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sxt(7)

shl(1)                                                               shl(1)

NAME
     shl - Schichtenverwaltung für Shells (shell layer manager)

SYNTAX
     shl

BESCHREIBUNG
     shl ermöglicht es Ihnen, an einer Datensichtstation mit mehreren
     Shells gleichzeitig zu arbeiten.

     shl ist ein Verwaltungsprogramm, mit dem Sie das Verhalten der einzel-
     nen Schichten (layers) oder Shells kontrollieren und beeinflussen kön-
     nen.

     Welche der Shells (sh, jsh, ksh oder csh) Sie zum Arbeiten in den ein-
     zelnen Schichten verwenden, ist Ihnen überlassen.

     shl benötigt im Dateiverzeichnis /dev/sxt mindestens einen Eintrag für
     ein virtuelles Terminal. Ein solcher Eintrag besteht aus den Ziffern
     des Namens eines virtuellen Terminals. Ist kein Eintrag vorhanden, so
     bricht shl mit Fehlermeldung ab.

   Arbeitsweise

     shl ist ein Verwaltungsprogramm, mit dem Sie die einzelnen Schichten
     mit ihren Shells aufbauen und kontrollieren können. shl schaltet ein
     sogenanntes virtuelles Terminal oder Gerät (/dev/sxt) zwischen die
     Shell einer Schicht und Ihre Datensichtstation.

     Das virtuelle Terminal können Sie, wie die Leitung einer Datensicht-
     station, mit stty oder ioctl beeinflussen.

     Unmittelbar nach dem Aufruf erwartet shl Kommandos zum Aufbau wenig-
     stens einer Schicht. Dazu meldet sich die Verwaltung von shl - zur
     besseren Unterscheidung - mit einem eigenen Bereitzeichen >>>. Wurde
     eine Schicht aufgebaut, dann zieht sich die Verwaltung zurück und
     übergibt die Kontrolle an die Shell der Schicht, die sich mit ihrem
     von shl modifiziertem Bereitzeichen PS1 (siehe unten) meldet.

     Diese Schicht wird die aktuelle Schicht genannt, die von shl aufgeru-
     fene Shell ist der Prozeßgruppenführer, ähnlich wie bei einer login-
     Shell. Jede Schicht hat somit ihre eigene Prozeßgruppennummer. Die in
     der Schicht aufgerufene Shell wird durch den Wert der Variablen SHELL
     bestimmt. Sie können mit shl bis zu sieben Schichten gleichzeitig
     benutzen.

     Die Eingabe von Ihrer Datenstation wird entweder von der Verwaltung
     oder von der aktuellen Schicht gelesen. Will ein Prozeß von einer
     anderen Schicht von der Standard-Eingabe - also von der Datensichtsta-
     tion - lesen, dann wird er blockiert, bis seine Schicht zur aktuellen
     gemacht wird. Mit dem swtch-Zeichen (siehe stty) - auf <CTRL-Z>
     gesetzt, falls noch nicht definiert - können Sie von der aktuellen



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shl(1)                                                               shl(1)

     Schicht jederzeit in die Verwaltung umschalten.

     Alle Schichten können ihre Standard-Ausgabe auf die Datensichtstation
     schreiben, falls Sie dies nicht durch ein Kommando für einzelne
     Schichten unterbinden.

     Dies erreichen Sie durch ein Kommando an die Verwaltung oder durch
     Aufruf des stty-Kommandos mit der Option loblk (layer output blok-
     king). Durch -loblk oder Aktivieren der Schicht können Sie diese
     Sperre wieder aufheben.

     Vorsicht:
          Verwenden Sie eine Shell mit Auftragssteuerung, dann müssen Sie
          das swtch-Zeichen (siehe stty) neu definieren, damit das
          suspend-Zeichen nicht deaktiviert wird.

   Kommandos

     Die folgenden Kommandos können Sie nach dem Bereitzeichen der Verwal-
     tung >>> zur Steuerung und Information eingeben. Sie können jede ein-
     deutige Abkürzung (Präfix) verwenden. Die Namen (1) bis (7) können
     durch die Ziffer abgekürzt werden.

