share(1M) share(1M)
NAME
share - Bereitstellen lokaler NFS-Ressourcen
SYNTAX
share [-o spezifischeoptionen] [-d beschreibung] [pfadname]
BESCHREIBUNG
Das Kommando share stellt lokale NFS-Ressourcen zum Zugriff von fernen
Rechnern zur Verfügung.
Wird share ohne Argumente aufgerufen, so zeigt es alle bereitgestell-
ten NFS-Ressourcen an.
OPTIONEN
-o spezifischeoptionen
Als spezifische Optionen können die folgenden Optionen in einer
durch Kommata getrennten Liste angegeben werden:
rw Alle Clients haben Lese- und Schreibzugriff auf die bereit-
gestellte Ressource.
rw=client[:client]...
Nur die aufgelisteten Clients haben Lese- und Schreibzugriff
auf die bereitgestellte Ressource.
ro Alle Clients haben Nur-Lesezugriff auf die bereitgestellte
Ressource.
ro=client[:client]...
Nur die aufgelisteten Clients haben Nur-Lesezugriff auf die
bereitgestellte Ressource.
anon=uid
Die UID des Client-Systemverwalters wird auf dem Server für
jeden NFS-Auftrag auf uid gesetzt. Ist diese Option nicht
angegeben, wird die UID des Client-Systemverwalters auf dem
Server auf UIDNOBODY (60001) gesetzt. Wenn uid gleich -1
ist, wird jeder NFS-Auftrag des Client-Systemverwalters
abgelehnt.
root=host[:host]...
Die Systemverwalter der angegebenen Rechner erhalten für
ihre NFS-Aufträge auch auf dem Server Systemverwalterrechte.
async
Schreibaufträge von Clients, die die NFS-Protokollversion 2
benutzen, werden asynchron ausgeführt.
mknod
Clients dürfen auf dem Server Geräteknoten erzeugen.
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share(1M) share(1M)
Wenn keine spezifischen Optionen angegeben sind, erhalten alle
Clients Lese- und Schreibzugriff auf die bereitgestellte Res-
source.
-d beschreibung
Kommentar zur Beschreibung der bereitgestellten Ressource.
pfadname
Pfadname der bereitgestellten Ressource.
HINWEISE
Die Optionen ro und rw können nicht gleichzeitig angegeben werden.
Wenn derselbe Client-Name sowohl in einer ro=- als auch in einer rw=-
Liste vorkommt, erhält der Client Lese- und Schreibzugriff auf die
Ressource. Ist sowohl eine ro=- als auch eine root=-Liste angegeben,
erhält jeder Client der root=-Liste Nur-Lesezugriff, unabhängig davon,
ob er in der ro=-Liste aufgeführt ist oder nicht, es sei denn, die
Ressource wird explizit mit rw bereitgestellt, oder der Client
erscheint in einer -rw=-Liste.
Beispiel:
share -oro=hasta,root=hostb /var
gewährt hostb Nur-Lesezugriff auf die Ressource /var, während
share -oro=hosta,rw=hostb,root=hostb /var
hostb Lese- und Schreibzugriff auf /var gibt.
Zur Vereinfachung ist das Kommando share nur an dieser Stelle dokumen-
tiert, obwohl es im Betriebssystem in zwei Ausprägungen vorhanden ist:
Als Kommando des DFS (generische Schicht von Kommandos zu verteilten
Dateisystemen) und als NFS-Kommando. NFS ist aber das einzige in Reli-
ant UNIX vorhandene verteilte Dateisystem.
Beim Aufruf von share wird aus Kompatibilitätsgründen dennoch zunächst
das DFS-Kommando share ausgeführt, das seinerseits das hier beschrie-
bene NFS-Kommando share ausführt. Das DFS-Kommando share versteht
zusätzlich die Option -F fstyp. Für fstyp kann aber nur nfs angegeben
werden.
DATEIEN
/etc/dfs/sharetab
SIEHE AUCH
unshare(1M).
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