pax(1) pax(1)
NAME
pax - Bearbeitung portierbarer Archive
SYNTAX
pax [-cdnv] [-f archiv] [-s anweisung] ... [muster ...]
pax -r[-cdiknuv] [-f archiv] [-p zeichenkette] ... [-s anweisung] ...
[muster ...]
pax -w[-dituvX] [-b blockgröße] [-a] [-f archiv] [-s anweisung] ...
[-x format] [datei ...]
pax -r -w[-diklntuvX] [-p zeichenkette] ... [-s anweisung] ...
[datei ...] verzeichnis
BESCHREIBUNG
Das Kommando pax schreibt Dateien in Archivdateien, liest sie oder
erstellt Listen dieser Dateien und kopiert Verzeichnishierarchien. Es
werden mehrere Archivformate unterstützt; siehe Option -x format.
Welche Aktion ausgeführt wird, hängt davon ab, welche der Optionen -r
und -w angegeben wurde. Die vier möglichen Kombinationen von -r und -w
ergeben die vier Betriebsmodi: Listen-, Lese-, Schreib- und Kopiermo-
dus, entsprechend den vier unter SYNTAX aufgeführten Formen.
list Im Listenmodus (list mode, d. h. weder -r noch -w sind angege-
ben) liest pax eine Archivdatei von der Standardeingabe und
schreibt die Namen der gesicherten Dateien, deren Pfadnamen
auf das angegebene Muster muster passen, auf die Standardaus-
gabe. Wenn es sich bei einer angegebenen Datei um ein Ver-
zeichnis handelt, wird die davon ausgehende Dateihierarchie
ebenfalls ausgegeben.
read Im Lesemodus (read mode, d. h. -r ist angegeben, -w jedoch
nicht) liest pax eine Archivdatei von der Standardeingabe und
extrahiert die Dateien, deren Pfadnamen auf das angegebene
Muster muster passen. Wenn es sich bei einer extrahierten
Datei um ein Verzeichnis handelt, wird die davon ausgehende
Dateihierarchie ebenfalls extrahiert. Die extrahierten Dateien
werden relativ zu der aktuellen Dateihierarchie erstellt.
Eigentümer, Datum/Uhrzeit des letzten Zugriffs bzw. der letz-
ten Änderung sowie Dateimodus der wiederhergestellten Dateien
sind bei der Option -p beschrieben.
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pax(1) pax(1)
write Im Schreibmodus (write mode, d. h. -w ist angegeben, -r jedoch
nicht) schreibt pax den Inhalt der datei-Operanden in einem
Archivformat auf die Standardausgabe. Wenn kein Operand datei
angegeben ist, wird eine Liste der zu kopierenden Dateien,
jeweils eine Datei pro Zeile, von der Standardeingabe gelesen.
Bei Angabe eines Verzeichnisses werden alle Dateien in der
davon ausgehenden Dateihierarchie kopiert.
copy Im Kopiermodus (copy mode, d. h. sowohl -r als auch -w sind
angegeben) kopiert pax die datei-Operanden in das Zielver-
zeichnis verzeichnis.
Wenn keine datei-Operanden angegeben sind, wird eine Liste der
zu kopierenden Dateien, jeweils eine Datei pro Zeile, von der
Standardeingabe gelesen. Bei Angabe eines Verzeichnisses wer-
den alle Dateien in der davon ausgehenden Dateihierarchie
kopiert.
Der Kopiervorgang läuft so ab, als würden die kopierten
Dateien in eine Archivdatei geschrieben und anschließend
extrahiert werden, außer daß hierbei möglicherweise Hard Links
zwischen den Originaldateien und den kopierten Dateien beste-
hen.
Wenn im Lese- oder Kopiermodus zum Extrahieren einer Datei Zwischen-
verzeichnisse erforderlich sind, werden diese von pax erstellt.
Wenn nicht mindestens eine Datei mit den angegebenen Operanden muster
oder datei übereinstimmt, schreibt pax für jeden Operanden, für den
keine Übereinstimmung existiert, eine Diagnosemeldung auf die Stan-
dardfehlerausgabe und beendet sich mit einem Endestatus ungleich null.