     Ein name besteht aus einer Folge von Zeichen, die durch ein Leer-,
     Tabulator- oder Neue- Zeile-Zeichen begrenzt werden. Nur die ersten
     acht Zeichen sind signifikant. Die Namen (1) bis (7) dürfen nicht zum
     Erzeugen einer Schicht (siehe unten create) verwendet werden. Diese
     Namen werden als Standardnamen von shl eingesetzt, wenn bei create
     kein Argument angegeben wurde.

     create[ name]
          Die Schicht mit der Referenz name wird erzeugt und zur aktuellen
          Schicht gemacht.

          Haben Sie das Argument name nicht angegeben, wird von shl ein
          Name vergeben.

          Dieser wird aus der letzten Ziffer des Namens des virtuellen
          Geräts, an das die Schicht gebunden ist, gebildet. Die Ziffer
          wird zur Darstellung in runden Klammern eingeschlossen: z. B. (3)
          bei /dev/sxt/003.

          Dem Bereitzeichen PS1 der Shell wird als Wert der Name der
          Schicht, gefolgt von einem Leerzeichen, zugewiesen. Sie können
          maximal sieben Schichten erzeugen.

     block name[ name]...
          Falls die Schicht name nicht die aktuelle Schicht ist, wird die
          Standard-Ausgabe der Prozesse der Schicht blockiert. Dieses Kom-
          mando entspricht der Ausführung von stty loblk (layer output
          blocking) in der Schicht.



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shl(1)                                                               shl(1)

     delete name[ name]...
          Jede Schicht, deren name als Argument angegeben ist, wird been-
          det. Allen Prozessen der Prozeßgruppe der angegebenen Schichten
          wird das Signal SIGHUP zur Beendigung geschickt [siehe
          signal(2)].

     help oder ?
          Die Kommandosyntax von shl wird auf die Standard-Ausgabe
          geschrieben.

     layers[ -l][ name]...
          Von jeder durch das Argument name benannten Schicht wird der
          Name, gefolgt von der Prozeßgruppennummer, auf die Standard-
          Ausgabe geschrieben.

          Durch die Option -l wird eine ausführlichere Ausgabe ähnlich der
          des Kommandos ps erzeugt. Ohne Argument name schreibt dieses Kom-
          mando die Information über alle Schichten auf die Standard-
          Ausgabe.

     resume[ name]
          Die Schicht name wird zur aktuellen Schicht gemacht. Ohne Argu-
          ment name wird die letzte (noch existierende) aktuelle Schicht
          aktiviert.

     toggle
          Aktiviert die Schicht, die vor der letzten aktuellen Schicht
          aktuell war.

     unblock name[ name]...
          Falls die Schicht name nicht die aktuelle Schicht ist, wird die
          Standard-Ausgabe der Prozesse der Schicht nicht blockiert. Dieses
          Kommando entspricht der Ausführung von stty -loblk (layer output
          blocking) in der Schicht.

     quit Dieses Kommando beendet shl. Den Prozessen aller Schichten wird
          das Signal SIGHUP zur Beendigung geschickt.

     name Die Schicht name wird zur aktuellen Schicht gemacht.

UMGEBUNGSVARIABLE
     SHELL
          enthält den aufgerufenen Kommandointerpreter.

INTERNATIONALE UMGEBUNG
     Die Umgebungsvariable LCMESSAGES bestimmt die Sprache der Meldungs-
     texte. Wenn LCMESSAGES nicht oder als leere Zeichenkette definiert
     ist, wird der Wert von LANG als Standardwert herangezogen. Ist auch
     LANG nicht oder als leere Zeichenkette definiert, verhält sich das
     System so, als wäre es nicht internationalisiert.

     Die Umgebungsvariable LCALL bestimmt die gesamte internationale


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shl(1)                                                               shl(1)

     Umgebung. LCALL hat Vorrang vor allen anderen Umgebungsvariablen im
     Bereich der Internationalisierung.

BEISPIEL
     Typische Arbeitsfolge mit der shl:

     $ shl
     create eins
     eins
     ...
     <CTRL-Z>
     create
     (3)
     ...
     <CTRL-Z>
     layers -l
     
     
     
     (3)
     <CTRL-Z>
     toggle
     eins
     ...
     <CTRL-Z>
     quit
     $

DATEIEN
     /dev/sxt/??[0-7]
          Virtuelles Terminal oder Gerät.

SIEHE AUCH
     sh(1), stty(1), ioctl(2), signal(2), sxt(7).




















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