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⇒ pax(1) — Reliant UNIX 5.44c4

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pax(1)                                                               pax(1)

NAME
     pax - Bearbeitung portierbarer Archive

SYNTAX
     pax [-cdnv] [-f archiv] [-s anweisung] ... [muster ...]

     pax -r[-cdiknuv] [-f archiv] [-p zeichenkette] ... [-s anweisung] ...
         [muster ...]

     pax -w[-dituvX] [-b blockgröße] [-a] [-f archiv] [-s anweisung] ...
         [-x format] [datei ...]

     pax -r -w[-diklntuvX] [-p zeichenkette] ... [-s anweisung] ...
         [datei ...] verzeichnis

BESCHREIBUNG
     Das Kommando pax schreibt Dateien in Archivdateien, liest sie oder
     erstellt Listen dieser Dateien und kopiert Verzeichnishierarchien. Es
     werden mehrere Archivformate unterstützt; siehe Option -x format.

     Welche Aktion ausgeführt wird, hängt davon ab, welche der Optionen -r
     und -w angegeben wurde. Die vier möglichen Kombinationen von -r und -w
     ergeben die vier Betriebsmodi: Listen-, Lese-, Schreib- und Kopiermo-
     dus, entsprechend den vier unter SYNTAX aufgeführten Formen.

     list    Im Listenmodus (list mode, d. h. weder -r noch -w sind angege-
             ben) liest pax eine Archivdatei von der Standardeingabe und
             schreibt die Namen der gesicherten Dateien, deren Pfadnamen
             auf das angegebene Muster muster passen, auf die Standardaus-
             gabe. Wenn es sich bei einer angegebenen Datei um ein Ver-
             zeichnis handelt, wird die davon ausgehende Dateihierarchie
             ebenfalls ausgegeben.

     read    Im Lesemodus (read mode, d. h. -r ist angegeben, -w jedoch
             nicht) liest pax eine Archivdatei von der Standardeingabe und
             extrahiert die Dateien, deren Pfadnamen auf das angegebene
             Muster muster passen. Wenn es sich bei einer extrahierten
             Datei um ein Verzeichnis handelt, wird die davon ausgehende
             Dateihierarchie ebenfalls extrahiert. Die extrahierten Dateien
             werden relativ zu der aktuellen Dateihierarchie erstellt.

             Eigentümer, Datum/Uhrzeit des letzten Zugriffs bzw. der letz-
             ten Änderung sowie Dateimodus der wiederhergestellten Dateien
             sind bei der Option -p beschrieben.











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pax(1)                                                               pax(1)

     write   Im Schreibmodus (write mode, d. h. -w ist angegeben, -r jedoch
             nicht) schreibt pax den Inhalt der datei-Operanden in einem
             Archivformat auf die Standardausgabe. Wenn kein Operand datei
             angegeben ist, wird eine Liste der zu kopierenden Dateien,
             jeweils eine Datei pro Zeile, von der Standardeingabe gelesen.
             Bei Angabe eines Verzeichnisses werden alle Dateien in der
             davon ausgehenden Dateihierarchie kopiert.

     copy    Im Kopiermodus (copy mode, d. h. sowohl -r als auch -w sind
             angegeben) kopiert pax die datei-Operanden in das Zielver-
             zeichnis verzeichnis.

             Wenn keine datei-Operanden angegeben sind, wird eine Liste der
             zu kopierenden Dateien, jeweils eine Datei pro Zeile, von der
             Standardeingabe gelesen. Bei Angabe eines Verzeichnisses wer-
             den alle Dateien in der davon ausgehenden Dateihierarchie
             kopiert.

             Der Kopiervorgang läuft so ab, als würden die kopierten
             Dateien in eine Archivdatei geschrieben und anschließend
             extrahiert werden, außer daß hierbei möglicherweise Hard Links
             zwischen den Originaldateien und den kopierten Dateien beste-
             hen.

     Wenn im Lese- oder Kopiermodus zum Extrahieren einer Datei Zwischen-
     verzeichnisse erforderlich sind, werden diese von pax erstellt.

     Wenn nicht mindestens eine Datei mit den angegebenen Operanden muster
     oder datei übereinstimmt, schreibt pax für jeden Operanden, für den
     keine Übereinstimmung existiert, eine Diagnosemeldung auf die Stan-
     dardfehlerausgabe und beendet sich mit einem Endestatus ungleich null.

