intro_net1(1) intro_net1(1)
NAME
intronet1, intronet1a - Einführung in die Netzwerk-Kommandos
BESCHREIBUNG
Diese Erläuterung enthält allgemeine Angaben zu den einzelnen
Abschnitten einer Kommandobeschreibung. Zum Beispiel erhalten Sie Hin-
weise zu Syntaxelementen und zur Kommandoeingabe. Die entsprechenden
Hinweise sind unter den aus den Kommandobeschreibungen bekannten
Abschnittsüberschriften zu finden.
Bei den einzelnen Kommandos enthält der Abschnitt BESCHREIBUNG eine
Erklärung zu Einsatzmöglichkeiten und Wirkungsweise des Kommandos.
SYNTAX
Gibt einen Überblick über die Syntax des Kommandos. Das folgende
Schema enthält die wichtigsten Syntaxelemente:
name [-option(s)] [cmdarg(s)] [nvarg(s)]
Die verschiedenen Syntaxelemente haben folgende Bedeutung:
[ ] Wahlfreie Option bzw. wahlfreies Argument
name Name einer ausführbaren Datei (Kommando)
option (Immer mit vorangestelltem "-"): noargletter(s) oder:
argletter optarg
noargletter Ein oder mehrere Einzelbuchstaben, die für je
eine Option ohne Argument stehen (z. B. -i
oder -dna).
argletter Ein Einzelbuchstabe, der für eine Option
steht, die mit Argument angegeben werden muß
(optarg), z. B. t in -t file.
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optarg Ein Variablen-Argument (Zeichenkette) für den
vorangehenden argletter (z. B. file in
-t file).
cmdarg Variablen-Argument(e) (Zeichenkette) für ein Kommando, z. B.
ein Pfadname, ein Verzeichnis, ein Zielgerät usw.; "-" steht
für die Standardeingabe. Beispiele:
devfree key [device [...]] oder: colltbl [file | -]
nvarg Ein oder mehrere nicht änderbare Argumente, z. B. on | off,
demand
... Wiederholung: Ein bzw. mehrere Optionen oder Argumente können mehrmals
angegeben werden. Beispiel: [attribute ...]
| Alternative: Es kann nur jeweils eine Option bzw. ein Argu-
ment von mehreren angegeben werden.
Beispiel: -v |-p |-a
{ } Gruppierung: Mindestens eine Option oder ein Argument dieser
Gruppe muß angegeben werden. Beispiel: {special | mountpoint}
OPTIONEN
Listet alle Optionen und Argumente auf, die vom Kommando verarbeitet
werden können.
Für die Eingabe von Optionen und Argumenten gelten folgende Regeln.
Von älteren Kommandos werden diese Regeln eventuell noch nicht voll-
ständig befolgt. In Shell-Prozeduren sollten Sie deshalb getopts(1)
verwenden, um Stellungsparameter und Optionen zu überprüfen.
1. Optionsnamen bestehen aus genau einem Zeichen (z. B. o, p, s).
2. Vor einer Option muß ein "-" stehen.
3. Optionen ohne Argument können hinter einem einzigen "-" zusammen-
gefaßt werden (z. B. -ps).
4. Bei Optionen mit Argument muß zwischen Option und Optionsargument
ein Leerzeichen angegeben werden.
Das Leerzeichen kann bei einigen Kommandos aus Kompatibilitäts-
gründen weggelassen werden. Portierbare Shell-Scripts sollten das
Leerzeichen enthalten.
5. Optionsargumente dürfen nicht weggelassen werden.
6. Mehrere Optionsargumente zu einer Option müssen entweder durch
Kommata voneinander getrennt werden oder durch eine Leerstelle
getrennt und dann in Anführungszeichen gesetzt werden (z. B. -o
xxx,z,yy oder -o "xxx z yy").
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7. Alle Optionen müssen in der Kommandozeile vor den Argumenten
(argument) stehen.
8. Zur Anzeige des Endes der Optionen kann "--" verwendet werden.
Alle folgenden Angaben werden als Argumente interpretiert. Die
Angabe ist nötig, wenn das erste Argument mit "-" beginnt.
9. Die Reihenfolge der Optionen ist nicht relevant. Eine Ausnahme
bilden Optionen, die sich stillschweigend gegenseitig ausschlie-
ßen, und Wiederholungen von Optionen mit Argumenten, bei denen die
Argumente in der angegebenen Reihenfolge ausgewertet werden.
