makedbm(1M) makedbm(1M)
NAME
makedbm - Dateien im Netzverwaltungsformat erzeugen
SYNTAX
makedbm [-l] [-i ypin] [-o ypout] [-d domain]
[-m master] infile outfile Format 1
makedbm -u dbmfile Format 2
BESCHREIBUNG
Dieses Kommando brauchen Sie nur, wenn Sie nicht mit den Standard-
Netzverwaltungsdateien arbeiten wollen. Um die Standard-Netzverwal-
tungsdateien zu erzeugen, verwenden Sie das Kommando make [siehe
ypmake(1M)]. make arbeitet mit einem Makefile, in dem ebenfalls das
Kommando makedbm verwendet wird. Mit dem Kommando makedbm kann
- aus einer vorhandenen ASCII-Datei eine Datei im dbm-Format erstellt
werden. Diese umgewandelten Dateien können von den Netzverwaltungs-
diensten benutzt werden (siehe Format 1 der Syntaxbeschreibung).
- Sie können sich über den Inhalt schon vorhandener Netzverwaltungs-
dateien informieren (siehe Format 2 der Syntaxbeschreibung).
Der Inhalt der Standard-Netzverwaltungsdateien kann auch mit den Kom-
mandos ypcat(1) und ypmatch(1) ausgegeben werden.
Format 1
-l Wandelt die Schlüsselwörter der Netzverwaltungsdateien in Klein-
buchstaben um.
-i ypin
Bezeichnet den Wert, der zu dem Schlüsselwort YPINPUTFILE ein-
getragen werden soll. Für ypin sollte der Name der Eingabedatei
angegeben werden.
-o ypout
Bezeichnet den Wert, der zu dem Schlüsselwort YPOUTPUTFILE ein-
getragen werden soll. Für ypout sollte der Name der Ausgabedatei
angegeben werden.
-d domain
Bezeichnet den Wert, der zu dem Schlüsselwort YPDOMAINNAME ein-
getragen werden soll. Für domain sollte der Name der Domäne ange-
geben werden, für die die Ausgabedatei erzeugt wird.
-m master
Bezeichnet den Wert, der zu dem Schlüsselwort YPMASTERNAME ein-
getragen werden soll. Für master sollte der Name des Netzverwal-
tungs-Rechners angegeben werden, der diese Netzverwaltungsdatei
führt.
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makedbm(1M) makedbm(1M)
Wenn master nicht angegeben wird, wird der Name des lokalen Rech-
ners eingesetzt.
infile
Muß angegeben werden. infile ist der Name der ASCII-Datei, die an
das Kommando weitergegeben wird.
Es kann auch ein Minuszeichen (-) angegeben werden. Dann wird von
der Standardeingabe gelesen.
outfile
Muß angegeben werden. outfile ist der Name, den die zu erzeugen-
den Dateien im dbm(3C)-Format erhalten sollen. outfile bekommt
automatisch die Erweiterungen .pag und .dir.
Bevor das Kommando angewendet werden kann, muß die ASCII-Datei, die in
das dbm(3C)-Format konvertiert werden soll, folgendes Format haben:
schlüsselwort daten
Das Konvertieren in dieses Format wird für die standardmäßigen Netz-
verwaltungsdateien in /var/yp/Makefile [siehe ypmake(1M)] vorgenommen.
Aus der Eingabedatei erzeugt das Kommando makedbm zwei Ausgabedateien
im dbm-Format. Die Ausgabedateien erhalten die Dateinamenerweiterungen
.pag und .dir.
Jede Zeile der Eingabedatei wird zu einem einzelnen dbm-Satz konver-
tiert. Alle Zeichen bis zum ersten Leer- oder Tabulatorzeichen bilden
das Schlüsselwort, der Rest der Zeile die Daten. Wenn eine Zeile mit
einem Backslash endet, dann bedeutet das, daß die Daten für diesen
Satz auf der nächsten Zeile fortgesetzt werden.
Das Kommando makedbm erkennt das Kommentarzeichen "#" nicht.
Das Kommando makedbm erzeugt in den Ausgabedateien im dbm-Format einen
besonderen Eintrag mit dem Schlüsselwort:
YPLASTMODIFIED
Zu diesem Schlüsselwort wird das Datum und die Uhrzeit eingetragen, zu
der die Eingabedatei erstellt wurde.
Format 2
-u dbmfile
Kann angegeben werden, wenn der Inhalt einer dbm-Datei ausgegeben
werden soll. dbmfile ist der Name dieser Datei.
Jeder Eintrag in dieser Datei wird auf einer Zeile ausgegeben.
Schlüsselwort und Daten sind mit einem Leerzeichen voneinander
getrennt.
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makedbm(1M) makedbm(1M)
BEISPIELE
Die ASCII-Datei xxx auf dem Netzverwaltungs-Rechner hat folgenden
Inhalt aus Schlüsselworten und Werten:
mountainview mountainview grafing grafing athen athen
Der Netzverwalter möchte den Inhalt der Datei xxx dem Netzverwaltungs-
dienst zugänglich machen. Dazu gibt er ein:
makedbm xxx yyy
ls yyy.*
Das System meldet:
yyy.pag yyy.dir
Der Netzverwalter hat die Dateien yyy.pag und yyy.dir erhalten, die
jetzt von den Netzverwaltungsdiensten benutzt werden können.
DATEIEN
/var/yp/Makefile
SIEHE AUCH
ypcat(1), ypmatch(1), ypmake(1M), dbm(3C).
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