     Die unterstützten Archivformate werden beim Lesen von Archiven automa-
     tisch erkannt. Das Standardausgabeformat für Archive beim Schreiben
     (keine Option -x angegeben) ist das erweiterte tar-Format.

     Ein Archiv kann sich über mehrere Dateien erstrecken. Das Kommando pax
     stellt fest, welche Datei als nächste gelesen oder geschrieben werden
     soll.

     Wenn das ausgewählte Archivformat die Angabe von Links zwischen
     Dateien unterstützt, meldet pax einen Fehler, wenn bei der Extrahier-
     ung kein Link zwischen diesen Dateien erstellt werden kann.











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pax(1)                                                               pax(1)

OPTIONEN
     -r   Liest eine Archivdatei von der Standardeingabe.

     -w   Schreibt Dateien im angegebenen Archivformat auf die Standardaus-
          gabe.

     -a   Hängt Dateien an das Ende des Archivs an.

     -b blockgröße
          Stellt die Daten in Blöcken in die Archivdatei. Dabei wird die
          Blockgröße als positive dezimale Ganzzahl angegeben. Geräte und
          Archivformate können möglicherweise Beschränkungen für die Blok-
          kung festlegen. Bei der Eingabe wird die Blockung automatisch
          festgestellt. Die Standardblockung beim Erstellen von Archiven
          hängt vom Archivformat ab (siehe Option -x unten). Um ein porta-
          bles Archiv zu erhalten, darf die Blockgröße nicht größer als 32
          KByte sein.

     -c   Wählt alle Dateien aus, außer den von den Operanden muster oder
          datei angegebenen.

     -d   Bei Verzeichnissen wird die von diesem Verzeichnis ausgehende
          Dateihierarchie nicht mitkopiert bzw. eingelesen bzw. archiviert.

     -f archiv
          Gibt den Pfadnamen des Eingabearchivs (im Listen- und Lesemodus)
          oder des Ausgabearchivs (Schreibmodus) an. Dieses Archiv wird
          anstelle der Standardeingabe bzw. Standardausgabe verwendet.

     -i   Dateien können interaktiv umbenannt werden. Für jede archivierte
          Datei, deren Name zu einem Operanden muster paßt, oder für jede
          Datei, die mit einem Operanden datei übereinstimmt, wird eine
          Eingabeaufforderung nach /dev/tty geschrieben. Diese Eingabeauf-
          forderung enthält den Namen der Datei. Von /dev/tty wird eine
          Zeile gelesen. Ist diese Zeile leer, wird die Datei übergangen.
          Wenn die Zeile aus einem einzelnen Punkt besteht, wird die Datei
          ohne Namensänderung verarbeitet. Andernfalls wird der Name durch
          den Inhalt der Zeile ersetzt. Wenn ein Dateiendezeichen beim
          Lesen einer Antwort auftritt oder wenn /dev/tty nicht zum Lesen
          oder Schreiben geöffnet werden kann, beendet sich das Kommando
          pax umgehend mit einem Endestatus ungleich null.

     -k   Verhindert das Überschreiben bestehender Dateien.

     -l   Erstellt Links zwischen Dateien. Im Kopiermodus werden zwischen
          den Quell- und Zieldateihierarchien, wenn möglich, Hard Links
          erstellt.







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pax(1)                                                               pax(1)

     -n   Wählt die erste archivierte Datei aus, die zu einem Operanden
          muster paßt. Für jeden Operanden muster wird immer nur eine pas-
          sende Datei ausgewählt (Dateihierarchien, die von Verzeichnissen
          ausgehen, sind von dieser Einschränkung nicht betroffen).

     -p zeichenkette
          Legt Dateimerkmale (Berechtigungen) fest. Das Argument
          zeichenkette beinhaltet die Dateimerkmale, die bei der Extrahier-
          ung beibehalten oder ignoriert werden sollen. zeichenkette
          besteht aus den Spezifizierungszeichen a, e, m, o und p. In der-
          selben Zeichenkette können mehrere Merkmale verknüpft werden, und
          die Option -p kann mehrfach angegeben werden. Die Spezifizie-
          rungszeichen haben folgende Bedeutungen:

          a    Datum und Uhrzeit des letzten Dateizugriffs werden auf das
               aktuelle Datum gesetzt.

          e    Benutzer-ID, Gruppen-ID, Zugriffsrechte [siehe chmod(1)],
               Datum und Uhrzeit des letzten Zugriffs, Datum und Uhrzeit
               der letzten Änderung werden beibehalten.

          m    Datum und Uhrzeit der letzten Dateiänderung werden nicht
               beibehalten.

          o    Benutzer-ID und Gruppen-ID werden beibehalten.

          p    Zugriffsrechte werden beibehalten.

