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⇒ rdist(1M) — Reliant UNIX 5.44c4

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rdist(1M)                                                         rdist(1M)

NAME
     rdist - Client-Programm zur Verteilung von Dateien

SYNTAX
     /usr/ucb/rdist [-DFn] [-A num] [-a num] [-d var=value]
                    [-l locallogopts] [-L remotelogopts] [-f distfile]
                    [-M maxproc] [-m host] [-o distopts] [-t timeout]
                    [-p rdistd-path] [-P rsh-path] [name ...]

     /usr/ucb/rdist -DFn -c name ... [login@]host[:dest]

     /usr/ucb/rdist -Server

     /usr/ucb/rdist -V

BESCHREIBUNG
     rdist ist ein Programm zur Verwaltung identischer Kopien von Dateien,
     die auf mehrere Hosts verteilt sind. Es speichert, wenn möglich, den
     Eigentümer, die Gruppe, den Modus und die Änderungszeit (mtime) von
     Dateien und kann ausgeführte Programme aktualisieren. rdist liest Kom-
     mandos aus distfile für die Aktualisierung von Dateien und/oder Ver-
     zeichnissen. Wenn distfile gleich "-" ist, wird die Standardeingabe
     verwendet. Wenn die Option -f nicht angegeben ist, sucht das Programm
     zuerst nach distfile und dann nach Distfile, um diese Datei als Ein-
     gabe zu verwenden. Wenn in der Kommandozeile keine Namen angegeben
     werden, aktualisiert rdist alle Dateien und Verzeichnisse, die in
     distfile aufgeführt sind. Andernfalls wird das Argument als Name einer
     zu aktualisierenden Datei oder als Label eines auszuführenden Komman-
     dos interpretiert. Bei einem Konflikt zwischen Label und Dateiname
     wird von einem Label ausgegangen. Label und Dateinamen können zusammen
     verwendet werden, um bestimmte Dateien mit bestimmten Kommandos zu
     aktualisieren.

     Die Option -c erzwingt, daß rdist die restlichen Argumente als eine
     kurze distfile interpretiert. Die entsprechende distfile hierzu ist:

          ( name ... ) -> [login@]host
                 install [dest] ;

     Die Option -Server wird erkannt und bietet teilweise Abwärtskompatibi-
     lität zu älteren Versionen von rdist, die diese Option verwendet
     haben, um rdist in den Server-Modus zu setzen. Wenn rdist mit -Server
     als Kommandozeilenoption gestartet wird, wird versucht, die alte Ver-
     sion von rdist auszuführen (über exec). Diese Option funktioniert nur,
     wenn die alte Version von rdist unter /usr/ucb/oldrdist während der
     Ausführungszeit verfügbar ist.

     rdist verwendet das Kommando rsh(1) (Remote Shell), um auf die einzel-
     nen Zielhosts zuzugreifen. Wenn als Zielhost die Zeichenkette localhost
     angegeben ist und der Name des fernen Benutzers mit dem des lokalen
     Benutzers übereinstimmt, führt rdist das folgende Kommando aus:




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rdist(1M)                                                         rdist(1M)

          /bin/sh -c rdistd -S

     Andernfalls führt rdist das Kommando

          rsh host -l remuser rdistd -S

     aus. Hierbei ist host der Name des Zielhosts, remuser ist der Name des
     Benutzers, der die Verbindung herstellt, und rdistd(8) ist das
     Server-Kommando rdist auf dem Zielhost, wie unten gezeigt.

     rdist versucht, das folgende Kommando auf jedem Zielhost auszuführen:

          rdistd -S

     oder

          rdistdpath -S

     falls die Option -p angegeben wurde. Wenn die Option -p nicht angege-
     ben wird, oder wenn es sich bei rdistdpath um einen einfachen Datei-
     namen handelt, müssen rdistd oder rdistdpath irgendwo im Pfad $PATH
     des Benutzers angegeben sein, der rdist auf dem fernen (Ziel-)Host
     ausführt.