10. Die Reihenfolge der Argumente (argument) ist in der Regel relevant
und wird von dem jeweiligen Kommando festgelegt.
11. "-" alleine steht in der Regel für die Standardeingabe oder die
Standardausgabe.
ENDE-STATUS
Der Ende-Status ist ein Zahlenwert, den ein Kommando nach seiner Aus-
führung an den aufrufenden Prozeß zurückliefert. Er gibt Auskunft dar-
über, wie das Kommando abgelaufen ist. Ist der aufrufende Prozeß eine
Shell, so wird der Ende-Status in der Shell-Variablen $? gespeichert.
Der Ende-Status ist nur beschrieben, wenn er nicht dem folgenden Stan-
dard entspricht:
0 Das Kommando wurde korrekt ausgeführt
>0 Ein Fehler ist aufgetreten
DIAGNOSE
Hier werden wichtige Fehlermeldungen angegeben und erläutert, sowie
Hinweise zu Fehlervermeidung und -behebung gegeben. Fehlermeldungen
werden standardmäßig auf die Standard-Fehlerausgabe geschrieben.
INTERNATIONALE UMGEBUNG
Hier wird beschrieben, wie sich die Variablen der internationalen
Umgebung auf das Kommando auswirken.
Sprache, nationale Konventionen und Zeichensatz können für das gesamte
System oder individuell über Umgebungsvariable gesetzt werden. Fol-
gende Variablen sind relevant:
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_________________________________________________________
| LANG, LCALL| gesamte internationale Umgebung |
|_____________|__________________________________________|
| LCCTYPE | Zeichenklassen und Umwandlung von Klein-|
| | in Großbuchstaben |
|_____________|__________________________________________|
| LCCOLLATE | Sortierreihenfolge |
|_____________|__________________________________________|
| LCTIME | Datums- und Zeitangaben |
|_____________|__________________________________________|
| LCMONETARY | Währungszeichen und Währungsformat |
|_____________|__________________________________________|
| LCNUMERIC | Dezimalpunkt, Exponentzeichen, |
| | Tausendertrennstelle |
|_____________|__________________________________________|
| LCMESSAGES | Meldungstexte und Antworten auf |
| | ja/nein-Fragen |
|_____________|__________________________________________|
Eine bestimmte Arbeitsumgebung setzen Sie, indem Sie den Variablen den
Namen der gewünschten Locale zuweisen:
variable=localename
oder
variable=spracheterritorium.zeichensatz
Mögliche Werte sind:
________________________________________________________
| DeDE.88591 | deutsche Umgebung |
|_____________|_________________________________________|
| EnGB.88591 | englische Umgebung, British English |
|_____________|_________________________________________|
| EnUS.88591 | englische Umgebung, American English |
|_____________|_________________________________________|
| FrFR.88591 | französische Umgebung |
|_____________|_________________________________________|
| EsSP.88591 | spanische Umgebung |
|_____________|_________________________________________|
| ... | usw. |
|_____________|_________________________________________|
Nähere Informationen finden Sie im Handbuch "Leitfaden für Programmie-
rer: Internationalisierung - Lokalisierung".
BEISPIELE
Die Beispiele veranschaulichen die Hauptfunktion und die wichtigsten
Optionen des Kommandos. Falls nötig, sind sinnvolle komplexe Kombina-
tionen von Optionen und Argumenten beschrieben.
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UMGEBUNGSVARIABLEN
Hier werden Umgebungsvariablen aufgelistet, die das Kommando auswer-
tet.
HINWEISE
Weist auf Grenzfälle hin oder beschreibt bekannte Fehler in der Soft-
ware, die nicht berichtigt worden sind. Gelegentlich wird ein Vor-
schlag für einen Ausweg angegeben.
DATEIEN
Hier werden Dateien angegeben, auf die das Kommando zugreift oder die
es anlegt.
SIEHE AUCH
In diesem Abschnitt finden Sie Verweise auf andere Kommandos, die eine
ähnliche Funktionsweise haben oder mit dem Kommando zusammenarbeiten.
Zu Syntax, Optionen und Ende-Status finden Sie auch Informationen in
folgenden Beschreibungen: getopts(1), exit(2), wait(2), getopt(3C).
Zur Kommandoeingabe finden Sie Informationen bei den entsprechenden
Kommandointerpretern: csh(1), ksh(1), sh(1).
Allgemeine Hinweise zur Struktur des Netz-Referenzhandbuchs finden Sie
unter refnet(1).
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