tabs(1) tabs(1)
NAME
tabs - Tabulatorstopps setzen
SYNTAX
tabs [-T typ] [+mn] [tabspec]
BESCHREIBUNG
tabs setzt Tabulatorstopps auf dem Terminal. Vorangegangene Einstel-
lungen werden vorher gelöscht. Für das Kommando tabs muß das Terminal
über Hardware-Tabulatoren verfügen, die extern durch Escape-Sequenzen
eingestellt werden können.
Die niedrigste Spaltennummer ist 1. Spalte 1 bedeutet bei tabs immer
die erste Spalte ganz links auf dem Bildschirm. Dies gilt auch für
Geräte, deren Spaltenmarkierer mit 0 beginnen.
OPTIONEN
-T typ
Terminaltyp, der zur Randeinstellung bekannt sein muß. typ ist
ein in /usr/share/lib/terminfo enthaltener Name [siehe term(4)].
-T typ nicht angegeben:
tabs verwendet den Wert der Umgebungsvariablen TERM. Ist TERM in
der Umgebung [siehe environ(5)] nicht definiert, verwendet tabs
einen Typ, dessen Eigenschaften für viele Terminals zutreffen.
+mn Setzt den linken Rand neu. Alle Tabulatoren werden um n Stellen
nach rechts verschoben, die Spalte n+1 wird zum linken Rand. Wird
für n kein Wert angegeben, wird der Wert 10 angenommen. Bei
TermiNet sollte der erste angegebene Wert in der Tabulatorliste 1
sein, sonst wird der Rand noch weiter nach rechts verlagert. Nor-
malerweise wird der äußerste linke Rand mit +m0 gesetzt. Der Rand
wird bei den meisten Terminals nur nach rechts verschoben, wenn
+m explizit angegeben ist.
tabspec
Für die Festlegung von Tabulatoren sind vier verschiedene Tabula-
torangaben zulässig:
-code in bestimmtem Format festgelegte Tabulatorpositionen
-n Tabulatorpositionen in regelmäßigen Abständen
--datei Tabulatorpositionen wie in datei festgelegt
n1,n2... frei wählbare Tabulatorpositionen
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-code Sie bestimmen die Folge von Tabulatoren in einer Zeile
mit einer der folgenden Angaben:
-a Tabulatorstopps in den Spalten 1, 10, 16, 36, 72.
Dies entspricht dem ersten Format des Assembler,
IBM S/370.
-a2 Tabulatorstopps in den Spalten 1, 10, 16, 40, 72.
Dies entspricht dem zweiten Format des Assembler,
IBM S/370.
-c Tabulatorstopps in den Spalten 1, 8, 12, 16, 20,
55.
Dies entspricht dem üblichen COBOL-Format.
-c2 Tabulatorstopps in den Spalten 1, 6, 10, 14, 49.
Dies entspricht dem kompakten COBOL-Format. Dabei
werden die Spalten 1-6 ausgelassen. Das erste ein-
gegebene Zeichen entspricht also der Bildschirm-
spalte 7. Durch Eingeben eines Leerzeichens wird
auf Spalte 8 positioniert, mit einem Tabulatorzei-
chen auf Spalte 12. Dateien mit dieser Tabulator-
einstellung sollten folgende Formatangabe enthal-
ten [siehe fspec(4)]: <:t-c2m6s66d:>.
-c3 Tabulatorstopp in den Spalten 1, 6, 10, 14, 18,
22, 26, 30, 34, 38, 42, 46, 50, 54, 58, 62, 67.
Dies entspricht dem kompakten COBOL-Format mit
zusätzlichen Tabulatoren. Dabei werden die Spalten
1-6 ausgelassen. Das erste eingegebene Zeichen
entspricht also der Bildschirmspalte 7. Durch Ein-
geben eines Leerzeichens wird auf Spalte 8 posi-
tioniert, mit einem Tabulatorzeichen auf Spalte
12. Dateien mit dieser Tabulatoreinstellung soll-
ten folgende Formatangabe enthalten [siehe
fspec(4)]: <:t-c3m6s66d:>.
Dieses Format wird für COBOL empfohlen.
-f Tabulatorstopps in den Spalten 1, 7, 11, 15, 19, 23.
Dies entspricht dem FORTRAN-Format.
-p Tabulatorstopps in den Spalten 1, 5, 9, 13, 17,
21, 25, 29, 33, 37, 41, 45, 49, 53, 57, 61.
Dies entspricht dem PL/I-Format.
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tabs(1) tabs(1)
-s Tabulatorstopps in den Spalten 1, 10, 55.
Dies entspricht dem SNOBOL-Format.
-u Tabulatorstopps in den Spalten 1, 12, 20, 44.
Dies entspricht dem UNIVAC 1100 Assembler-Format.