OPTIONEN
     -A num
          Die Mindestanzahl freier Dateien (I-Nodes) auf einem Dateisystem
          angeben, die vorliegen müssen, damit rdist eine Datei aktualisie-
          ren oder installieren kann.

     -a num
          Die Mindestmenge an freiem Speicherplatze (in Bytes) auf einem
          Dateisystem angeben, die vorhanden sein muß, damit rdist eine
          Datei aktualisieren oder installieren kann.

     -D   Eine Reihe von Debug-Meldungen aktivieren.

     -d var=value
          Die Variable var wird so definiert, daß sie den Wert value
          annimmt. Mit dieser Option werden Variablen definiert oder Varia-
          blendefinitionen in der distfile überschrieben. value kann eine
          leere Zeichenkette, ein Name oder eine Liste mit Namen sein, die
          in Klammern stehen und durch Tabulator- und/oder Leerzeichen
          getrennt sind.

     -F   Keine rdist-Sohnprozesse erzeugen. Alle Clients werden nacheinan-
          der aktualisiert.

     -f distfile
          Den Namen der zu verwendenden Verteilerdatei auf distfile setzen.
          Wird für distfile ein "-" angegeben, soll von der Standardeingabe
          gelesen werden.


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rdist(1M)                                                         rdist(1M)

     -l logopts
          Lokale Protokolloptionen setzen. Näheres zur Syntax von logopts
          finden Sie im Abschnitt PROTOKOLLIERUNG VON MELDUNGEN.

     -L logopts
          Ferne Protokolloptionen setzen. Für logopts gilt das gleiche wie
          bei der lokalen Protokollierung, nur daß hier die Werte an den
          fernen Server (rdistd) weitergegeben werden. Näheres zur Syntax
          von logopts finden Sie im Abschnitt PROTOKOLLIERUNG VON MELDUN-
          GEN.

     -M num
          Die maximale Anzahl gleichzeitig ausgeführter rdist-Sohnprozesse
          auf num setzen. Die Voreinstellung ist 4.

     -m machine
          Die Aktualisierung auf bestimmte Rechner begrenzen. Mehrere Argu-
          mente -m können angegeben werden, um die Aktualisierungen auf
          eine Untermenge der in distfile aufgeführten Hosts zu begrenzen.

     -n   Die Kommandos ausgeben, ohne sie auszuführen. Diese Option bietet
          sich zum Debugging der Datei distfile an.

     -o distopts
          Die zu aktivierenden Optionen für die Verteilung angeben.
          distopts ist eine Liste der im folgenden aufgeführten Optionen,
          die durch Kommas getrennt sind. Gültige Werte für distopts sind:

          verify
               Prüfen, ob die Dateien auf allen Hosts auf dem neuesten
               Stand sind. Veraltete Dateien werden angezeigt, es werden
               jedoch weder Dateien geändert noch entsprechende Mail gesen-
               det.

          whole
               Whole-Modus. Der vollständige Dateiname wird an den Namen
               des Zielverzeichnisses angehängt. Normalerweise wird beim
               Umbenennen von Dateien nur die letzte Komponente eines
               Namens verwendet. Hierdurch bleibt die Verzeichnisstruktur
               der kopierten Dateien erhalten und wird nicht geglättet. Bei
               Verteilung einer Dateiliste mit rdist wie /path/dir1/f1 und
               /path/dir2/f2 nach /tmp/dir würden beispielsweise die
               Dateien /tmp/dir/path/dir1/f1 und /tmp/dir/path/dir2/f2
               anstelle von /tmp/dir/dir1/f1 und /tmp/dir/dir2/f2 erstellt.

          noexec
               Ausführbare Dateien im Format a.out(4) werden automatisch
               von der Überprüfung oder Aktualisierung ausgenommen.






