| S2| S4| M3| M4| M1| M2| M5|
|___|____|____|____|____|____|____|____|
0: Signal darf nicht beachtet werden
1: Signal muß beachtet werden
Offset: 0x00000035
DUART 2681 Channel A
In diesem Byte wird die Maske für sämtliche Quittungssig-
nale für den Kanal A des Duart 2681 gespeichert. Das Byte
HS hat folgenden Inhalt:
D7 D0
|___|____|_____|_____|_____|____|_____|_____|
| S1| S2| res| res| res| M1| res| res|
|___|____|_____|_____|_____|____|_____|_____|
0: Signal darf nicht beachtet werden
1: Signal muß beachtet werden
Offset: 0x00000037
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Asynchronous Communications Element 16C552, Handshake-Signale
Für jeden der beiden seriellen Kanäle des ACE 16C552 ist
im NVRAM ein Byte reserviert. Innerhalb dieser Bytes sind
die Informationen über die wichtigen Schnittstellensignale
gespeichert. Die Bytes 5520 HS und 5521 HS haben folgen-
den Inhalt:
D7 D0
|___|____|_____|____|_____|____|____|____|
| S1| S2| res| M3| res| M1| M2| M5|
|___|____|_____|____|_____|____|____|____|
0: Signal darf nicht beachtet werden
1: Signal muß beachtet werden
Offset: 0x00000038 (Byte 5520)
Offset: 0x00000039 (Byte 5521)
console channel
Die Firmware errechnet den tatsächlichen Konsolkanal bei
der Initialisierung des E/A-Systems. Die Informationen in
diesem Byte sind nur gültig, wenn exakt ein Bit gesetzt
ist. Beim Test wird in folgender Reihenfolge vorgegangen:
1. Grafik-Controller
2. S2681 Kanal 0
3. ACE 16C552 Kanal 0
Das Byte console hat folgenden Inhalt:
D7 D0
|____|_____|_____|_____|_____|________|_______|________|
| MEM| res| res| res| res| 16C552| S2681| GRAFIC|
|____|_____|_____|_____|_____|________|_______|________|
GRAFIC: Ein Grafik-Controller
S2681: S2681 Kanal 0
16C552: ACE 16C552 Kanal 0
MEM: Speicher
Offset: 0x0000003a
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grafic-controller
Die Firmware errechnet den tatsächlichen Konsolkanal bei
der Initialisierung des E/A-Systems. Grafik-Controller
werden zur Zeit von der Firmware nicht unterstützt.
graf typ Die Informationen in diesem Byte stellen einen Index
innerhalb einer Liste bekannter Grafik-Controller dar.
Dieses Byte wird zur Zeit nicht verwendet.
Offset: 0x0000003b
GrafRes1, GrafRes2
Die Bytes GrafRes1 und GrafRes2 sind reserviert.
Offset: 0x0000003c
grafic monitor parameters
In dieser Struktur werden die Monitorparameter gespei-
chert, mit denen die Grafikkonsole initialisiert worden
ist. Die Daten in dieser Datenstruktur habe ihre eigene
Prüfsumme, die aus zwei Bytes am Anfang der Struktur
besteht. Diese Struktur wird zur Zeit nicht verwendet.
Offset: 0x0000003e
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Einteilung des nichtflüchtigen Speichers
Anfangsadresse des nichtflüchtigen Speichers: 0x1c080000
Offset
_______________________________________________________________
0000 | NETADDR |
|-------------------------------------------------------------|
0004 | LBAUD | RBAUD | |
|---------------------------- |
0008 | |
000C | BOOTFILE (20 Byte) |
0010 | |
0014 | ----------------------|
0018 | | BOOTMODE | CONSOLE |
|-------------------------------------------------------------|
001C | STATUS | FAILCODE | CPUID | TTY1 |
|-------------------------------------------------------------|
0020 | PONMASK |
|-------------------------------------------------------------|
0024 | RESTEPC |
|-------------------------------------------------------------|
0028 | RESETRA |
|-------------------------------------------------------------|
002C | MEMPARITY |
|-------------------------------------------------------------|
0030 | CKSUM | TS BAUDRATE | BIT/CHAR |
|-------------------------------------------------------------|
0034 | TS FLAGS | TS HS_0 | TS HS_1 | 2681_1HS |
|-------------------------------------------------------------|
0038 | 552_0 HS | 552_1 HS | CONSOLE | GRAF TYP |
|-------------------------------------------------------------|
003C | GrafRes1 | GrafRes2 | |
|-------------------------------------------------------------|
0040 | MONITORPARAMETER (64 Byte) |
-------------------------|
007C | | LANTYPE | |
|------------------------------------------------- |
0080 | |
reserviert
1FFC | |
|-------------------------------------------------------------|
2000 | |
reserviert für TDSH
3FFC | |
|-------------------------------------------------------------|
4000 | |
| BETRIEBSSYSTEM-FEHLERPUFFER |
7FFC |_____________________________________________________________|
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Die Standardumgebungsvariablen
In diesem Abschnitt sind die Standardumgebungsvariablen des PROM-
Monitors und der SASH aufgelistet, wie sie vom Kommando printenv des
PROM-Monitors bzw. der SASH ausgegeben werden; dabei wird von einem
Kommandoaufruf ohne Parameter ausgegangen. Als "Standard" werden in
diesem Fall die Umgebungsvariablen bezeichnet, die beim Starten des
Systems von der Firmware (oder der SASH) definiert werden. Der Inhalt
dieser Umgebungsvariablen wird ausführlich im Abschnitt Inhalt des
nichtflüchtigen Speichers beschrieben.