-n Die angegebene Zahl bewirkt, daß Tabulatorstopps in den
Spalten 1+n, 1+2n, 1+3n ... gesetzt werden. Bei Eingabe
einer 8 erhalten Sie die Standard-Tabulatoreinstellung
des UNIX Systems. Bei Eingabe einer Null werden alle
Tabulatorstopps gelöscht.
--datei tabs liest die erste Zeile der Datei und sucht nach
einer Formatangabe [siehe fspec(4)]. Ist eine solche
vorhanden, setzt tabs die Tabulatorstopps dieser Angabe
entsprechend. Ist keine Angabe vorhanden, wird die
Standardeinstellung -8 vorgenommen. Dieses Format ist
sinnvoll, wenn sichergestellt werden soll, daß eine mit
Tabulatoren versehene Datei mit den richtigen Tabula-
toreinstellungen ausgegeben wird und wenn tabs in
Zusammenhang mit pr benutzt werden soll [siehe pr(1)].
n1,n2, ...
Sie können die Spalten für die Tabulatorstopps beliebig
wählen, indem Sie eine Liste von bis zu 64 Zahlen in
aufsteigender Reihenfolge angeben. Geht einer Zahl ein
Pluszeichen voraus, so wird sie zum Wert der vorherge-
henden Zahl dazugezählt. Dies gilt nicht für die erste
Zahl. Das Format 1,10,20,30 können Sie z. B. auch durch
1,10,+10,+10 angeben.
Die Zahlen werden durch ein Komma getrennt, oder die
Liste wird in Anführungszeichen eingeschlossen, wobei
die Zahlen durch Komma und/oder Leerzeichen getrennt
werden können. n1,n2, ... muß als letztes Argument in
der Kommandozeile angegeben werden.
tabspec nicht angegeben:
tabs nimmt die Einstellung -8 vor, die den Standard-Tabulatoren
des UNIX Systems entspricht.
Hinweis: Das Löschen von Tabulatorstopps und die Einstellung des lin-
ken Randes ist bei verschiedenen Terminals nicht einheitlich.
tabs kann nur 20 Tabulatorsstopps löschen, aber 64 setzen.
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FEHLERMELDUNGEN
illegal tabs
Beim Wählen beliebiger Tabulatorstopps wurde die aufsteigende
Reihenfolge nicht eingehalten oder es wurde beim Wählen beliebi-
ger Tabulatorstopps eine Null angegeben.
illegal increment
Beim Wählen beliebiger Tabulatorstopps wurde eine Null angegeben
oder es fehlt ein Inkrement.
unknown tab code
Der für tabspec angegebene Code kann nicht gefunden werden.
can't open
Die für tabspec angegebene Datei kann nicht geöffnet werden.
file indirection
Die Formatangabe der für tabspec angegebenen Datei zeigt noch auf
eine andere Datei. Verweise dieser Art sind nicht zugelassen.
UMGEBUNGSVARIABLE
TERM Typ des Terminals
INTERNATIONALE UMGEBUNG
Die Umgebungsvariable LCMESSAGES bestimmt die Sprache der Meldungs-
texte. Wenn LCMESSAGES nicht oder als leere Zeichenkette definiert
ist, wird der Wert von LANG als Standardwert herangezogen. Ist auch
LANG nicht oder als leere Zeichenkette definiert, verhält sich das
System so, als wäre es nicht internationalisiert.
Die Umgebungsvariable LCALL bestimmt die gesamte internationale Umge-
bung. LCALL hat Vorrang vor allen anderen Umgebungsvariablen im
Bereich der Internationalisierung.
BEISPIELE
Beispiel 1
Sie wollen Tabulatorstopps gemäß dem üblichen COBOL-Format setzten:
$ tabs -c
Beispiel 2
Sie wollen in jeder 6. Spalte einen Tabulatorstopp setzen, d. h. in
den Spalten 1, 7, 13, 19, ...:
$ tabs -6
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Beispiel 3
Sie wollen in den Spalten 1, 8 und 36 einen Tabulatorstopp setzen:
$ tabs 1,8,36
Die gleiche Wirkung erzielen Sie mit:
$ tabs 1,+7,+28
Beispiel 4
Sie wollen Tabulatorstopps gemäß der ersten Zeile (Formatangabe) Ihrer
Datei $HOME/tabspec.list/dat1 setzen:
$ tabs --$HOME/tabspec.list/dat1
DATEIEN
/usr/share/lib/terminfo/?/*
Dateien, die der Benennung und Beschreibung von Terminals dienen
SIEHE AUCH
expand(1), newform(1), pr(1), stty(1), tput(1), unexpand(1), fspec(4),
term(4), terminfo(4), environ(5), term(5), termnames(5).
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