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rdist(1M)                                                         rdist(1M)

          younger
               Younger-Modus. Dateien werden normalerweise aktualisiert,
               wenn mtime und size [siehe stat(2)] nicht zueinander passen.
               Bei dieser Option führt rdist keine Aktualisierung der
               Dateien durch, die aktueller als die Master-Kopie sind.
               Hiermit kann verhindert werden, daß neuere Kopien auf ande-
               ren Hosts ersetzt werden. Für Dateien, die neuer als die
               Master-Kopie sind, wird eine Warnmeldung ausgegeben.

          compare
               Binärvergleich. Einen Binärvergleich durchführen und die
               Dateien bei Unterschieden aktualisieren, anstatt Datumsanga-
               ben und Größen der Dateien zu vergleichen.

          follow
               Symbolische Links verfolgen. Kopiert nicht den Link selbst,
               sondern die Datei, auf die der Link verweist.

          ignlnks
               Nicht aufgelöste Links ignorieren. Normalerweise versucht
               rdist, die Link-Struktur der übertragenen Dateien aufrecht-
               zuerhalten und warnt den Benutzer, wenn nicht alle Links
               gefunden werden.

          chknfs
               In NFS-Dateisystemen gespeicherte Dateien auf dem Zielhost
               nicht überprüfen oder aktualisieren.

          chkreadonly
               Überprüfung auf dem Zielhost aktivieren, um festzustellen,
               ob eine Datei in einem schreibgeschützten Dateisystem
               gespeichert ist. Ist dies der Fall, wird nicht versucht, die
               entsprechende Datei zu überprüfen oder zu aktualisieren.

          chksym
               Wenn das Ziel zwar auf dem fernen Host, nicht jedoch auf dem
               Master-Host ein symbolischer Link ist, bleibt das ferne Ziel
               ein symbolischer Link. Dieses Verhalten wird im allgemeinen
               als Fehler in der Originalversion von rdist angesehen, ist
               jedoch beabsichtigt, um Kompatibilität mit älteren Versionen
               zu gewährleisten.

          quiet
               Quiet-Modus. Dateien, die geändert werden, werden normaler-
               weise auf die Standardausgabe geschrieben. Mit dieser Option
               wird dies unterdrückt.








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rdist(1M)                                                         rdist(1M)

          remove
               Nicht zugehörige Dateien entfernen. Bei der Aktualisierung
               eines Verzeichnisses werden Dateien, die auf dem fernen
               Host, jedoch nicht im Master-Verzeichnis vorliegen, ent-
               fernt. Diese Option bietet sich an, wenn identische Ver-
               zeichniskopien geführt werden sollen.

          nochkowner
               Das Benutzereigentumsrecht bereits vorhandener Dateien nicht
               überprüfen. Der Dateieigentümer wird nur gesetzt, wenn die
               Datei aktualisiert wird.

          nochkgroup
               Das Gruppeneigentumsrecht bereits vorhandener Dateien nicht
               überprüfen. Der Dateieigentümer wird nur gesetzt, wenn die
               Datei aktualisiert wird.

          nochkmode
               Die Berechtigungsmodi von Datei und Verzeichnis nicht über-
               prüfen. Der Berechtigungsmodus wird nur gesetzt, wenn die
               Datei aktualisiert wird.

          nodescend
               Nicht in ein Verzeichnis absteigen. Normalerweise überprüft
               rdist die Verzeichnisse rekursiv. Wird diese Option akti-
               viert, werden die in der Dateiliste der distfile aufgeführ-
               ten Dateien, bei denen es sich um Verzeichnisangaben han-
               delt, nicht rekursiv durchsucht. Nur Vorhandensein, Eigen-
               tumsrecht und Modus des Verzeichnisses werden geprüft.

          numchkgroup
               Die numerische Gruppen-ID (GID) verwenden, um das Gruppenei-
               gentumsrecht anstatt des Gruppennamens zu prüfen.

          numchkowner
               Die numerische Benutzer-ID (UID) verwenden, um das Benutzer-
               eigentumsrecht anstatt des Benutzernamens zu prüfen.

