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⇒ mount_nfs(1M-nfs) — Reliant UNIX 5.44c4

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mount(1M-nfs)                                                 mount(1M-nfs)

NAME
     mount - Einhängen ferner NFS-Ressourcen

SYNTAX
     mount [-F nfs] [-r] [-o spezifoptionen] [ressource einhängepunkt]

BESCHREIBUNG
     Mit dem Kommando mount wird eine angegebene Ressource ressource in die
     Dateisystemhierarchie an der Pfadnamenposition einhängepunkt, die
     bereits vorhanden sein muß, eingehängt. Wenn einhängepunkt bereits vor
     der mount-Operation Daten enthält, werden diese verdeckt, bis
     ressource wieder ausgehängt wird.

     Wird die Ressource in der Datei vfstab(4) aufgelistet, kann in der
     Kommandozeile entweder ressource oder einhängepunkt angegeben werden,
     und mount sucht in vfstab nach weiteren Angaben. Wird die Option -F
     nicht angegeben, verwendet mount den in vfstab angegebenen Dateisy-
     stemtyp. mount verwaltet eine Tabelle der in /etc/mnttab eingehängten
     Dateisysteme, wie unter mnttab(4) beschrieben.

OPTIONEN
     -r   Hängt das angegebene Dateisystem mit Leseberechtigung ein.

     -o spezifoptionen
          Gibt die dateisystemspezifischen Optionen in einer Liste durch
          Kommas getrennter Wörter aus der nachfolgenden Liste an:

          acdirmax=n
               Hält Attribute nach der Aktualisierung eines Verzeichnisses
               höchstens n Sekunden lang im Cache-Puffer. Der Standardwert
               ist 60 Sekunden.

          acdirmin=n
               Hält Attribute nach der Aktualisierung eines Verzeichnisses
               mindestens n Sekunden lang im Cache-Puffer. Der Standardwert
               ist 30 Sekunden.

          acregmax=n
               Hält Attribute nach dem Ändern der Datei höchstens n Sekun-
               den lang im Cache-Puffer. Der Standardwert ist 60 Sekunden.

          acregmin=n
               Hält Attribute nach dem Ändern der Datei mindestens n Sekun-
               den lang im Cache-Puffer. Der Standardwert ist 3 Sekunden.

          actimeo=n
               Verlängert das Leerungsintervall für Dateiattribute im
               Cache-Puffer für reguläre Dateien und Verzeichnisse um n
               Sekunden (siehe auch den Abschnitt zu den Dateiattributen).






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mount(1M-nfs)                                                 mount(1M-nfs)

          bg | fg
               Startet einen neuen Versuch im Vordergrund (fg) oder im Hin-
               tergrund (bg), wenn der erste Versuch fehlschlägt. Der Stan-
               dardwert ist fg.

          devacc
               Erlaubt den Zugriff auf Gerätedateien. Ist diese Option
               nicht angegeben, können keine Gerätedateien geöffnet werden.
               Dies ist unter Umständen erwünscht, da über NFS die Geräte-
               datei nicht auf dem Server, sondern auf dem Client geöffnet
               wird.

          fewgrps
               In den RPC-Ausweisen des NFS-Clients werden statt maximal 16
               nur maximal 8 Gruppen-IDs eingetragen. Diese Option ist
               gegenüber Servern erforderlich, bei denen die Angabe von
               mehr als 8 Gruppen IDs zu einem Authentizitätsfehler führt.
               Ein Dateisystem eines solchen Servers läßt sich ohne die
               Option nicht einhängen.

          grpid
               Erstellt eine Datei, deren Gruppen-ID (GID) der effektiven
               GID des aufrufenden Prozesses entspricht. Diese Einstellung
               kann pro Verzeichnis deaktiviert werden, indem das s-Bit für
               die Gruppe des Vaterverzeichnisses gesetzt wird. In diesem
               Fall entspricht die Gruppen-ID der des Vaterverzeichnisses
               [siehe open(2) und mkdir(2)]. Dateien, die in Dateisystemen
               erstellt werden, die nicht mit der Option grpid eingehängt
               werden, unterliegen der BSD-Semantik, d. h., die GID wird
               unbedingt von der GID des Vaterverzeichnisses übernommen.

          intr Ermöglicht, daß ein Prozeß, der hängt, während er auf eine
               Antwort auf einem mit "hard" eingehängten Dateisystem war-
               tet, von Tastatur-Interrupts abgebrochen werden kann.

          locallocks
               Setzt Sperren auf Dateien im eingehängten NFS-Dateisystem
               nur lokal auf dem Client (und nicht auf dem Server). Dies
               ist sinnvoll, wenn der eingehängte Client der einzige Client
               ist, der das eingehängte NFS-Dateisystem verwendet, bei-
               spielsweise ein Client ohne Festplatte.

          noac Unterdrückt die Cache-Pufferung von Attributen.

          port=n
               Die Server-IP-Portnummer. Der Standardwert ist NFSPORT
               (2049).

          remount
               Hängt ein Dateisystem, das nur mit Leseberechtigung einge-
               hängt ist, mit Lese-/Schreibberechtigung neu ein.



