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montbl(1M)                                                       montbl(1M)

NAME
     montbl - Datenbasis für Währungen erstellen

SYNTAX
     montbl [-o outfile] infile

BESCHREIBUNG
     Die Eingabe für das Kommando montbl ist die Spezifikationsdatei
     infile, die die Formatkonventionen für Währungsangaben in einer
     bestimmten internationalen Umgebung beschreibt.

OPTIONEN
     -o outfile     Die Ausgabe wird in die Datei outfile geschrieben;
                    andernfalls wird sie in die Datei mit dem Namen
                    LCMONETARY geschrieben.

     Die Ausgabe von montbl kann von der Funktion localeconv() [siehe
     localeconv(3C)] verwendet werden. Die Funktion localeconv() kann die
     Datei outfile erst dann benutzen, wenn diese in dem Verzeichnis
     /usr/lib/locale/locale unter dem Namen LCMONETARY installiert wurde,
     und zwar entweder vom Systemverwalter oder einem Mitglied der Gruppe
     bin. locale ist die internationale Umgebung, deren Formatkonventionen
     für Währungsangaben in der Datei infile beschrieben sind. Der Benut-
     zer, die Gruppe und alle anderen Benutzer müssen Leseberechtigung für
     diese Datei haben. Es sollten keine anderen Zugriffsberechtigungen
     vergeben sein. Wollen Sie die Formatkonventionen für Währungsangaben
     verwenden, die in dieser Datei beschrieben sind, ändern Sie die inter-
     nationale Umgebung für die Kategorie LCMONETARY mit Hilfe von
     setlocale(3C) in locale um [siehe setlocale(3C)].

     Sobald diese Datei installiert ist, wird sie von localeconv() zur
     Initialisierung der währungsspezifischen Felder einer Struktur des
     Typs struct lconv verwendet. Sie finden eine Beschreibung der einzel-
     nen Felder dieser Struktur unter localeconv(3C).

     struct lconv
     {
       char *decimalpoint;      /* "." */
       char *thousandssep;      /* "" (Zeichenkette mit Laenge null) */
       char *grouping;           /* "" */
       char *intcurrsymbol;    /* "" */
       char *currencysymbol;    /* "" */
       char *mondecimalpoint;  /* "" */
       char *monthousandssep;  /* "" */
       char *mongrouping;       /* "" */
       char *positivesign;      /* "" */
       char *negativesign;      /* "" */
       char intfracdigits;     /* CHARMAX */
       char fracdigits;         /* CHARMAX */
       char pcsprecedes;       /* CHARMAX */
       char psepbyspace;      /* CHARMAX */
       char ncsprecedes;       /* CHARMAX */



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montbl(1M)                                                       montbl(1M)

       char nsepbyspace;      /* CHARMAX */
       char psignposn;         /* CHARMAX */
       char nsignposn;         /* CHARMAX */
     };

     Die Spezifikationsdatei gibt den Wert jeder einzelnen Komponente von
     struct lconv an. Ausgenommen hiervon sind die ersten drei Komponenten,
     d. h. decimalpoint, thousandssep, und grouping. Diese werden von der
     Kategorie LCNUMERIC der Funktion setlocale(3C) eingestellt. Der Wert
     der einzelnen Komponenten wird in einer Zeile im folgenden Format
     angegeben:

          keyword <white space> value

     Dabei stimmt keyword mit dem struct lconv-Feldnamen überein, und value
     ist entweder eine Zeichenkette, die in Anführungszeichen steht, falls
     das Feld einen char *-Wert darstellt, oder eine Ganzzahl, falls das
     Feld einen int-Wert darstellt. Im folgenden Beispiel

          intcurrsymbol    "ITL."
          intfracdigits    0

     wird für eine international formatierte Währungsangabe das internatio-
     nale Währungssymbol auf ITL. und die Anzahl der Stellen nach dem Dezi-
     maltrennzeichen auf 0 gesetzt.

     Leerzeilen und Zeilen, die mit einem #-Zeichen beginnen, werden als
     Kommentare angesehen und ignoriert. Ein Zeichen in einer Zeichenkette
     kann in oktaler oder hexadezimaler Darstellung erscheinen. Beispiels-
     weise kann der Buchstabe "a" durch \141 oder \x61 dargestellt werden.
     Gibt es keine Spezifikationszeile für eine bestimmte Strukturkompo-
     nente, wird dafür der standardmäßig eingestellte Wert für die C-Umge-
     bung benutzt (siehe die Werte in den Kommentaren der Definition von
     struct lconv weiter oben).

     Das folgende Beispiel erläutert, wie die Spezifikationsdatei für eine
     italienische Umgebung aussehen könnte:

          # Italien

          intcurrsymbol    "ITL."
          currencysymbol    "L."
          mondecimalpoint  ""
          monthousandssep  "."
          mongrouping       "\3"
          positivesign      ""
          negativesign      "-"
          intfracdigits    0
          fracdigits        0
          pcsprecedes      1
          psepbyspace     0
          ncsprecedes      1


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montbl(1M)                                                       montbl(1M)

          nsepbyspace     0
          psignposn        1
          nsignposn        1

INTERNATIONALE UMGEBUNG
     Die Umgebungsvariable LCMESSAGES bestimmt die Sprache der Meldungs-
     texte.

     Wenn LCMESSAGES nicht oder als leere Zeichenkette definiert ist, wird
     der Wert von LANG als Standardwert herangezogen. Ist auch LANG nicht
     oder als leere Zeichenkette definiert, verhält sich das System so, als
     wäre es nicht internationalisiert.

     Hat eine der Variablen für die internationale Umgebung einen ungülti-
     gen Wert, verhält sich das System so, als wäre keine Variable gesetzt.

     Die Umgebungsvariable LCALL bestimmt die gesamte internationale Umge-
     bung. LCALL hat Vorrang vor allen anderen Umgebungsvariablen im
     Bereich der Internationalisierung.

DATEIEN
     /usr/lib/locale/locale/LCMONETARY
          LCMONETARY-Datenbasis für locale

     /usr/lib/locale/C/montblC
          Eingabedatei, mit der LCMONETARY in der Standardumgebung erzeugt
          wird

SIEHE AUCH
     localeconv(3C), setlocale(3C).
























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