          savetargets
               Aktualisierte Dateien sichern, anstatt sie zu entfernen.
               Jede zu aktualisierende Zieldatei wird zuerst von file in
               file.OLD umbenannt.

          sparse
               Die Überprüfung von "dünnbesiedelten" (das heißt mit Nullen
               aufgefüllte) Dateien aktivieren. Typisch für diese Art von
               Dateien sind die von ndbm(3C) erstellten Dateien. Diese
               Option verursacht zusätzlichen Verarbeitungsaufwand und
               sollte daher nur für Ziele aktiviert werden, die aller Wahr-
               scheinlichkeit nach solche Dateien enthalten.




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rdist(1M)                                                         rdist(1M)

     -p rdistd-path
          Den Pfad angeben, in dem nach dem rdistd-Server auf dem Zielhost
          gesucht wird.

     -P rsh-path
          Den Pfad zum Kommando rsh(1) angeben. Der Pfad rsh-path kann auch
          eine Liste möglicher Pfadnamen sein, die durch einen Doppelpunkt
          getrennt sind. In diesem Fall wird die erste existierende Kompo-
          nente des Pfads verwendet, z. B. /usr/bin/rsh aus
          /usr/bin/rsh:/usr/bin/remsh.

     -t timeout
          Die Zeitdauer (in Sekunden) angeben, die auf Antworten vom fernen
          Server rdist gewartet wird. Die Voreinstellung ist 900 Sekunden.

     -V   Informationen zur Version ausgeben, und das Programm beenden.

PROTOKOLLIERUNG VON MELDUNGEN
     rdist verwendet eine Sammlung vordefinierter Meldungsfunktionen, die
     jeweils eine Liste von Meldungsarten enthalten, die angeben, welche
     Art von Meldungen an die jeweilige Funktion gesendet werden sollen.
     Der lokale Client (rdist) und der ferne Server (rdistd) unterhalten
     jeweils eine eigene Kopie, in der die Arten der zu protokollierenden
     Meldungen den einzelnen Funktionen zugeordnet sind.

     Die Option -l logopts von rdist teilt rdist mit, welche Protokollop-
     tionen lokal verwendet werden sollen. Die Option -L logopts von rdist
     teilt rdist mit, welche Protokolloptionen an den fernen Server rdistd
     weitergegeben werden sollen.

     Das Format von logopts muß wie folgt lauten:

          facility=types:facility=types ...

     Gültige Funktionsnamen sind:

     stdout  Meldungen auf der Standardausgabe protokollieren.

     file    In einer Datei protokollieren. Zur Angabe des Dateinamens das
             Format file=filename=types verwenden; zum Beispiel
             file=/tmp/rdist.log=all,debug.

     syslog  Die Funktion syslogd(1M) verwenden.

     notify  Die interne rdist-Funktion notify verwenden. Diese Funktion
             wird zusammen mit dem Schlüsselwort notify in einer distfile
             zur Angabe der Art von Meldungen verwendet, die an die Adresse
             notify gesendet werden sollen.






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rdist(1M)                                                         rdist(1M)

     types sollte eine durch Kommas getrennte Liste von Meldungsarten sein.
     Im Gegensatz zur Systemfunktion syslog(3C), bei der diese Liste in
     aufsteigender Reihenfolge angegeben werden muß, aktiviert hier jede
     angegebene Meldungsart die entsprechende Meldungsebene. Folgende Arten
     sind gültig:

     change  Komponenten, die sich ändern. Hierzu gehören Dateien, die in
             irgendeiner Weise installiert oder aktualisiert werden.

     info    Allgemeine Informationen.

     notice  Allgemeine Informationen zu sich ändernden Komponenten. Hierzu
             gehören Komponenten wie neu erstellte Verzeichnisse, die zur
             Installation eines bestimmten Ziels benötigt werden, aber in
             der distfile nicht explizit angegeben sind.

     nerror  Normale (keine schwerwiegenden) Fehler.

     ferror  Schwerwiegende Fehler.

     warning Warnungen zu Fehlern, die nicht so schwerwiegend sind wie Feh-
             lermeldungen des Typs nerror.

     debug   Debug-Informationen.

     all     Alle mit Ausnahme von Debug-Meldungen.