          In der obigen Liste bedeutet "beibehalten", daß ein im Archiv
          gespeichertes Attribut abhängig von den Berechtigungen des aufru-
          fenden Prozesses an die extrahierte Datei weitergegeben wird.
          Andernfalls wird das Attribut wie bei Neuerstellung einer Datei
          festgelegt.

          Wenn weder das Spezifizierungszeichen e noch o angegeben ist oder
          die Benutzer- und Gruppen-IDs nicht beibehalten werden, setzt pax
          die s-Bit für den Dateimodus nicht.

          Wenn eines dieser Attribute aus irgendeinem Grund nicht beibehal-
          ten werden kann, schreibt pax eine Diagnosemeldung auf die Stan-
          dardfehlerausgabe. Wenn ein Attribut nicht beibehalten werden
          kann, hat dies zwar Auswirkungen auf den Endestatus, die extra-
          hierte Datei wird jedoch nicht gelöscht.

          Wenn Spezifizierungszeichen in einem der Argumente zeichenkette
          doppelt vorkommen oder mit anderen Argumenten in Konflikt gera-
          ten, erhalten die zuletzt eingegebenen Argumente Vorrang. Wenn
          beispielsweise -p eme angegeben wird, werden Datum und Uhrzeit
          der letzten Dateiänderung beibehalten.





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pax(1)                                                               pax(1)

     -s anweisung
          Ändert Dateinamen, die von den Operanden muster oder datei ange-
          geben wurden, entsprechend der Anweisung anweisung. Hierbei wird
          die Syntax des Kommandos ed(1) verwendet. Die Begriffe "Adresse"
          und "Zeile" haben im Kontext des Kommandos pax keine Bedeutung.
          Es wird folgendes Format verwendet:

          -s /old/new/[gp]

          Wie auch bei ed, ist old ein einfacher regulärer Ausdruck, und
          new kann &-Zeichen, \n (wobei n eine Ziffer ist) Rückverweise und
          Unterausdrücke enthalten. Die Zeichenkette old kann auch Neue-
          Zeile-Zeichen enthalten.

          Als Begrenzungszeichen können alle Zeichen verwendet werden (hier
          z. B. /). Mehrere Ausdrücke -s sind erlaubt. Die Ausdrücke werden
          in der angegebenen Reihenfolge ausgewertet bis zur ersten erfolg-
          reichen Ersetzung. Das optionale nachgestellte g wirkt wie bei
          ed(1) beschrieben. Das optionale nachgestellte p bewirkt, daß
          erfolgreiche Ersetzungen auf die Standardfehlerausgabe geschrie-
          ben werden. Dateinamen, die durch eine leere Zeichenkette ersetzt
          werden, werden beim Lesen und Schreiben von Archiven ignoriert.

     -t   Datum und Uhrzeit des letzten Zugriffs auf archivierte Dateien
          werden auf den Wert gesetzt, den sie vor dem Zugriff durch pax
          hatten.

     -u   Ignoriert Dateien, die älter sind (älteres Datum/Uhrzeit der
          letzten Änderung aufweisen) als eine bereits existierende gleich-
          namige Datei. Im Lesemodus wird eine archivierte Datei, die den-
          selben Namen wie eine Datei im Dateisystem hat, extrahiert, wenn
          die archivierte Datei aktueller ist als die im Dateisystem. Im
          Schreibmodus wird eine Datei nur dann gesichert, wenn es im
          Archiv keine gleichnamige Datei jüngeren Datums gibt.

          Hinweis: pax -wu verhält sich wie pax -wau, d. h. es werden
          Dateien am Ende des Archivs angehängt.

          Im Kopiermodus wird die Datei in der Zielhierarchie durch die
          Datei in der Quellhierarchie oder durch einen Link auf die Datei
          in der Quellhierarchie ersetzt, wenn die Datei in der Quellhier-
          archie aktueller ist.