Die unterstützten Archivformate werden beim Lesen von Archiven automa-
tisch erkannt. Das Standardausgabeformat für Archive beim Schreiben
(keine Option -x angegeben) ist das erweiterte tar-Format.
Ein Archiv kann sich über mehrere Dateien erstrecken. Das Kommando pax
stellt fest, welche Datei als nächste gelesen oder geschrieben werden
soll.
Wenn das ausgewählte Archivformat die Angabe von Links zwischen
Dateien unterstützt, meldet pax einen Fehler, wenn bei der Extrahier-
ung kein Link zwischen diesen Dateien erstellt werden kann.
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OPTIONEN
-r Liest eine Archivdatei von der Standardeingabe.
-w Schreibt Dateien im angegebenen Archivformat auf die Standardaus-
gabe.
-a Hängt Dateien an das Ende des Archivs an.
-b blockgröße
Stellt die Daten in Blöcken in die Archivdatei. Dabei wird die
Blockgröße als positive dezimale Ganzzahl angegeben. Geräte und
Archivformate können möglicherweise Beschränkungen für die Blok-
kung festlegen. Bei der Eingabe wird die Blockung automatisch
festgestellt. Die Standardblockung beim Erstellen von Archiven
hängt vom Archivformat ab (siehe Option -x unten). Um ein porta-
bles Archiv zu erhalten, darf die Blockgröße nicht größer als 32
KByte sein.
-c Wählt alle Dateien aus, außer den von den Operanden muster oder
datei angegebenen.
-d Bei Verzeichnissen wird die von diesem Verzeichnis ausgehende
Dateihierarchie nicht mitkopiert bzw. eingelesen bzw. archiviert.
-f archiv
Gibt den Pfadnamen des Eingabearchivs (im Listen- und Lesemodus)
oder des Ausgabearchivs (Schreibmodus) an. Dieses Archiv wird
anstelle der Standardeingabe bzw. Standardausgabe verwendet.
-i Dateien können interaktiv umbenannt werden. Für jede archivierte
Datei, deren Name zu einem Operanden muster paßt, oder für jede
Datei, die mit einem Operanden datei übereinstimmt, wird eine
Eingabeaufforderung nach /dev/tty geschrieben. Diese Eingabeauf-
forderung enthält den Namen der Datei. Von /dev/tty wird eine
Zeile gelesen. Ist diese Zeile leer, wird die Datei übergangen.
Wenn die Zeile aus einem einzelnen Punkt besteht, wird die Datei
ohne Namensänderung verarbeitet. Andernfalls wird der Name durch
den Inhalt der Zeile ersetzt. Wenn ein Dateiendezeichen beim
Lesen einer Antwort auftritt oder wenn /dev/tty nicht zum Lesen
oder Schreiben geöffnet werden kann, beendet sich das Kommando
pax umgehend mit einem Endestatus ungleich null.
-k Verhindert das Überschreiben bestehender Dateien.
-l Erstellt Links zwischen Dateien. Im Kopiermodus werden zwischen
den Quell- und Zieldateihierarchien, wenn möglich, Hard Links
erstellt.
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-n Wählt die erste archivierte Datei aus, die zu einem Operanden
muster paßt. Für jeden Operanden muster wird immer nur eine pas-
sende Datei ausgewählt (Dateihierarchien, die von Verzeichnissen
ausgehen, sind von dieser Einschränkung nicht betroffen).
-p zeichenkette
Legt Dateimerkmale (Berechtigungen) fest. Das Argument
zeichenkette beinhaltet die Dateimerkmale, die bei der Extrahier-
ung beibehalten oder ignoriert werden sollen. zeichenkette
besteht aus den Spezifizierungszeichen a, e, m, o und p. In der-
selben Zeichenkette können mehrere Merkmale verknüpft werden, und
die Option -p kann mehrfach angegeben werden. Die Spezifizie-
rungszeichen haben folgende Bedeutungen:
a Datum und Uhrzeit des letzten Dateizugriffs werden auf das
aktuelle Datum gesetzt.
e Benutzer-ID, Gruppen-ID, Zugriffsrechte [siehe chmod(1)],
Datum und Uhrzeit des letzten Zugriffs, Datum und Uhrzeit
der letzten Änderung werden beibehalten.
m Datum und Uhrzeit der letzten Dateiänderung werden nicht
beibehalten.
o Benutzer-ID und Gruppen-ID werden beibehalten.
p Zugriffsrechte werden beibehalten.
