strchg(1) strchg(1)
NAME
strchg - Konfiguration eines Datenstroms ändern (change stream confi-
guration)
SYNTAX
strchg -h modul1[,modul2...] Format 1
strchg -p[ option] Format 2
strchg -f datei Format 3
BESCHREIBUNG
strchg ändert die Konfiguration des Datenstroms (stream), der mit der
Standard-Eingabe verbunden ist. strchg aktiviert oder deaktiviert
Module für diesen Datenstrom. Nur der Systemverwalter oder Eigentümer
eines Geräts darf die Konfiguration des zugehörigen Datenstroms
ändern. Wenn Sie weder Eigentümer des Datenstroms sind noch
Systemverwalter-Berechtigung haben, schlägt das Kommando strchg fehl.
Dies gilt auch für den Fall, daß Sie keine Lese-Berechtigung für den
Datenstrom und keine Systemverwalter-Berechtigung haben.
Wenn Sie Module für einen Datenstrom in der falschen Reihenfolge akti-
vieren, kann das zur Folge haben, daß der Datenstrom nicht wie
gewünscht funktioniert. Wenn Sie bei einer Datensichtstation das Modul
für die Übertragungsprozedur (line discipline) nicht an der richtigen
Stelle aktivieren, kann es passieren, daß die Datensichtstation übe-
rhaupt nicht mehr auf Eingaben reagiert.
Format 1: Module für einen Datenstrom aktivieren
strchg -h modul1[,modul2...]
Als Argumente geben Sie den bzw. die Namen eines oder mehrerer akti-
vierbarer Module für Datenströme an. Die Module werden in der angege-
benen Reihenfolge aktiviert. modul1 wird also als erstes aktiviert,
dann modul2 usw. Die Modulnamen müssen durch Kommas getrennt sein. Es
dürfen in der Modulliste keine Leerzeichen enthalten sein.
Format 2: Module für einen Datenstrom deaktivieren
strchg -p[ option]
Wenn Sie keine Option angeben, deaktiviert strchg das oberste Modul
des Datenstroms.
option
-a Wenn Sie -a zusammen mit -p angeben, werden für den Datenstrom
alle Module über dem obersten Treiber deaktiviert. Sie können -a
nur zusammen mit -p angeben und nicht zusammen mit -u.
-u modul
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strchg(1) strchg(1)
Für den Datenstrom werden alle Module über modul deaktiviert.
modul selbst wird nicht deaktiviert. Sie können -u nur zusammen
mit -p angeben und nicht zusammen mit -a.
Format 3: Konfiguration eines Datenstroms festlegen
strchg -f datei
datei enthält eine Liste von Modulen, die die gewünschte Konfiguration
des Datenstroms darstellt. Dabei muß jedes Modul auf einer eigenen
Zeile stehen. Die erste Zeile enthält den Namen des obersten Moduls
und die letzte Zeile den Namen des untersten Moduls, also des Moduls,
das dem Treiber am nächsten sein soll. strchg stellt die augenblickli-
che Konfiguration des Datenstroms fest und aktiviert bzw. deaktiviert
dann die notwendigen Module in der richtigen Reihenfolge, bis die
gewünschte Konfiguration erreicht ist.
BEISPIELE
Beispiel 1
Mit dem folgenden Kommando aktivieren Sie das Modul ldterm für den
Datenstrom, der mit Ihrer Standard-Eingabe verbunden ist:
$ strchg -h ldterm
Beispiel 2
Mit dem folgenden Kommando deaktivieren Sie das oberste Modul für den
Datenstrom, der mit /dev/term/24 verbunden ist. Dazu müssen Sie Eigen-
tümer dieser Gerätedatei sein oder Systemverwalter-Berechtigung haben:
$ strchg -p </dev/term/24
Beispiel 3
Die Datei conf enthalte die folgenden drei Zeilen:
compat
ldterm
ptem
Dann können Sie mit dem Kommando
$ strchg -f conf
den Datenstrom, der mit Ihrer Standard-Eingabe verbunden ist, so kon-
figurieren, daß das Modul ptem direkt über dem Treiber aktiviert wird.
Darüber wird das Modul ldterm aktiviert und das Modul compat wird als
oberstes Modul aktiviert, also am nächsten zum Kopfmodul des Daten-
stroms.
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strchg(1) strchg(1)
SIEHE AUCH
strconf(1), streamio(7).
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