     -v   Im Listenmodus wird ein ausführliches Inhaltsverzeichnis auf die
          Standardausgabe geschrieben. Sonst werden die Pfadnamen der gesi-
          cherten Dateien auf die Standardfehlerausgabe geschrieben.

     -x format
          Gibt das Archivausgabeformat an. Das Kommando pax erkennt die
          folgenden Formate:




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pax(1)                                                               pax(1)

          cpio    Erweitertes cpio-Austauschformat. Die Standardblockgröße
                  für dieses Format für zeichenorientierte Archivdateien
                  ist 5120. Implementierungen von pax unterstützen alle
                  Werte für die Blockgröße bis einschließlich 32256, die
                  ein Vielfaches von 512 sind.

                  Achtung: pax zeigt nur transportable cpio-Archive an.
                  Diese werden mit cpio -o -H odc erzeugt.

          ustar   Erweitertes tar-Austauschformat. Die Standardblockgröße
                  für dieses Format für zeichenorientierte Archivdateien
                  ist 10240. Implementierungen von pax unterstützen alle
                  Werte für die Blockgröße bis einschließlich 32256, die
                  ein Vielfaches von 512 sind.

                  Achtung: Dieses Format ist bei Dateien größer als 2 GB
                  anzugeben. In diesem Fall wird eine Warnung ausgegeben.

          Bei jedem Versuch, Daten an eine Archivdatei in einem anderen
          Format als im vorhandenen Archivformat anzuhängen, beendet sich
          pax sofort mit einem Endestatus ungleich null.

     -X   Beim Durchlauf durch eine Dateihierarchie, die durch einen Pfad-
          namen angegeben ist, wechselt pax nicht in Verzeichnisse, die in
          einem anderen Dateisystem liegen.

     Die Optionen, die mit den Namen von Dateien arbeiten (-c, -i, -n, -s,
     -u und -v) werden wie im folgenden beschrieben nacheinander ausgewer-
     tet.

     Im Schreibmodus werden die Dateien aufgrund der vom Benutzer angegebe-
     nen Pfadnamen und entsprechend den Änderungen durch die Optionen -n
     und -u ausgewählt. Anschließend ändern die Optionen -s und -i in die-
     ser Reihenfolge die Namen der ausgewählten Dateien. Die Option -v gibt
     die Namen aus, die sich aufgrund dieser Änderungen ergeben.

     Wenn sowohl die Option -u als auch die Option -n angegeben werden,
     berücksichtigt pax eine Datei nur, wenn sie aktueller als die Datei
     ist, mit der sie verglichen wird.

     verzeichnis
          Pfadname des Zielverzeichnisses für den Kopiermodus.

     datei
          Pfadname einer zu kopierenden oder archivierenden Datei.

     muster
          Muster, das auf einen oder mehrere Pfadnamen von archivierten
          Dateien paßt. Standardmäßig (wenn kein muster angegeben ist) wer-
          den alle Dateien im Archiv ausgewählt.




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pax(1)                                                               pax(1)

STANDARDEINGABE (STDIN)
     Im Schreibmodus wird die Standardeingabe nur verwendet, wenn keine
     datei-Operanden angegeben sind. Die Standardeingabe muß dann eine
     Textdatei sein, die eine Liste der Pfadnamen enthält. Die Datei muß
     einen Pfadnamen pro Zeile beinhalten und es dürfen keine führenden
     oder nachgestellten Leerzeichen vorkommen.

     Im Listen- und Lesemodus, muß die Standardeingabe eine Archivdatei
     sein.

     Andernfalls wird die Standardeingabe nicht verwendet.

EINGABEDATEIEN
     Die vom Argument archiv angegebene Eingabedatei bzw. die Standardein-
     gabe, wenn das Archiv von ihr gelesen wird, ist eine Datei, die ent-
     sprechend einem der bei der Option -x aufgeführten Archivformate for-
     matiert ist.

     Auf bzw. von /dev/tty werden Eingabeaufforderungen geschrieben und
     Antworten gelesen.

UMGEBUNGSVARIABLEN
     LANG     Gibt einen Standardwert für Internationalisierungsvariablen
              an, die nicht gesetzt oder null sind. Ist LANG nicht gesetzt
              oder null, wird der entsprechende Standardwert der interna-
              tionalen Umgebung verwendet. Enthält eine der Internationali-
              sierungsvariablen eine ungültige Einstellung, verhält sich
              pax so, als sei keine der Variablen definiert worden.