In der obigen Liste bedeutet "beibehalten", daß ein im Archiv
gespeichertes Attribut abhängig von den Berechtigungen des aufru-
fenden Prozesses an die extrahierte Datei weitergegeben wird.
Andernfalls wird das Attribut wie bei Neuerstellung einer Datei
festgelegt.
Wenn weder das Spezifizierungszeichen e noch o angegeben ist oder
die Benutzer- und Gruppen-IDs nicht beibehalten werden, setzt pax
die s-Bit für den Dateimodus nicht.
Wenn eines dieser Attribute aus irgendeinem Grund nicht beibehal-
ten werden kann, schreibt pax eine Diagnosemeldung auf die Stan-
dardfehlerausgabe. Wenn ein Attribut nicht beibehalten werden
kann, hat dies zwar Auswirkungen auf den Endestatus, die extra-
hierte Datei wird jedoch nicht gelöscht.
Wenn Spezifizierungszeichen in einem der Argumente zeichenkette
doppelt vorkommen oder mit anderen Argumenten in Konflikt gera-
ten, erhalten die zuletzt eingegebenen Argumente Vorrang. Wenn
beispielsweise -p eme angegeben wird, werden Datum und Uhrzeit
der letzten Dateiänderung beibehalten.
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-s anweisung
Ändert Dateinamen, die von den Operanden muster oder datei ange-
geben wurden, entsprechend der Anweisung anweisung. Hierbei wird
die Syntax des Kommandos ed(1) verwendet. Die Begriffe "Adresse"
und "Zeile" haben im Kontext des Kommandos pax keine Bedeutung.
Es wird folgendes Format verwendet:
-s /old/new/[gp]
Wie auch bei ed, ist old ein einfacher regulärer Ausdruck, und
new kann &-Zeichen, \n (wobei n eine Ziffer ist) Rückverweise und
Unterausdrücke enthalten. Die Zeichenkette old kann auch Neue-
Zeile-Zeichen enthalten.
Als Begrenzungszeichen können alle Zeichen verwendet werden (hier
z. B. /). Mehrere Ausdrücke -s sind erlaubt. Die Ausdrücke werden
in der angegebenen Reihenfolge ausgewertet bis zur ersten erfolg-
reichen Ersetzung. Das optionale nachgestellte g wirkt wie bei
ed(1) beschrieben. Das optionale nachgestellte p bewirkt, daß
erfolgreiche Ersetzungen auf die Standardfehlerausgabe geschrie-
ben werden. Dateinamen, die durch eine leere Zeichenkette ersetzt
werden, werden beim Lesen und Schreiben von Archiven ignoriert.
-t Datum und Uhrzeit des letzten Zugriffs auf archivierte Dateien
werden auf den Wert gesetzt, den sie vor dem Zugriff durch pax
hatten.
-u Ignoriert Dateien, die älter sind (älteres Datum/Uhrzeit der
letzten Änderung aufweisen) als eine bereits existierende gleich-
namige Datei. Im Lesemodus wird eine archivierte Datei, die den-
selben Namen wie eine Datei im Dateisystem hat, extrahiert, wenn
die archivierte Datei aktueller ist als die im Dateisystem. Im
Schreibmodus wird eine Datei nur dann gesichert, wenn es im
Archiv keine gleichnamige Datei jüngeren Datums gibt.
Hinweis: pax -wu verhält sich wie pax -wau, d. h. es werden
Dateien am Ende des Archivs angehängt.
Im Kopiermodus wird die Datei in der Zielhierarchie durch die
Datei in der Quellhierarchie oder durch einen Link auf die Datei
in der Quellhierarchie ersetzt, wenn die Datei in der Quellhier-
archie aktueller ist.
