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vtlmgr(1M)                      (Nur RM400)                      vtlmgr(1M)

NAME
     vtlmgr - Virtuelle Terminals überwachen und öffnen

SYNTAX
     vtlmgr [-k]

BESCHREIBUNG
     Wenn Sie das Kommando vtlmgr aufrufen (dies geschieht normalerweise
     aus Ihrer .profile-Datei heraus), läuft es automatisch im Hintergrund
     ab und stellt fest, ob bei /dev/vtmon Signale vom Tastatur-/Anzeige-
     treiber eingehen, daß neue virtuelle Terminals geöffnet werden sollen.

     Die Option -k sendet ein SIGHUP-Signal an alle offenen virtuellen Ter-
     minals, wenn Sie sich abmelden (durch Eingabe von <CTRL-D> an Ihrem
     virtuellen HOME-Terminal). Hierdurch werden gegebenenfalls vorhandene
     virtuelle Terminals automatisch geschlossen. Bei virtuellen Terminals,
     die nicht automatisch geschlossen werden können, werden Sie gefragt,
     ob Sie sie manuell schließen wollen.

     Nachdem Sie vtlmgr ausgeführt haben, öffnen Sie neue virtuelle Termi-
     nals und wechseln zwischen diesen hin und her durch Eingabe einer
     "Hotkey"-Folge, genauer gesagt:

          ALT - SYS-REQ  key

     Hierbei ist key entweder eine Funktionstaste, deren Nummer der Nummer
     des virtuellen Terminals entspricht, zu dem gewechselt werden soll.
     Zum Beispiel wechseln Sie durch Drücken von F1 zum virtuellen Terminal
     01 (/dev/vt01), durch Drücken von F2 zum virtuellen Terminal 02
     (/dev/vt02) usw. key kann aber auch einer der Buchstaben aus der fol-
     genden Tabelle sein:
     ___________________________________________________________
    | key   Interpretation                                     |
    |__________________________________________________________|
    |  h    virtuelles HOME-Terminal (/dev/vt00)               |
    |  n    nächstes virtuelles Terminal                       |
    |  p    vorhergehendes virtuelles Terminal                 |
    |  f    erzwingt einen Wechsel zu einem virtuellen Terminal|
    |__________________________________________________________|

     Sie sollten die Taste f nur dann verwenden, wenn das aktuelle virtu-
     elle Terminal im wesentlichen gesperrt ist oder im Grafikmodus
     "hängt". Dies veranlaßt, daß das virtuelle Terminal in einen vernünf-
     tigen Textzustand zurückgesetzt wird und alle Prozesse, die mit diesem
     virtuellen Terminal in Verbindung gebracht werden, abgebrochen werden.

     Bei Eingabe der "Hotkey"-Sequenz, wird das ausführbare Programm, auf
     das die Variable $SHELL zeigt, auf dem neuen virtuellen Terminal aus-
     geführt. Hat $SHELL den Wert NULL oder zeigt es auf ein Programm, das
     nicht ausgeführt werden kann, so wird /bin/sh ausgeführt. Das neu
     geöffnete virtuelle Terminal erhält die Umgebung, die beim Aufruf des
     Kommandos vtlmgr in Kraft war.



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vtlmgr(1M)                      (Nur RM400)                      vtlmgr(1M)

     Sie können jedes einzelne neue virtuelle Terminal durch die Datei
     .vtlrc hochfahren, nachdem es von vtlmgr erzeugt wurde. Diese Datei
     sollte sich in Ihrem HOME-Dateiverzeichnis befinden. Sie enthält ein
     Shell-Skript, das von /bin/sh aufgerufen wird, bevor der Shell-Prompt
     angezeigt wird. Dadurch ist es ähnlich wie Ihre .profile-Datei. Aller-
     dings dürfen Sie für das virtuelle Terminal keine Umgebungsvariablen
     einstellen und in die Shell exportieren, da eine andere Shell das
     Shell-Skript .vtlrc ausführt.

     Der Systemverwalter kann steuern, wieviele virtuelle Terminals verfüg-
     bar sein dürfen, indem er einen Parameter in der Datei
     /etc/default/workstations einstellt. Die virtuellen Terminals 0-8 wer-
     den standardmäßig konfiguriert. Die Standard-Tastaturabbildung stellt
     bis zu 13 virtuelle Terminals zur Verfügung (d. h. weitere vier virtu-
     elle Terminals können einfach innerhalb der Standardeinstellungen
     definiert werden). Die standardmäßig eingestellten virtuellen Termi-
     nals sind das HOME-Terminal und ein Terminal pro Funktionstaste. Eine
     Anwendung kann zwei weitere virtuelle Terminals für den Endbenutzer
     verfügbar machen (indem sie die Tastatur-Abbildung neu programmiert)
     oder kann die letzten beiden virtuellen Terminals für die Benutzung
     durch das Programm reservieren. Insgesamt werden hierdurch also 15
     virtuelle Terminals zur Verfügung gestellt.

     Beachten Sie, daß Prozesse, die nicht mehr sichtbar sind, immer noch
     weiterlaufen können. Die Standardausgabe wird an den Bildschirm des
     aktuellen virtuellen Terminals geleitet. Sie können beispielsweise ein
     cat-Kommando auf einem virtuellen Terminal absetzen, dann zu einem
     anderen virtuellen Terminal wechseln, um eine Anwendung zu starten,
     und dann zu einem dritten wechseln, um etwas zu editieren. Die Ausgabe
     des Kommandos cat geht verloren, wenn das virtuelle Terminal die Daten
     vom Bildschirm scrollt, es sei denn, Sie haben die Ausgabe gleich in
     eine Datei umgeleitet.

DIAGNOSE
     Beim Kommando vtlmgr treten unter den folgenden Bedingungen Fehler
     auf:

     -  Es ist eine ungültige Option angegeben.

     -  Das Gerät kann nicht geöffnet werden.

     -  Das Kommando wurde von einem Remote-Terminal aufgerufen.

     -  /dev/vtmon kann nicht geöffnet werden.

     -  $SHELL ist gesetzt, aber kann nicht ausgeführt werden.

     -  $SHELL ist nicht gesetzt, und /bin/sh kann nicht aufgerufen werden.

SIEHE AUCH
     vtgetty(1M), keyboard(7).



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