     Es folgt ein Beispiel einer Kommandozeilenoption:

          -l stdout=all:syslog=change,notice:file=/tmp/rdist.log=all

     Dieser Eintrag gibt an, daß bei der lokalen Protokollierung von Mel-
     dungen alle außer den Debug-Meldungen an die Standardausgabe gesendet
     werden sollen. Änderungsmeldungen und Benachrichtigungen werden an
     syslog(3C) gesendet, und alle Meldungen werden in die Datei
     /tmp/rdist.log geschrieben.

VERTEILERDATEIEN (DISTFILES)
     distfile enthält eine Folge von Einträgen, die die zu kopierenden
     Dateien, die Zielhosts und die jeweilige Operation zur Durchführung
     der Aktualisierung angeben. Jeder Eintrag hat eines der folgenden For-
     mate:

          variablename = namelist
          [label:] sourcelist -> destinationlist commandlist
          [label:] sourcelist :: timestampfile commandlist

     Das erste Format wird zum Definieren von Variablen verwendet. Das
     zweite Format dient zur Verteilung der Dateien auf andere Hosts. Das
     dritte Format wird zum Erstellen von Listen der Dateien verwendet, die
     sich seit einem bestimmten Datum geändert haben. sourcelist gibt eine
     Liste der Dateien und/oder Verzeichnisse auf dem lokalen Host an, die


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rdist(1M)                                                         rdist(1M)

     als Master-Kopie für die Verteilung dienen sollen. destinationlist
     ist die Liste der Hosts, auf die diese Dateien kopiert werden sollen.
     Jede Datei in der Quelliste sourcelist wird in eine Änderungsliste
     aufgenommen, wenn die Datei auf dem Host, der aktualisiert werden soll
     (zweites Format), veraltet ist, oder wenn die Datei neuer als die
     Zeitmarkendatei timestampfile (drittes Format) ist.

     Labels sind optional. Sie werden zur Kennzeichnung eines Kommandos für
     Teilaktualisierungen verwendet.

     Zeilenvorschub-, Tabulator- und Leerzeichen werden nur als Trennzei-
     chen verwendet und ansonsten ignoriert. Kommentare beginnen mit einem
     # und enden mit einem Zeilenvorschub.

     Variablen, die erweitert werden sollen, beginnen mit $ gefolgt von
     einem Zeichen oder einem Namen in geschweiften Klammern (siehe auch
     das Beispiel am Ende).

     Die Quell- und Ziellisten haben folgendes Format:

          name

     oder

          ( zeroormorenamesseparatedbywhite-space )

     Diese einfachen Listen können durch eine einzelne Operation: Vereini-
     gung, Differenz oder Durchschnittsmenge wie folgt geändert werden:

          Liste + Liste

     oder

          Liste - Liste

     oder

          Liste @ Liste

     Wenn weitere Änderungen erforderlich sind (zum Beispiel "Alle Server
     und Client-Rechner mit Ausnahme von OSF/1-Rechnern"), muß die Liste
     explizit in einzelnen Schritten unter Verwendung "temporärer" Varia-
     blen aufgebaut werden.

     Die Shell-Metazeichen [, ], {, }, * und ? werden (nur auf dem lokalen
     Host) auf gleiche Weise wie csh(1) erkannt und erweitert. Sie können
     mit einem Backslash als Escape-Zeichen verwendet werden. Das Zeichen ~
     wird ebenfalls auf dieselbe Weise wie csh erweitert, jedoch separat
     auf dem lokalen Host und dem Zielhost. Wenn die Option -o whole mit
     einem Dateinamen verwendet wird, der mit ~ beginnt, werden alle Anga-
     ben bis auf das Home-Verzeichnis an den Zielnamen angehängt. Dateina-
     men, die nicht mit / oder ~ beginnen, verwenden das Home-Verzeichnis


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rdist(1M)                                                         rdist(1M)

     des Zielbenutzers als das Root-Verzeichnis für den Rest des Dateina-
     mens.

