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⇒ setsockopt.xs(3N-xs) — Reliant UNIX 5.44c4

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setsockopt(3N-xs)             (X/OPEN SOCKETS)            setsockopt(3N-xs)

NAME
     setsockopt - Die Socket-Optionen setzen

SYNTAX
     cc [flag ...] file ... -lxnet [library ...]

     #include <sys/socket.h>

     int setsockopt(int socket, int level, int optionname, const void
                    *optionvalue, sizet optionlen);

BESCHREIBUNG
     Die Funktion setsockopt setzt die durch das Argument optionname ange-
     gebene Option (auf Protokollebene angegeben durch das Argument level)
     für den Socket, der dem im Argument socket angegebenen Dateideskriptor
     zugeordnet ist, auf den Wert, auf den das Argument optionvalue zeigt.

     Das Argument level gibt die Protokollebene für die Option an. Zum Set-
     zen von Optionen auf Socket-Ebene muß für das Argument level SOLSOCKET
     angegeben werden. Zum Setzen von Optionen auf anderen Ebenen muß die
     entsprechende Protokollnummer für das Protokoll angegeben werden, das
     die Option steuert. Soll beispielsweise angegeben werden, daß eine
     Option vom TCP (Transport Control Protocol) interpretiert wird, muß
     level auf die Protokollnummer des TCP gesetzt werden. Diese kann dem
     Header <netinet/in.h> entnommen oder über getprotobyname ermittelt wer-
     den.

     Das Argument optionname gibt eine einzelne zu setzende Option an.
     Dieses Argument sowie alle angegebenen Optionen werden uninterpretiert
     an das für die Interpretation zuständige Protokollmodul weitergelei-
     tet. Der Header <sys/socket.h> definiert die Optionen der Socket-
     Ebene. Diese Optionen können aktiviert und deaktiviert werden. Die
     Optionen sind:

     SODEBUG        Aktiviert das Aufzeichnen von Testdaten. Diese Option
                     aktiviert bzw. deaktiviert die Testhilfe in den
                     zugrundeliegenden Protokollmodulen. Für die Option ist
                     ein ganzzahliger Wert (int) erforderlich.

     SOBROADCAST    Läßt das Senden von Broadcast-Meldungen zu, sofern
                     dies vom Protokoll unterstützt wird. Für die Option
                     ist ein ganzzahliger Wert (int) erforderlich.

     SOREUSEADDR    Gibt an, daß die Regeln für die Gültigkeitsprüfung der
                     für bind angegebenen Adressen die Wiederverwendung
                     lokaler Adressen zulassen sollen, sofern dies vom Pro-
                     tokoll unterstützt wird. Für die Option ist ein ganz-
                     zahliger Wert (int) erforderlich.







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setsockopt(3N-xs)             (X/OPEN SOCKETS)            setsockopt(3N-xs)

     SOKEEPALIVE    Läßt Verbindungen aktiv, indem Meldungen in regelmäßi-
                     gen Abständen übertragen werden, sofern dies vom Pro-
                     tokoll unterstützt wird. Für die Option ist ein ganz-
                     zahliger Wert (int) erforderlich.

                     Wenn der verbundene Socket auf diese Meldungen nicht
                     antwortet, wird die Verbindung abgebrochen und Pro-
                     zesse, die auf diesen Socket schreiben, werden durch
                     ein Signal SIGPIPE benachrichtigt.

     SOLINGER       Wartet bei der Ausgabe von close, wenn noch Daten vor-
                     handen sind. Diese Option steuert die Maßnahmen, die
                     auszuführen sind, wenn noch nicht gesendete Meldungen
                     in der Warteschlange eines Socket stehen, und close
                     durchgeführt wird. Wenn SOLINGER gesetzt ist, blok-
                     kiert das System den Prozeß während close so lange,
                     bis es die Daten übertragen kann oder bis die verfüg-
                     bare Zeit abgelaufen ist. Wenn SOLINGER nicht angege-
                     ben ist und close ausgegeben wird, verarbeitet das
                     System den Aufruf so, daß der Prozeß so schnell wie
                     möglich fortgesetzt werden kann. Für diese Option ist
                     eine linger-Struktur erforderlich, wie im Header
                     <sys/socket.h> definiert, um den Status der Option und
                     das linger-Intervall anzugeben.

     SOOOBINLINE    Beläßt empfangene Out-of-Band-Daten (als dringend mar-
                     kierte Daten) im normalen Datenstrom. Für diese Option
                     ist ein ganzzahliger Wert (int) erforderlich.

     SOSNDBUF       Setzt die Größe des Sendepuffers. Für diese Option ist
                     ein ganzzahliger Wert (int) erforderlich.

     SORCVBUF       Setzt die Größe des Empfangspuffers. Für diese Option
                     ist ein ganzzahliger Wert (int) erforderlich.

     Bei booleschen Optionen gibt 0 die Deaktivierung und 1 die Aktivierung
     an.

     Optionen auf anderen Protokollebenen weichen hinsichtlich Format und
     Name voneinander ab.

RÜCKGABEWERT
     Bei erfolgreicher Ausführung gibt setsockopt 0 zurück. Andernfalls
     wird -1 zurückgegeben und errno gesetzt, um den Fehler anzuzeigen.

FEHLER
     Die Funktion setsockopt schlägt fehl, wenn eine der folgenden Bedin-
     gungen zutrifft:

     EBADF           Das Argument socket ist kein gültiger Dateideskriptor.




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setsockopt(3N-xs)             (X/OPEN SOCKETS)            setsockopt(3N-xs)

     EINVAL          Die angegebene Option ist auf der angegebenen Socket-
                     Ebene nicht gültig, oder der Socket wurde geschlossen.

     ENOPROTOOPT     Die Option wird vom Protokoll nicht unterstützt.

     ENOTSOCK        Das Argument socket verweist nicht auf einen Socket.

     Die Funktion setsockopt kann fehlschlagen, wenn eine der folgenden
     Bedingungen zutrifft:

     ENOMEM          Der verfügbare Speicher reicht für die Ausführung der
                     Operation nicht aus.

     ENOBUFS         Die im System verfügbaren Ressourcen reichen für die
                     Ausführung des Aufrufs nicht aus.

     ENOSR           Die verfügbaren STREAMS-Ressourcen reichen für die
                     Ausführung der Operation nicht aus.

ANWENDUNGSZWECK
     Die Funktion setsockopt stellt ein Anwendungsprogramm zur Verfügung,
     mit dem das Socket-Verhalten gesteuert werden kann. Ein Anwendungspro-
     gramm kann setsockopt verwenden, um Pufferplatz zuzuordnen, Zeitlimits
     zu steuern oder das Broadcasting von Socket-Daten zu ermöglichen. Der
     Header <sys/socket.h> definiert die für setsockopt verfügbaren Optio-
     nen der Socket-Ebene.

     Optionen können auf mehreren Protokollebenen vorliegen. Die SO-Optio-
     nen gehören stets zur höchsten Socket-Ebene.

SIEHE AUCH
     bind(3N-xs), getprotoent(3N-xs), getsockopt(3N-xs), socket(3N-xs),
     ip(7).





















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