Eine Ausnahme bildet hier die Umgebungsvariable etheraddr. Diese
Variable kann nicht geändert werden und ist im Ethernet-PROM Ihrer
CPU-Platine enthalten. Zu beachten ist außerdem, daß der Inhalt von
NVRAM nicht vollständig zur Betriebssystemumgebung gehört (so ist die
Prüfsumme von NVRAM beispielsweise nicht in der Umgebung enthalten).
Weitere Umgebungsvariablen werden im nächsten Abschnitt beschrieben.
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HINWEIS:
Die Umgebungsvariablen sind auf Ihrem Rechner mit hoher Wahrschein-
lichkeit anders als im nachfolgenden Beispiel definiert (d. h. der
Grafikkonfiguration, Einheitennummer der Festplatte usw. entspre-
chend).
sash: printenv
netaddr=141.29.51.12
etheraddr=00:00:e4:01:02:0d
lbaud=9600
rbaud=9600
bootfile=dkncr(0,0,10)sash
bootmode=c
console=1
consoledev=tty(0)
graficdev=none
tty(0)if=S1(108)/S2(105)/M5(109)
tty552(0)if=S1(108)/S2(105)/M5(109)
tty552(1)if=S1(108)/S2(105)/M5(109)
cpuid=0
resetepc=0xbfc013c4
resetra=0xbfc01378
version=2.0011
lantype=ethernet
TSbaud=2400
TSbit/char=8
TSparity=no
TSstopbits=1
TSif=S1(108)/S2(105)/S4(111)/M1(107)/M2(106)/M5(109)
TSflags=tse
Weitere Umgebungsvariablen
In diesem Abschnitt werden weitere Umgebungsvariablen beschrieben,
also Umgebungsvariablen, die nicht beim Starten des Systems von der
Firmware oder der SASH definiert werden.
path Die Variable path erhöht die Flexibilität und reduziert
die Fehlerwahrscheinlichkeit bei der Eingabe von Dateina-
men. Jedes Kommando, bei dem ein oder mehrere Dateinamen
als Parameter angegeben wurden, sucht zunächst nach
der/den angegebenen Datei(en). Wenn die Datei gefunden
werden kann, wird sie durch das Kommando verarbeitet.
Andernfalls wird dem Dateinamen die Definition von $PATH
vorangestellt; dann wird erneut überprüft, ob die betref-
fende Datei gefunden werden kann oder nicht.
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debug Wenn diese Variable auf einen bestimmten Wert gesetzt ist,
werden Diagnosemeldungen über verschiedene Funktionen und
Kommandos während der Ausführung angezeigt. Damit derar-
tige Diagnosemeldungen angezeigt werden, muß der PROM-Mo-
nitor bzw. die SASH mit gesetztem Compiler-Flag XPRDEBUG
übersetzt worden sein.
debug kann einen der folgenden Werte annehmen:
______________________________________________________________
| Wert | Beschreibung |
|_______|_____________________________________________________|
| 0x0001| Serielles Leitungsprotokoll |
| 0x0002| Remote-Fehlersuch-Protokoll |
| 0x0004| oob-Meldung (out-of-band) beim Booten über Ethernet|
| 0x0008| Protokoll vom Booten über Ethernet |
| 0x0010| LANCOP-Treiber (Local Area Network Coprocessor) |
| 0x0020| SCSI-Treiber |
| 0x0040| Speicherbezogene Ereignisse |
| 0x0080| tod (time-of-day): Uhrzeitbezogene Ereignisse |
| 0x0100| sload (serial load): Objektdateien laden |
| 0x0200| Wird derzeit nicht benutzt |
| 0x0400| Diskettentreiber (nur SASH) |
| 0x0800| TAR-Dateisystemtreiber (nur SASH) |
|_______|_____________________________________________________|
Die oben aufgeführten Flags können beliebig miteinander
kombiniert werden.
Zusätzliche Variablen
Der Benutzer kann seine eigenen Variablen erstellen; alle
vorhandenen Variablen werden als Umgebung an Standalone-
Programme weitergeleitet, die vom PROM-Monitor oder von
der SASH aufgerufen werden. Die Anzahl der Umgebungsvaria-
blen ist nur durch die Größe der Umgebung eingeschränkt.
SIEHE AUCH
nvram(8), prom(8), sash(8).
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