     Die Kommandoliste enthält keine oder mehrere Kommandos im folgenden
     Format:

          install      options        optdestname ;
          notify       namelist      ;
          except       namelist      ;
          exceptpat   patternlist   ;
          special      namelist      string ;
          cmdspecial   namelist      string ;

     Das Kommando install wird zum Kopieren veralteter Dateien und/oder
     Verzeichnisse verwendet. Jede Quelldatei wird auf jeden Host in der
     Zielliste kopiert. Verzeichnisse werden rekursiv in gleicher Weise
     kopiert. optdestname ist ein optionaler Parameter zum Umbenennen von
     Dateien. Wenn kein Kommando install in der Kommandoliste enthalten ist
     oder der Zielname nicht angegeben wird, wird der Name der Quelldatei
     verwendet. Verzeichnisse im Pfadnamen werden neu erstellt, wenn sie
     auf dem fernen Host noch nicht vorliegen. options sind die Optionen -o
     distopts, wie weiter oben im Abschnitt OPTIONEN angegeben. Sie haben
     die gleiche Bedeutung wie die Optionen in der Kommandozeile, mit der
     Ausnahme, daß sie nur für die Dateien in der Quelliste gelten. Der auf
     dem Zielhost verwendete Anmeldename entspricht dem Anmeldenamen auf
     dem lokalen Host, sofern der Zielname nicht das Format login@host auf-
     weist.

     Das Kommando notify dient zum Senden der Liste der aktualisierten
     Dateien (sowie eventuell aufgetretener Fehler) an die aufgeführten
     Namen. Wenn kein @ im Name enthalten ist, wird der Name des Zielhosts
     an den Namen angehängt (zum Beispiel name1@host, name2@host, ...).

     Das Kommando except dient zum Aktualisieren aller Dateien in der Quell-
     liste, mit Ausnahme der in namelist angegebenen Dateien. Dieses Kom-
     mando wird normalerweise verwendet, um alles bis auf bestimmte Dateien
     in einem Verzeichnis zu kopieren.

     Das Kommando exceptpat gleicht dem Kommando except, nur daß hier
     patternlist eine Liste der regulären Ausdrücke ist. [Näheres hierzu
     finden Sie unter ed(1).] Wenn eines der Muster mit einer Zeichenkette
     innerhalb eines Dateinamens übereinstimmt, wird diese Datei ignoriert.
     Da "\" ein Maskierungszeichen ist, muß es doppelt angegeben werden, um
     Teil des regulären Ausdrucks zu werden. Variablen werden in
     patternlist zwar erweitert, nicht jedoch Shell-Dateimuster, die Zei-
     chen entsprechen. Soll ein $ aufgenommen werden, muß es mit dem
     Escape-Zeichen "\" versehen werden.







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rdist(1M)                                                         rdist(1M)

     Das Kommando special dient zur Angabe von sh(1)-Kommandos, die auf dem
     fernen Host ausgeführt werden sollen, nachdem die Datei in namelist
     aktualisiert oder installiert worden ist. Wird namelist nicht angege-
     ben, so werden die Shell-Kommandos für jede aktualisierte oder instal-
     lierte Datei ausgeführt. string beginnt und endet mit " und kann über
     mehrere Zeilen in distfile gehen. Mehrere Kommandos für die Shell müs-
     sen durch ein ; getrennt werden. Kommandos werden im Home-Verzeichnis
     des Benutzers auf dem Host ausgeführt, der aktualisiert werden soll.
     Mit dem Kommando special können private Datenbanken und Ähnliches nach
     der Aktualisierung eines Programms neu aufgebaut werden. Die folgenden
     Umgebungsvariablen werden für jedes Kommando special angegeben:

     FILE        Der vollständige Pfadname der lokalen Datei, die gerade
                 aktualisiert worden ist.