     LCALL   Ist diese Variable auf einen Wert gesetzt, d. h. ist sie
              nicht leer, überschreibt dieser Wert die Werte aller übrigen
              Internationalisierungsvariablen.

     LCCOLLATE
              Legt die internationale Umgebung für das Verhalten von Berei-
              chen, Äquivalenzklassen und Sortierelementen fest, die in
              Ausdrücken für den Musterabgleich für den Operanden muster,
              im einfachen regulären Ausdruck für die Option -s und im
              erweiterten regulären Ausdruck, der für das Schlüsselwort
              yesexpr in der Kategorie LCMESSAGES definiert wurde, verwen-
              det werden.

     LCCTYPE Legt die internationale Umgebung für die Interpretation von
              Byte-Folgen als Zeichen fest (zum Beispiel Einzelbytezeichen
              im Unterschied zu Mehrbytezeichen in Argumenten und Eingabe-
              dateien), für das Verhalten von Zeichenklassen, die im erwei-
              terten regulären Ausdruck verwendet werden, der für das
              Schlüsselwort yesexpr in der Kategorie LCMESSAGES definiert
              wurde, sowie für den Musterabgleich.





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pax(1)                                                               pax(1)

     LCMESSAGES
              Legt die internationale Umgebung für die Verarbeitung von
              ja/nein-Antworten fest, sowie Format und Sprache von Diagno-
              semeldungen, die pax ausgibt.

     LCTIME  Legt das Format und den Inhalt von Datums- und Uhrzeitangaben
              fest, wenn die Option -v angegeben ist.

     NLSPATH  Legt die Position der Meldungskataloge für die Verarbeitung
              von LCMESSAGES fest.

STANDARDAUSGABE (STDOUT)
     Wenn -f im Schreibmodus nicht angegeben ist, ist die Standardausgabe
     das Archiv, das entsprechend einem der bei der Option -x aufgeführten
     Archivformate formatiert ist.

     Im Listenmodus wird das Inhaltsverzeichnis der ausgewählten Dateien im
     folgenden Format auf die Standardausgabe geschrieben:

          "%s\n", pathname

     Ist im Listenmodus die Option -v angegeben, wird das Inhaltsverzeich-
     nis der ausgewählten Dateien in folgenden Formaten auf die Standard-
     ausgabe geschrieben:

     Pfadnamen, die Hard Links zu vorherigen Dateien darstellen, werden in
     diesem Format geschrieben:

          "%s == %s\n", ls-llisting, linkname

     Alle anderen Pfadnamen werden in diesem Format geschrieben:

          "%s\n", ls-llisting

     Hierbei ist ls-llisting das Format, das vom Kommando ls mit der
     Option -l erzeugt wird.

STANDARDFEHLERAUSGABE (STDERR)
     Wenn -v im Lese-, Schreib- oder Kopiermodus angegeben ist, schreibt
     pax die Pfadnamen, die es verarbeitet, im folgenden Format auf die
     Standardfehlerausgabe:

          "%s\n", pathname

     Diese Pfadnamen werden bei Beginn der Verarbeitung der Datei ausgege-
     ben. Das abschließende Neue-Zeile-Zeichen wird ausgegeben, nachdem die
     Datei gelesen oder geschrieben wurde.

     Wenn die Option -s angegeben ist und sich ein nachgestelltes p in der
     Ersatzzeichenkette befindet, werden Ersetzungen im folgenden Format
     auf die Standardfehlerausgabe geschrieben:



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pax(1)                                                               pax(1)

          "%s >> %s\n", originalpathname, newpathname

     Eventuelle Meldungen über das Format des Archivs werden ebenfalls auf
     die Standardfehlerausgabe geschrieben.

AUSGABEDATEIEN
     Im Lesemodus haben die extrahierten oder kopierten Dateien den Typ der
     archivierten Datei.

     Im Schreibmodus ist die mit dem Argument -f benannte Ausgabedatei ent-
     sprechend einem der bei der Option -x aufgeführten Archivformate for-
     matiert.

ENDESTATUS
     0   Alle Dateien wurden erfolgreich verarbeitet.

     >0  Ein Fehler ist aufgetreten.