-v Im Listenmodus wird ein ausführliches Inhaltsverzeichnis auf die
Standardausgabe geschrieben. Sonst werden die Pfadnamen der gesi-
cherten Dateien auf die Standardfehlerausgabe geschrieben.
-x format
Gibt das Archivausgabeformat an. Das Kommando pax erkennt die
folgenden Formate:
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cpio Erweitertes cpio-Austauschformat. Die Standardblockgröße
für dieses Format für zeichenorientierte Archivdateien
ist 5120. Implementierungen von pax unterstützen alle
Werte für die Blockgröße bis einschließlich 32256, die
ein Vielfaches von 512 sind.
Achtung: pax zeigt nur transportable cpio-Archive an.
Diese werden mit cpio -o -H odc erzeugt.
ustar Erweitertes tar-Austauschformat. Die Standardblockgröße
für dieses Format für zeichenorientierte Archivdateien
ist 10240. Implementierungen von pax unterstützen alle
Werte für die Blockgröße bis einschließlich 32256, die
ein Vielfaches von 512 sind.
Achtung: Dieses Format ist bei Dateien größer als 2 GB
anzugeben. In diesem Fall wird eine Warnung ausgegeben.
Bei jedem Versuch, Daten an eine Archivdatei in einem anderen
Format als im vorhandenen Archivformat anzuhängen, beendet sich
pax sofort mit einem Endestatus ungleich null.
-X Beim Durchlauf durch eine Dateihierarchie, die durch einen Pfad-
namen angegeben ist, wechselt pax nicht in Verzeichnisse, die in
einem anderen Dateisystem liegen.
Die Optionen, die mit den Namen von Dateien arbeiten (-c, -i, -n, -s,
-u und -v) werden wie im folgenden beschrieben nacheinander ausgewer-
tet.
Im Schreibmodus werden die Dateien aufgrund der vom Benutzer angegebe-
nen Pfadnamen und entsprechend den Änderungen durch die Optionen -n
und -u ausgewählt. Anschließend ändern die Optionen -s und -i in die-
ser Reihenfolge die Namen der ausgewählten Dateien. Die Option -v gibt
die Namen aus, die sich aufgrund dieser Änderungen ergeben.
Wenn sowohl die Option -u als auch die Option -n angegeben werden,
berücksichtigt pax eine Datei nur, wenn sie aktueller als die Datei
ist, mit der sie verglichen wird.
verzeichnis
Pfadname des Zielverzeichnisses für den Kopiermodus.
datei
Pfadname einer zu kopierenden oder archivierenden Datei.
muster
Muster, das auf einen oder mehrere Pfadnamen von archivierten
Dateien paßt. Standardmäßig (wenn kein muster angegeben ist) wer-
den alle Dateien im Archiv ausgewählt.
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STANDARDEINGABE (STDIN)
Im Schreibmodus wird die Standardeingabe nur verwendet, wenn keine
datei-Operanden angegeben sind. Die Standardeingabe muß dann eine
Textdatei sein, die eine Liste der Pfadnamen enthält. Die Datei muß
einen Pfadnamen pro Zeile beinhalten und es dürfen keine führenden
oder nachgestellten Leerzeichen vorkommen.
Im Listen- und Lesemodus, muß die Standardeingabe eine Archivdatei
sein.
Andernfalls wird die Standardeingabe nicht verwendet.
EINGABEDATEIEN
Die vom Argument archiv angegebene Eingabedatei bzw. die Standardein-
gabe, wenn das Archiv von ihr gelesen wird, ist eine Datei, die ent-
sprechend einem der bei der Option -x aufgeführten Archivformate for-
matiert ist.
Auf bzw. von /dev/tty werden Eingabeaufforderungen geschrieben und
Antworten gelesen.
UMGEBUNGSVARIABLEN
LANG Gibt einen Standardwert für Internationalisierungsvariablen
an, die nicht gesetzt oder null sind. Ist LANG nicht gesetzt
oder null, wird der entsprechende Standardwert der interna-
tionalen Umgebung verwendet. Enthält eine der Internationali-
sierungsvariablen eine ungültige Einstellung, verhält sich
pax so, als sei keine der Variablen definiert worden.
