smtpqer(1M) smtpqer(1M)
NAME
smtpqer - Nachrichten zur Auslieferung durch SMTP in eine Wartesch-
lange einreihen
SYNTAX
/usr/lib/mail/surrcmd/smtpqer [-nu] [-a toaddr] [-d domain]
[-H helohost] [-N] [-D]
sender host recip ...
BESCHREIBUNG
smtpqer reiht die Nachricht, die es aus der Standardeingabe liest, zur
Auslieferung durch smtp in eine Warteschlange ein. Der Host, an den
die Nachricht gesendet werden soll, ist in der nach to aufgeführten
Adresse angegeben.
smtpqer sollte normalerweise vom Kommando mail aufgerufen werden. Dies
geschieht durch den folgenden Eintrag in die Datei /etc/mail/mailsurr:
'.+' '([^!@]+)!(.+)' '< /usr/lib/mail/surrcmd/smtpqer %R \\1 \\2'
smtpqer überprüft den Hostnamen in der Zieladresse toaddr. Handelt es
sich um einen erreichbaren Host (d. h., wenn netdirgetbyname [siehe
netdir(3N)] ihn in mindestens einem TLI-Netzwerk finden kann), wird
die Nachricht in die Warteschlange eingereiht, und smtpqer wird mit
dem Rückkehrcode 0 beendet. (Dies bedeutet, die Nachricht wurde er-
folgreich in die Warteschlange eingereiht.) Andernfalls hat es den
Rückkehrcode 1, und die Meldung wird nicht in die Warteschlange einge-
reiht.
Meldungen, die in die Warteschlange eingereiht sind, werden in einer
Datei im SMTP-Verzeichnis für Warteschlangen (/var/spool/smtpq)
gespeichert.
Mit der Option -H wird der Name des Hosts angegeben, der in der SMTP
HELO-Meldung verwendet werden soll. Diese Option wird an das Programm
smtp übergeben.
Die Option -N ist standardmäßig in der Datei /etc/mail/mailsurr
gesetzt und bedeutet, daß keine MX-Ressourcensätze (MX = Mail Exchan-
ger) berücksichtigt werden. Die MX-Informationen werden durch den DNS
(Domain Name Service) geliefert. Mit einem MX-Ressourcensatz wird ein
Postverteiler angegeben, d. h. ein System, das Nachrichten an eine
Domäne oder bestimmte Rechner einer Domäne weiterleiten kann.
Mit der Option -D werden detaillierte Informationen über das mail-
Routing nach /var/spool/smtpq/log geschrieben.
Die Option -d wird zur Angabe des Bereichsnamens benutzt, der für
Ihren Host verwendet werden sollte. Diese Option wird an das Programm
smtp übergeben. Wird diese Option nicht verwendet, wurde aber in der
Konfigurationsdatei für Post mailcnfg ein Bereich angegeben, so wird
dieser Bereich benutzt.
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smtpqer(1M) smtpqer(1M)
Die Option -u verhindert, daß die Kopfzeilen von Nachrichten in
RFC822-Format umgewandelt werden. Diese Option wird an das Programm
smtp(1M) übergeben.
Mit der Option -a können Sie die Zieladresse toaddr angeben, die an
das Programm smtp übergeben wird. Mit der Option -n können Sie verhin-
dern, daß smtpqer einen smtpsched-Prozeß zum Ausliefern der Post star-
tet.
DATEIEN
/usr/bin/rmail
Ursprung der Post
/etc/hosts
Datenbasis der Remote-Hosts (für TCP/IP)
/etc/mail/mailcnfg
Konfigurationsdatei für Post
/etc/net/*/hosts
Datenbasis der Remote-Hosts (für andere TLI-Netzwerke)
/etc/mail/mailsurr
Steuerdatei, die die Regel zum Aufruf von smtpqer enthält
/usr/lib/mail/surrcmd/smtpsched
Programm zum Verarbeiten von Warteschlangen für Nachrichten
/usr/lib/mail/surrcmd/smtp
Programm, das eine Meldung an einen Remote-Host übergibt
/usr/lib/mail/surrcmd/tosmtp
Filter zum Konvertieren in das RFC822-Format
/var/spool/smtpq
Warteschlange für Nachrichten
SIEHE AUCH
rmail(1), smtp(1M), smtpsched(1M), netdir(3N).
RFC822 - Standard for the Format of ARPA Internet Text Messages.
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