AUSWIRKUNG VON FEHLERN
     Wenn pax beim Lesen eines Archivs eine Datei oder einen Link nicht
     erstellen kann, beim Schreiben eines Archivs eine Datei nicht finden
     kann oder bei gesetzter Option -p die Benutzer-ID, Gruppen-ID bzw. die
     Zugriffsrechte nicht beibehalten kann, wird eine Diagnosemeldung auf
     die Standardfehlerausgabe geschrieben und ein Endestatus ungleich null
     zurückgegeben. Die Verarbeitung wird jedoch fortgesetzt. Wenn pax kei-
     nen Link auf eine Datei erstellen kann, erstellt es standardmäßig
     keine zweite Kopie der Datei.

     Wenn die Extrahierung einer Datei aus einem Archiv vorzeitig durch ein
     Signal oder einen Fehler beendet wird, hat pax möglicherweise nur
     einen Teil der Datei extrahiert, oder (wenn die Option -n nicht ange-
     geben wurde) hat es möglicherweise eine Datei unter dem vom Benutzer
     angegebenen Namen extrahiert, die jedoch nicht die vom Benutzer
     gewünschte Datei ist.

     Darüber hinaus können Zugriffsrechte von extrahierten Verzeichnissen
     möglicherweise zusätzliche Bit aus der Schutzbit-Maske sowie nicht
     korrekte Datums- und Uhrzeitangaben der letzten Änderung und des letz-
     ten Zugriffs haben.

ANWENDUNGSHINWEISE
     Die Option -p wurde eingeführt, um die Unterschiede zwischen den her-
     kömmlichen Implementierungen tar und cpio anzugleichen. Diese beiden
     Kommandos verwenden insbesondere -m auf unterschiedliche Art und
     Weise. Die Option -p bietet darüber hinaus erweiterte Möglichkeiten
     für die einheitliche Adressierung künftiger Dateiattribute, beispiels-
     weise für erweiterte Sicherungssysteme oder Hochleistungsarchive. Von
     den möglichen Kombinationen werden meistens nur zwei Modi verwendet:






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pax(1)                                                               pax(1)

     -p e   "Alles beibehalten" wird vom herkömmlichen Superuser verwendet,
            der über alle entsprechenden Berechtigungen verfügt, um alle
            Dateiattribute so beizubehalten, wie sie im Archiv aufgezeich-
            net wurden. Das Flag e ist die Summe aus o und p.

     -p p   "Beibehalten" der Zugriffsrechte. Wird vom Benutzer mit regulä-
            ren Berechtigungen verwendet, der die Dateiattribute außer dem
            Eigentümer beibehalten möchte. Datum- und Uhrzeitangaben der
            Datei werden standardmäßig beibehalten. Mit zwei anderen Flags
            können diese jedoch deaktiviert und Datum- und Uhrzeit der
            Extrahierung verwendet werden.

     Für Teile der beschriebenen Funktionalität sind entspechende Berechti-
     gungen für den Aufrufer von pax erforderlich, insbesondere beim
     Erstellen von block- oder zeichenorientierten Gerätedateien, beim Wie-
     derherstellen von Datum und Uhrzeit des Dateizugriffs (Option -t),
     sofern der Benutzer nicht Eigentümer der Dateien ist, oder für das
     Beibehalten des Dateieigentümers, der Gruppe und des Modus (Option
     -p).

MELDUNGEN
     Warnung: Datei >2GB wird archiviert.

     Datei >2GB kann mit "-x cpio" Option nicht bearbeitet werden.

BEISPIELE
     Das folgende Kommando schreibt alle Dateien sowie den Inhalt der Ver-
     zeichnisse, deren Namen mit "g" beginnen, in das Archiv datei.pax
     (verpacken):

          pax -wv -f datei.pax g*

     Das folgende Kommando liest das Archiv datei.pax (entpacken):

          pax -rv -f datei.pax

     Das folgende Kommando kopiert den Inhalt des aktuellen Verzeichnisses
     auf ein Band:

          pax -w -f /dev/rmt/m0 .

     Die folgenden Kommandos kopieren die Verzeichnishierarchie olddir in
     newdir:

          mkdir newdir
          pax -rw olddir newdir

     Das folgende Kommando liest das Archiv a.pax, wobei alle von /usr aus-
     gehenden Verzeichnisse/Dateien des Archivs relativ zum aktuellen Ver-
     zeichnis extrahiert werden.

          pax -r -s ',//*usr//*,,' -f a.pax


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pax(1)                                                               pax(1)

SIEHE AUCH
     cpio(1), tar(1).




















































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