mapkey(1M) mapkey(1M)
NAME
mapkey, mapscrn, mapstr - Abbildungstabellen für den Terminal-
Bildschirm konfigurieren
SYNTAX
mapkey [-doxV] [datafile]
mapscrn [-dg] [datafile]
mapstr [-dg] [datafile]
BESCHREIBUNG
mapscrn steuert die Zeichenabbildung für den Bildschirm des virtuellen
Terminals, auf dem es aufgerufen wird und ist somit nur für die Kon-
sole einsetzbar. mapkey und mapstr steuern die Abbildung der Tastatur
und der Stringtasten (z. B. der Funktionstasten) eines Gerätes. Im
Falle der Konsole ist das Gerät das virtuelle Terminal (VT), sonst ein
alphanumerisches Terminal (z. B. TC20-V100).
mapscrn und mapstr werden separat für jedes Gerät aufgerufen. Wenn auf
einem Gerät eine Abbildung ausgeführt wird, hat dies keinerlei Auswir-
kungen auf die anderen Geräte. Mit der Option -g kann für jedes Gerät
die Standard-Abbildungstabelle geändert werden, d. h. die Option -g
wirkt auf alle Geräte. Die Option -g kann nur vom Systemverwalter auf-
gerufen werden.
mapscrn stellt für die Ausgabe eine 1:1-Zeichenabbildung ein. Man
spricht hier auch von der "Bildschirmabbildungs-Funktion" (screen map-
ping capability). Eine Bildschirmabbildungstabelle ist ein Array aus
256 Byte (8-Bit-Zeichen). Wenn ein Zeichen auf ein VT geschrieben
wird, für das die Bildschirmabbildung aktiviert ist, wird auf dem
Bildschirm das Zeichen an derjenigen Position innerhalb des Arrays
angezeigt, auf die das ursprüngliche Zeichen zeigt.
char foo[256] ist ein Beispiel für eine Bildschirmabbildungstabelle.
foo[a] ist auf den Wert p gesetzt. Wenn die Bildschirmabbildungsta-
belle foo auf dem VT aktiviert ist, wird p jedesmal angezeigt, wenn
das Zeichen a auf das VT geschrieben wird.
Wenn in der Kommandozeile ein Dateiname enthalten ist, wird die
betreffende Abbildungstabelle auf der Basis der Eingabedatei konfigu-
riert. Ohne einen Dateinamen werden die Standarddateien
/usr/lib/keyboard/keys bzw. /usr/lib/keyboard/strings und
/usr/lib/console/screens benutzt. Mit der Option -d wird die Abbil-
dungsdatei aus dem Kern gelesen und nicht in ihn geschrieben und auf
der Standardausgabe wird eine ASCII-Version angezeigt. Die Ausgabe
wird in einem Format erzeugt, das sich als Eingabedatei für mapscrn,
mapkey oder mapstr eignet.
In den Zeichenketten für mapstr (in der Datei
/usr/lib/keyboard/strings) dürfen maximal 512 Zeichen (incl. Stringen-
dezeichen) enthalten sein.
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mapkey(1M) mapkey(1M)
Durch eine mit mapkey geladene Abbildungsdatei wird die Standard-
Abbildungstabelle für alle Geräte überschrieben (dies wirkt sich somit
auf alle Geräte aus, die mit der Standard-Abbildungstabelle arbeiten),
es sei denn, die Option -V wird benutzt. In diesem Fall ist nur das
Gerät betroffen, auf dem mapkey -V aufgerufen wurde; beim Beenden des
Geräts bzw. beim Abmelden des Benutzers wird dann wieder die
Standard-Abbildungstabelle aktiviert.
mapkey darf zum Überschreiben der Standard-Abbildungstabelle nur vom
Systemverwalter, mit der Option -V auch von einem normalen Benutzer
aufgerufen werden.
Bei der von mapkey mit der Option -d angezeigten Abbildungstabelle
handelt es sich um die Standard-Abbildungstabelle, es sei denn die
Option -V wird benutzt. In diesem Fall zeigt mapkey die aktuelle
Abbildungstabelle des Geräts an, auf dem mapkey -V aufgerufen wurde.
Mit der Option -d können mapkey und mapstr auch von einem normalen
Benutzer aufgerufen werden.
Mit der Option -o bzw. -x zeigt mapkey die Abbildungstabelle im Oktal-
bzw. Hexadezimalformat an.
HINWEISE
Es kann nicht angegeben werden, daß die Abbildungs-Dienstprogramme
ihre Konfigurationstabellen von der Standardeingabe lesen sollen.
DATEIEN
/usr/lib/keyboard/*
/usr/lib/console/*
SIEHE AUCH
display(7) [bei RM400], keyboard(7) [bei RM400], mapkey(7).
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