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mount(1M-nfs)                                                 mount(1M-nfs)

          retrans=n
               Setzt die Anzahl der Sendewiederholungen von NFS-Anforderun-
               gen auf n. Der Standardwert ist 5.

          retry=n
               Anzahl der Einhängeversuche. Der Standardwert ist 10000.

          rsize=n
               Definiert die Größe des Lesebuffers mit n Bytes. Der Stan-
               dardwert ist 8 KB.

          rw | ro
               Hängt die Ressource ressource mit Schreib- (rw) oder Lesebe-
               rechtigung (ro) ein. Der Standardwert ist rw.

          soft | hard
               Gibt an, ob der Einhängevorgang mit der Option soft oder
               hard vorgenommen wird. Eine NFS-Anforderung für ein mit der
               Option hard eingehängtes Dateisystem wird solange wieder-
               holt, bis der Server antwortet. Eine NFS-Anforderung für ein
               mit der Option soft eingehängtes Dateisystem wird abgebro-
               chen, wenn der Server nach Ablauf des Zeitlimits (Option
               timeo) oder nach einer eingestellten Anzahl von Sendewieder-
               holungen (Option retrans) nicht antwortet.

          suid | nosuid
               Gibt an, ob Set-UID-Bits für ausführbare Dateien berücksich-
               tigt werden, wobei gesetzte s-Bits bei Angabe von suid
               beachtet und bei Angabe von nosuid ignoriert werden. (Wird
               keine Option angegeben, werden s-Bits standardmäßig beach-
               tet.) Bei Verzeichnissen, die mit rw eingehängt werden, emp-
               fiehlt sich die Verwendung von nosuid.

          timeo=n
               Setzt den Wert für die Zeit, die ein Client maximal auf die
               Durchführung einer NFS-Anforderung warten soll, auf n Zehn-
               telsekunden. In einer länger bestehenden NFS-Kommunikation
               wird diese Zeit vom Client aufgrund des Antwortverhaltens
               des Servers permanent neu berechnet. Die Standardeinstellung
               ist 1,1 Sekunden.

          uforce
               Ein mit der Option uforce eingehängtes Dateisystem kann
               durch Angabe von umount rasch ausgehängt werden, selbst wenn
               kein Zugriff auf den Server möglich ist.

          v2   Dieses Kommando hängt Ressourcen von Servern unter Verwen-
               dung des NFS-Protokolls Version 2 ein, selbst wenn die Ser-
               ver Version 3 unterstützen.





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mount(1M-nfs)                                                 mount(1M-nfs)

          wsize=n
               Definiert die Größe des Schreibpuffers mit n Bytes. Der
               Standardwert ist 8 KB.

NFS-DATEISYSTEME

   Vordergrund gegenüber Hintergrund

     Werden Dateisysteme mit der Option bg eingehängt, bedeutet dies, daß
     mount die Einhängeoperation im Hintergrund wiederholen soll, wenn der
     Einhängedämon des Servers [siehe mountd(1M)] nicht antwortet. mount
     wiederholt die Anforderung so oft, wie in der Option retry=n angege-
     ben. Sobald das Dateisystem eingehängt ist, werden NFS-Anforderungen
     abgesetzt, und das System wartet auf eine Antwort. Geht keine Antwort
     ein, wird die Wartezeit mit 2 multipliziert, und die Anforderung wird
     erneut übertragen. Hat die Anzahl der Wiederholungen die in der Option
     retrans=n angegebene Zahl erreicht oder wurde das Zeitlimit über-
     schritten, gibt ein mit der Option soft eingehängtes Dateisystem einen
     Fehler zurück. Wurde das Dateisystem mit der Option hard eingehängt,
     gibt es eine Warnung aus und wiederholt die Anforderung.

   Lese-/Schreibzugriff gegenüber Lesezugriff

     Bei mit rw (Lese-/Schreibzugriff) eingehängten Dateisystemen sollte
     die Option hard verwendet werden.

   Programmausführung mit NFS

     Werden Programme auf Dateisystemen ausgeführt, die über NFS eingehängt
     wurden, darf das Dateisystem nicht mit der Option soft oder intr ein-
     gehängt worden sein.

   Dateiattribute

     Dateiattribute für den Client werden im Cache-Puffer zwischengespei-
     chert und nach einer bestimmten Zeit gelöscht. Wird eine Datei geän-
     dert, bevor der Attribut-Puffer geleert wird, wird das Leerungsinter-
     vall um die seit der letzten Änderung vergangene Zeitspanne verlän-
     gert. Dabei wird vorausgesetzt, daß kürzlich geänderte Dateien bald
     wieder geändert werden. Für normale Dateien und Verzeichnisse bestehen
     Mindest- und Höchstwerte für die Verlängerung der Leerungsintervalle.
     Mit actimeo=n wird das Leerungsintervall für reguläre Dateien und Ver-
     zeichnisse um n Sekunden verlängert.

BEISPIELE
     Einhängen eines fernen Dateisystems:

          mount -F nfs serv:/usr/src /usr/src

     Hartes Einhängen eines fernen Dateisystems:

          mount -F nfs -o hard serv:/usr/src /usr/src


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mount(1M-nfs)                                                 mount(1M-nfs)

HINWEISE
     Handelt es sich bei dem Verzeichnis, in das ein Dateisystem eingehängt
     werden soll, um einen symbolischen Verweis, wird das Dateisystem in
     das Verzeichnis, auf das sich der symbolische Verweis bezieht, und
     nicht in den symbolischen Verweis selbst, eingehängt.

     Durch Setzen der Kernel-Variablen nfsintr auf den Wert 1, z. B. mit
     crash(1M), können alle NFS-Dateisysteme eines Clients unterbrechbar
     gemacht werden. Dies ist von Vorteil, wenn Prozesse dauerhaft in
     Zugriffen auf nicht unterbrechbar eingehängte NFS-Dateisysteme hängen
     bleiben, weil z. B. der Server nicht erreichbar ist.

DATEIEN
     /etc/mnttab
          Tabelle der eingehängten Dateisysteme

     /etc/vfstab
          Tabelle der automatisch eingehängten Ressourcen

SIEHE AUCH
     mountall(1M), mount(2), umount(2), fstypes(4), mnttab(4), vfstab(4).

































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