LCALL Ist diese Variable auf einen Wert gesetzt, d. h. ist sie
nicht leer, überschreibt dieser Wert die Werte aller übrigen
Internationalisierungsvariablen.
LCCOLLATE
Legt die internationale Umgebung für das Verhalten von Berei-
chen, Äquivalenzklassen und Sortierelementen fest, die in
Ausdrücken für den Musterabgleich für den Operanden muster,
im einfachen regulären Ausdruck für die Option -s und im
erweiterten regulären Ausdruck, der für das Schlüsselwort
yesexpr in der Kategorie LCMESSAGES definiert wurde, verwen-
det werden.
LCCTYPE Legt die internationale Umgebung für die Interpretation von
Byte-Folgen als Zeichen fest (zum Beispiel Einzelbytezeichen
im Unterschied zu Mehrbytezeichen in Argumenten und Eingabe-
dateien), für das Verhalten von Zeichenklassen, die im erwei-
terten regulären Ausdruck verwendet werden, der für das
Schlüsselwort yesexpr in der Kategorie LCMESSAGES definiert
wurde, sowie für den Musterabgleich.
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LCMESSAGES
Legt die internationale Umgebung für die Verarbeitung von
ja/nein-Antworten fest, sowie Format und Sprache von Diagno-
semeldungen, die pax ausgibt.
LCTIME Legt das Format und den Inhalt von Datums- und Uhrzeitangaben
fest, wenn die Option -v angegeben ist.
NLSPATH Legt die Position der Meldungskataloge für die Verarbeitung
von LCMESSAGES fest.
STANDARDAUSGABE (STDOUT)
Wenn -f im Schreibmodus nicht angegeben ist, ist die Standardausgabe
das Archiv, das entsprechend einem der bei der Option -x aufgeführten
Archivformate formatiert ist.
Im Listenmodus wird das Inhaltsverzeichnis der ausgewählten Dateien im
folgenden Format auf die Standardausgabe geschrieben:
"%s\n", pathname
Ist im Listenmodus die Option -v angegeben, wird das Inhaltsverzeich-
nis der ausgewählten Dateien in folgenden Formaten auf die Standard-
ausgabe geschrieben:
Pfadnamen, die Hard Links zu vorherigen Dateien darstellen, werden in
diesem Format geschrieben:
"%s == %s\n", ls-llisting, linkname
Alle anderen Pfadnamen werden in diesem Format geschrieben:
"%s\n", ls-llisting
Hierbei ist ls-llisting das Format, das vom Kommando ls mit der
Option -l erzeugt wird.
STANDARDFEHLERAUSGABE (STDERR)
Wenn -v im Lese-, Schreib- oder Kopiermodus angegeben ist, schreibt
pax die Pfadnamen, die es verarbeitet, im folgenden Format auf die
Standardfehlerausgabe:
"%s\n", pathname
Diese Pfadnamen werden bei Beginn der Verarbeitung der Datei ausgege-
ben. Das abschließende Neue-Zeile-Zeichen wird ausgegeben, nachdem die
Datei gelesen oder geschrieben wurde.
Wenn die Option -s angegeben ist und sich ein nachgestelltes p in der
Ersatzzeichenkette befindet, werden Ersetzungen im folgenden Format
auf die Standardfehlerausgabe geschrieben:
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pax(1) pax(1)
"%s >> %s\n", originalpathname, newpathname
Eventuelle Meldungen über das Format des Archivs werden ebenfalls auf
die Standardfehlerausgabe geschrieben.
AUSGABEDATEIEN
Im Lesemodus haben die extrahierten oder kopierten Dateien den Typ der
archivierten Datei.
Im Schreibmodus ist die mit dem Argument -f benannte Ausgabedatei ent-
sprechend einem der bei der Option -x aufgeführten Archivformate for-
matiert.
ENDESTATUS
0 Alle Dateien wurden erfolgreich verarbeitet.
>0 Ein Fehler ist aufgetreten.
