ups(1M) (Nur RM400) ups(1M)
NAME
ups - Unterbrechungsfreie Stromversorgung (uninterruptible power sup-
ply) steuern
SYNTAX
ups [-d]
BESCHREIBUNG
Wenn ein System mit UPS (Uninterruptible Power Supply/Unterbrechungs-
freie Stromversorgung) gesichert ist, kann mit dem Kommando ups (Auf-
ruf ohne Parameter) das Systemverhalten bei einem Stromausfall festge-
legt werden. Die Parametereingabe erfolgt interaktiv:
1. "Time from line fail until start of shutdown procedure (in seconds)"
Fällt während des Betriebs das Netz aus und kehrt es nicht inner-
halb der eingegebenen Verzögerung zurück, wird der Rechnerbetrieb
ordnungsgemäß beendet.
Standardmäßig eingestellte Verzögerung: 20 Sekunden
2. "Time to wait until battery is loaded (in minutes)"
Nach einem Netzausfall kann der Akku einer Batterie vollständig
entladen werden. Um die Batterie wieder aufzuladen, wird nach einer
Netzwiederkehr in der Betriebsart "safe boot" (vgl. Punkt 4) die
eingegebene Zeitspanne gewartet.
Standardmäßig eingestellte Zeitspanne: 120 Minuten
3. "Shutdown behaviour (0 = normal shutdown, 1 = immediate shutdown)"
Bei einem "normal shutdown" werden durch Start der Shellprozedur
/etc/usr.shutdown die dort eingetragenen Benutzer-Anwendungen
gestoppt. Anschließend wird geprüft, ob der Grund für einen Shut-
down noch gegeben ist. Falls nicht, wird das Betriebssystem nicht
beendet. Andernfalls wird mit dem Shellskript /sbin/shutdown der
Rechnerbetrieb ordnungsgemäß beendet. Bei Wahl des "immediate shut-
downs" wird der Rechnerbetrieb durch Aufruf des Kommandos
/sbin/uadmin 2 0 beendet.
Standardmäßige Einstellung: 0 = normal shutdown
4. "Boot behaviour (0 = safe boot, 1 = temporary unsafe boot)"
Mit dieser Eingabe wird die Betriebsart für den Boot-Vorgang nach
einem Netzausfall eingestellt. Bei der Eingabe 0 erfolgt ein "safe
boot", d. h. nach Netzwiederkehr wartet das System beim Hochfahren
solange, bis die Akkus wieder ausreichend aufgeladen sind. Die
Zeitspanne wird durch die Eingabe unter Punkt 2 (siehe oben) ange-
geben. Erst nach dieser Zeit ist ein Mehrbenutzerbetrieb möglich.
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ups(1M) (Nur RM400) ups(1M)
Bei der Eingabe 1 erfolgt ein "temporary unsafe boot", d. h. das
System startet sofort den Mehrbenutzerbetrieb.
Standardmäßige Einstellung: 1 = temporary unsafe boot
5. "Quit"
Das ups-Kommando wird beendet, und die eingestellten Werte werden
aktiviert.
Das Kommando ups mit der Option -d aktiviert den ups-Dämon. Treten
Störungen mit der Stromversorgung auf, leitet der ups-Dämon einen
Shutdown ein. Der ups-Dämon wird während des Hochfahrens von UNIX
gestartet.
HINWEISE
Das Kommando ups kann nur vom Systemverwalter ausgeführt werden.
Ein System kann nur alternativ durch BBU oder durch UPS gesichert wer-
den. Ein gleichzeitiger Betrieb ist nicht zulässig.
Die Summe der Wartezeit des Dämons und die Prozeßlaufzeiten der
Shutdown-Funktionen darf die maximale Überbrückungszeit der Batterien
nicht überschreiten. Ferner sollte eine Reserve für einen weiteren
Netzausfall berücksichtigt werden.
Die maximale Überbrückungszeit der Batterien ist bei UPS vom Typ
abhängig (siehe die mit UPS ausgelieferte Dokumentation).
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