     REMFILE     Der vollständige Pfadname der fernen Datei, die gerade
                 aktualisiert worden ist.

     BASEFILE    Der Basisname der fernen Datei, die gerade aktualisiert
                 worden ist.

     Das Kommando cmdspecial gleicht dem Kommando special, mit der Aus-
     nahme, daß es erst ausgeführt wird, wenn das gesamte Kommando beendet
     ist, und nicht bereits nach der Aktualisierung jeweils einer Datei.
     Die Dateiliste wird in die Umgebungsvariable $FILES gestellt. Die ein-
     zelnen Dateinamen in $FILES werden jeweils durch einen ":" (Doppel-
     punkt) getrennt.

     Wenn der Name eines Hosts mit einem + (Pluszeichen) endet, wird das
     Pluszeichen entfernt, und NFS-Prüfungen werden deaktiviert. Dies ent-
     spricht der Deaktivierung der Option -o chknfs nur für diesen einen
     Host.

     Es folgt ein kurzes Beispiel.

          HOSTS = ( matisse root@arpa)

          FILES = ( /bin /lib /usr/bin /usr/games
                /usr/include/{*.h,{stand,sys,vax*,pascal,machine}/*.h}
                /usr/lib /usr/man/man? /usr/ucb /usr/local/rdist )

          EXLIB = ( Mail.rc aliases aliases.dir aliases.pag crontab dshrc
                sendmail.cf sendmail.fc sendmail.hf sendmail.st uucp vfont )

          ${FILES} -> ${HOSTS}
                install -oremove,chknfs ;
                except /usr/lib/${EXLIB} ;
                except /usr/games/lib ;
                special /usr/lib/sendmail "/usr/lib/sendmail -bz" ;





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rdist(1M)                                                         rdist(1M)

          srcs:
          /usr/src/bin -> arpa
                exceptpat ( \\.o\$ /SCCS\$ ) ;

          IMAGEN = (ips dviimp catdvi)

          imagen:
          /usr/local/${IMAGEN} -> arpa
                install /usr/local/lib ;
                notify ralph ;

          ${FILES} :: stamp.cory
                notify root@cory ;

HINWEISE
     Wenn der Basisname einer Datei (die letzte Komponente im Pfadnamen)
     ein "." ist, nimmt rdist an, daß der ferne (Ziel-)Name für ein Ver-
     zeichnis steht. /tmp/. bedeutet also, daß /tmp ein Verzeichnis auf dem
     fernen Host sein sollte.

     Folgende Option werden aus Gründen der Abwärtskompatibilität auch wei-
     terhin erkannt:

          -v, -N, -O, -q, -b, -r, -R, -s, -w, -y, -h, -i, -x.

     Quelldateien müssen sich auf dem lokalen Host befinden, auf dem rdist
     ausgeführt wird.

     Die Variablenerweiterung funktioniert nur für Namenslisten; eine all-
     gemeine Makrofunktion sollte vorhanden sein.

     rdist bricht bei einer Änderungszeit mtime, die vor dem 1. Januar 1970
     liegt, ab.

     Wenn eine Datei, auf die mit Hard Link verwiesen wird, im selben Ziel
     mehrmals aufgeführt ist, meldet rdist fehlende Links. In einem Ziel
     sollte nur ein Exemplar eines Links angegeben sein.

UMGEBUNGSVARIABLE
     TMPDIR
          Name des temporären Verzeichnisses, das verwendet werden soll.
          Die Voreinstellung ist /tmp.

DATEIEN
     distfile
          Eingabekommandodatei

     $TMPDIR/rdist*
          Temporäre Datei zur Listenaktualisierung

SIEHE AUCH
     csh(1), rsh(1), sh(1), stat(2), rdistd(8).


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