lfmt(1) lfmt(1)
NAME
lfmt - Fehlermeldung im Standardformat anzeigen und an
Protokollierungs- und Überwachungsdienste weiterleiten
SYNTAX
lfmt [-c] [-f flags] [-l label] [-s severity] [-g catalog:msgnum]
format [args]
BESCHREIBUNG
lfmt verwendet die Zeichenkette format, um die in args angegebenen
Argumente im Stil von printf zu formatieren. Wurde die Option -g ange-
geben, ruft lfmt eine internationalisierte Version der Zeichenkette
format aus einer Meldungsdatenbank der internationalen Umgebung ab.
Die Ausgabe wird auf die Standard-Fehlerausgabe (stderr) geschrieben.
lfmt formatiert die Ausgabe im Standardformat für Fehlermeldungen.
lfmt leitet seine Ausgabe an die Protokollierungs- und Überwachungs-
einrichtung weiter. lfmt zeigt optional die Ausgabe mit Datums- und
Zeitmarke auf der Konsole an.
Die Option -c erzwingt, daß die Meldung mit Datums-/Zeitmarke auf der
Konsole angezeigt wird.
Die Option -f flags gibt Protokollierungsinformationen als eine durch
Kommas getrennte Liste mit Schlüsselwörtern der folgenden Gruppen an:
Klassifizierung der Meldung
Gibt die Herkunft der Meldung an. Es gibt folgende Kennungen:
hard (Hardware)
soft (Software)
firm (Firmware).
Unterklassifizierung der Meldung
Gibt die Art der Software an, in der das Problem festgestellt
wurde. Es gibt folgende Kennungen:
appl (Anwendung)
util (Dienstprogramm)
opsys (Betriebssystem).
Die Option -l label gibt die mit der Meldung anzuzeigende Marke (bei-
spielsweise "UX:cat") an.
label ist eine aus maximal 25 Zeichen bestehende Zeichenkette, der
automatisch ein Doppelpunkt (:) angehängt wird. Wird diese Option
nicht angegeben, wird keine Marke als Teil der Nachricht angezeigt.
Seite 1 Reliant UNIX 5.44 Gedruckt 11/98
lfmt(1) lfmt(1)
Die Option -s severity gibt die Gewichtungszeichenkette an, die mit
der Meldung angezeigt werden soll. Gültige Zeichenketten sind die
Standardgewichtungen im Format ihrer Ausgabezeichenkette (d. h. HALT,
ERROR, INFO, WARNING und "TO FIX") oder ihres Schlüsselworts (d. h.
halt, error, info, warn und action) bzw. einer beliebigen anderen
benutzerdefinierten Zeichenkette. Einer benutzerdefinierten Zeichen-
kette wird der ganzzahlige Gewichtungswert 5 zugeordnet. Der Gewich-
tung wird ein Doppelpunkt (:) angehängt. Wird keine Gewichtung angege-
ben, wird die Gewichtung ERROR verwendet.
Die Option -g catalog:msgnum gibt an, daß eine internationalisierte
Version der Zeichenkette format aus einer Meldungsdatenbank abgerufen
werden soll.
catalog gibt die Meldungsdatenbank an, die die internationalisierte
Version der Zeichenkette format enthält. catalog darf maximal 14 Zei-
chen lang sein. Diese Zeichen müssen aus der Menge aller Zeichenwerte
außer \0 (Null) sowie den ASCII-Codes für / (Slash) und : (Doppel-
punkt), ausgewählt werden.
msgnum ist eine positive Zahl, die den Index der Zeichenkette in der
Meldungsdatenbank angibt.
Ist der Katalog nicht in der aktuellen (durch die Umgebungsvariablen
LCMESSAGES oder LANG definierten) internationalen Umgebung vorhanden,
oder liegt die Meldungsnummer außerhalb des zulässigen Bereichs, ver-
sucht lfmt die Meldung aus der internationalen Umgebung C abzurufen.
Schlägt dieser zweite Abruf fehl, verwendet lfmt die Zeichenkette for-
mat wie in der Kommandozeile übergeben.
Wenn catalog kein gültiger Katalogname oder msgnum keine gültige Num-
mer ist, gibt lfmt die Zeichenkette Message not found!!\n aus.
STANDARDFORMAT FÜR FEHLERMELDUNGEN
lfmt zeigt Fehlermeldungen im folgenden Format an:
label: severity: text
Wenn über die Option -l label keine Marke label definiert wurde, wird
die Meldung im folgenden Format angezeigt:
severity: text
Die Umgebungsvariable LCALLLABELS legt fest, ob dem Meldungstext
Marken hinzugefügt werden. Der Wert der Umgebungsvariablen
LCALLLABELS wird während der Formatierung der ersten Meldung abgeru-
fen. Marken werden allen nachfolgenden Meldungen auf dieselbe Art hin-
zugefügt (bzw. nicht hinzugefügt). Wird die Umgebungsvariable
LCALLLABELS nach der ersten Meldung geändert oder gesetzt, hat dies
keine Auswirkungen auf den aktuellen Formatierungsvorgang.
Seite 2 Reliant UNIX 5.44 Gedruckt 11/98
lfmt(1) lfmt(1)
Ist LCALLLABELS auf den Wert 1 gesetzt, wird die Marke in die Mel-
dung eingeschlossen. Ist LCALLLABELS nicht gesetzt, leer oder auf
den Wert 0 gesetzt, wird lediglich der Meldungstext angezeigt. Alle
anderen Werte für LCALLLABELS erzeugen undefinierte Ergebnisse.
Die folgende Meldung wird beispielsweise erzeugt, wenn die Umgebungs-
variable LCALLLABELS auf den Wert 1 gesetzt ist:
UX:cat: ERROR: Cannot open door: No such file or directory
Wäre LCALLLABELS nicht gesetzt, leer oder auf den Wert 0 gesetzt,
würde anstelle der Meldung oben die folgende Meldung angezeigt werden:
cat: Cannot open door: No such file or directory
Wird lfmt zweimal aufgerufen, um eine Fehlermeldung sowie Hinweise zur
Fehlerbehebung oder Wiederherstellung anzuzeigen, kann die Ausgabe
folgendermaßen aussehen:
label: severity: text
label: TO FIX: text
ENDE-STATUS
Bei Erfolg wird lfmt mit dem Code 0 beendet. Bei einem Fehlschlag wird
lfmt mit einem der folgenden Codes beendet:
1 Schreibfehler
2 Protokollierung oder Weiterleitung an die Konsole nicht möglich
3 Syntaxfehler
BEISPIEL
lfmt -fsoft,util -l UX:test -s info "test facility enabled\n"
Dieses Kommando schreibt die Meldung auf die Standard-Fehlerausgabe
(stderr) und stellt sie zur Protokollierung bereit:
UX:test: INFO: test facility enabled
SIEHE AUCH
fmtmsg(1), gettxt(1), pfmt(1), printf(1), environ(5).
Seite 3 Reliant UNIX 5.44 Gedruckt 11/98