AUSWIRKUNG VON FEHLERN
Wenn pax beim Lesen eines Archivs eine Datei oder einen Link nicht
erstellen kann, beim Schreiben eines Archivs eine Datei nicht finden
kann oder bei gesetzter Option -p die Benutzer-ID, Gruppen-ID bzw. die
Zugriffsrechte nicht beibehalten kann, wird eine Diagnosemeldung auf
die Standardfehlerausgabe geschrieben und ein Endestatus ungleich null
zurückgegeben. Die Verarbeitung wird jedoch fortgesetzt. Wenn pax kei-
nen Link auf eine Datei erstellen kann, erstellt es standardmäßig
keine zweite Kopie der Datei.
Wenn die Extrahierung einer Datei aus einem Archiv vorzeitig durch ein
Signal oder einen Fehler beendet wird, hat pax möglicherweise nur
einen Teil der Datei extrahiert, oder (wenn die Option -n nicht ange-
geben wurde) hat es möglicherweise eine Datei unter dem vom Benutzer
angegebenen Namen extrahiert, die jedoch nicht die vom Benutzer
gewünschte Datei ist.
Darüber hinaus können Zugriffsrechte von extrahierten Verzeichnissen
möglicherweise zusätzliche Bit aus der Schutzbit-Maske sowie nicht
korrekte Datums- und Uhrzeitangaben der letzten Änderung und des letz-
ten Zugriffs haben.
ANWENDUNGSHINWEISE
Die Option -p wurde eingeführt, um die Unterschiede zwischen den her-
kömmlichen Implementierungen tar und cpio anzugleichen. Diese beiden
Kommandos verwenden insbesondere -m auf unterschiedliche Art und
Weise. Die Option -p bietet darüber hinaus erweiterte Möglichkeiten
für die einheitliche Adressierung künftiger Dateiattribute, beispiels-
weise für erweiterte Sicherungssysteme oder Hochleistungsarchive. Von
den möglichen Kombinationen werden meistens nur zwei Modi verwendet:
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pax(1) pax(1)
-p e "Alles beibehalten" wird vom herkömmlichen Superuser verwendet,
der über alle entsprechenden Berechtigungen verfügt, um alle
Dateiattribute so beizubehalten, wie sie im Archiv aufgezeich-
net wurden. Das Flag e ist die Summe aus o und p.
-p p "Beibehalten" der Zugriffsrechte. Wird vom Benutzer mit regulä-
ren Berechtigungen verwendet, der die Dateiattribute außer dem
Eigentümer beibehalten möchte. Datum- und Uhrzeitangaben der
Datei werden standardmäßig beibehalten. Mit zwei anderen Flags
können diese jedoch deaktiviert und Datum- und Uhrzeit der
Extrahierung verwendet werden.
Für Teile der beschriebenen Funktionalität sind entspechende Berechti-
gungen für den Aufrufer von pax erforderlich, insbesondere beim
Erstellen von block- oder zeichenorientierten Gerätedateien, beim Wie-
derherstellen von Datum und Uhrzeit des Dateizugriffs (Option -t),
sofern der Benutzer nicht Eigentümer der Dateien ist, oder für das
Beibehalten des Dateieigentümers, der Gruppe und des Modus (Option
-p).
MELDUNGEN
Warnung: Datei >2GB wird archiviert.
Datei >2GB kann mit "-x cpio" Option nicht bearbeitet werden.
BEISPIELE
Das folgende Kommando schreibt alle Dateien sowie den Inhalt der Ver-
zeichnisse, deren Namen mit "g" beginnen, in das Archiv datei.pax
(verpacken):
pax -wv -f datei.pax g*
Das folgende Kommando liest das Archiv datei.pax (entpacken):
pax -rv -f datei.pax
Das folgende Kommando kopiert den Inhalt des aktuellen Verzeichnisses
auf ein Band:
pax -w -f /dev/rmt/m0 .
Die folgenden Kommandos kopieren die Verzeichnishierarchie olddir in
newdir:
mkdir newdir
pax -rw olddir newdir
Das folgende Kommando liest das Archiv a.pax, wobei alle von /usr aus-
gehenden Verzeichnisse/Dateien des Archivs relativ zum aktuellen Ver-
zeichnis extrahiert werden.
pax -r -s ',//*usr//*,,' -f a.pax
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pax(1) pax(1)
SIEHE AUCH
cpio(1), tar(1).
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