ssignal(3C) ssignal(3C)
NAME
ssignal, gsignal - Softwaresignale
SYNTAX
#include <signal.h>
int (*ssignal(int sig, int (*action) (int))) (int);
int gsignal(int sig);
BESCHREIBUNG
ssignal() und gsignal() bieten softwarespezifische Möglichkeiten, die
ähnlich denen von signal(2) sind.
Die zur Verfügung gestellten Softwaresignale werden über ganze Zahlen
von 1 bis 17 (inklusive) angesprochen. Ein Aufruf von ssignal() ordnet
dem Softwaresignal sig eine Prozedur action zu. sig, wird durch einen
Aufruf von gsignal() erzeugt. Es bewirkt, daß die für das betreffende
Signal eingerichtete Aktion ausgeführt wird.
Das erste Argument für ssignal() ist eine Zahl, mit der der Signaltyp
bezeichnet wird, für den eine Maßnahme eingerichtet wird. Das zweite
Argument definiert die Maßnahme; es ist entweder der Name einer (vom
Benutzer definierten) Funktion action oder eine der vordefinierten
Konstanten SIGDFL (Standard) oder SIGIGN (Ignorieren). ssignal()
gibt die Maßnahme zurück, die vorher für diesen Signaltyp festgelegt
wurde; wenn keine Maßnahme eingerichtet wurde oder die Signalnummer
unzulässig ist, gibt ssignal() SIGDFL zurück.
gsignal() löst das Signal aus, das durch das Argument sig angegeben
wird:
- Wenn eine Aktion für sig eingerichtet wurde, wird diese auf SIGDFL
zurückgesetzt und die Aktion mit dem Argument sig aufgerufen. gsig-
nal() gibt den Wert zurück, der von der Aktion zurückgegeben wurde.
- Wenn die Aktion für sig SIGIGN ist, gibt gsignal() den Wert 1
zurück und führt keine weiteren Maßnahmen mehr aus.
- Wenn die Aktion für sig SIGDFL ist, gibt gsignal() den Wert 0
zurück und führt keine weiteren Maßnahmen mehr aus.
- Wenn sig einen unzulässigen Wert aufweist oder keine Maßnahmen für
sig angegeben worden sind, gibt gsignal() den Wert 0 zurück und
führt keine weiteren Maßnahmen mehr aus.
SIEHE AUCH
signal(2), sigset(2), raise(3C).
Seite 1 Reliant UNIX 5.44 Gedruckt 11/98