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⇒ doscp(1) — Reliant UNIX 5.44c4

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doscp(1)                                                           doscp(1)

NAME
     doscp - Dateien zwischen Reliant UNIX und MS-DOS kopieren

SYNTAX
     doscp [-m] [-r] [-l] uxdatei a:dospfad                        Format 1

     doscp [-m] [-r] [-l] uxdatei ... a:dosverzeichnis             Format 2

     doscp [-m] [-r] [-l] a:dosdatei uxpfad                        Format 3

     doscp [-m] [-r] [-l] a:dosdatei ... uxverzeichnis             Format 4

BESCHREIBUNG
     doscp kopiert eine oder mehrere Reliant UNIX Dateien auf eine MS-DOS-
     Diskette bzw. MS-DOS-Dateien von der MS-DOS-Diskette nach Reliant
     UNIX.

     Bei dem Kommando doscp sind folgende 4 Formate zu unterscheiden:

     -  eine Reliant UNIX Datei nach MS-DOS kopieren (Format 1)

     -  mehrere Reliant UNIX Dateien in ein MS-DOS-Verzeichnis kopieren
        (Format 2)

     -  eine MS-DOS-Datei nach Reliant UNIX kopieren (Format 3)

     -  mehrere MS-DOS-Dateien in ein Reliant UNIX Verzeichnis kopieren
        (Format 4)

OPTIONEN
     Keine Option angegeben:
          MS-DOS-Textdateien enthalten für jeden Zeilenvorschub die Zei-
          chenfolge CR-NL, Reliant UNIX Dateien nur das Zeichen NL. Beim
          Kopieren von MS-DOS nach Reliant UNIX wird die Zeichenfolge CR-NL
          in NL umgesetzt. Das DOS-Dateiendezeichen SUB ("1A") wird elimi-
          niert.

          Beim Kopieren von Reliant UNIX nach MS-DOS wird die Zeichenfolge
          NL in CR-NL umgesetzt. Das DOS-Dateiendezeichen SUB ("1A") wird
          eingefügt.

          Aus einer MS-DOS-Textdatei wird eine Reliant UNIX Textdatei oder
          umgekehrt. Bei Binärdateien entfällt eine Zeichenumsetzung.

          Hinweis:  Wenn Sie sicher gehen wollen, daß eine Zeichenumsetzung
                    erzwungen bzw. ausgeschlossen wird, ist es besser, die
                    Optionen -m bzw. -r anzugeben.

     -m   Die Zeichenumsetzung wird erzwungen; d. h., auch bei Binärdateien
          werden die oben beschriebenen Zeichenumwandlungen vorgenommen.





Seite 1                      Reliant UNIX 5.44               Gedruckt 11/98

doscp(1)                                                           doscp(1)

     -r   doscp überträgt Dateien "roh"; d. h. alle Zeichen bleiben unver-
          ändert (auch bei Textdateien).

     -l   Beim Kopieren von Reliant UNIX nach MS-DOS werden die Dateinamen
          automatisch in Großbuchstaben umgewandelt. Kopiert man Dateien
          von MS-DOS nach Reliant UNIX, wird keine weitere Umwandlung vor-
          genommen. Die Dateinamen liegen also in Großbuchstaben vor.

          Mit der Option -l werden beim Kopieren von MS-DOS nach Reliant
          UNIX alle Großbuchstaben der Dateinamen in Kleinbuchstaben umge-
          wandelt.

     uxdatei
          Name der Reliant UNIX Datei.

     a:
     A:   a: oder A: bezeichnet nach DOS-Konvention das Laufwerk, über das
          die MS-DOS-Diskette angesprochen werden kann. Dieser Name muß vor
          jedem DOS-Pfadnamen angegeben werden. a: bzw. A: greift auf das
          erste Diskettenlaufwerk zu. Existiert ein zweites Laufwerk, so
          kann auf dieses mit b: bzw. B: zugegriffen werden.

     dospfad
          Pfadname des MS-DOS-Verzeichnisses der MS-DOS-Diskette, in das
          die Reliant UNIX Datei kopiert werden soll. Die Verwendung von
          Sonderzeichen für Dateinamen (*, ?, [ ]) ist erlaubt; der damit
          angegebene Pfadname muß jedoch eindeutig sein.

          Wenn bereits eine MS-DOS-Datei mit diesem Namen vorhanden ist,
          kann man durch dospfad der Reliant UNIX Datei im MS-DOS-System
          einen anderen Namen geben.

          dospfad nicht angegeben:

          doscp kopiert die Reliant UNIX Datei in das oberste Verzeichnis
          der MS-DOS-Diskette.

     dosverzeichnis
          Name des MS-DOS-Verzeichnisses, in das die Reliant UNIX Datei
          oder -Dateien kopiert werden sollen. Die Verwendung von Sonder-
          zeichen für Dateinamen (*, ?, [ ]) ist erlaubt; das damit angege-
          bene Verzeichnis muß jedoch eindeutig sein.

     dosdatei
          Name bzw. Pfadname der MS-DOS-Datei auf der MS-DOS-Diskette. Die
          Verwendung von Sonderzeichen für Dateinamen (*, ?, [ ]) ist
          erlaubt.

     uxpfad
          Name des Reliant UNIX Verzeichnisses oder der Reliant UNIX Datei.




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doscp(1)                                                           doscp(1)

     uxverzeichnis
          Name des Reliant UNIX Verzeichnisses.

     Vorsicht: Für die Wahl von MS-DOS-Dateinamen sind bestimmte Konventio-
               nen zu beachten, damit die Daten auch auf einem DOS-System
               gelesen werden können. MS-DOS-Dateinamen bestehen aus einer
               Basis von höchstens 8 Zeichen, an die ein Punkt, gefolgt von
               einem Suffix von höchstens 3 Zeichen gehängt werden kann.
               Eine Basis von mehr als 8 Zeichen wird auf 8 Zeichen ver-
               kürzt, ein Suffix von mehr als 3 Zeichen auf 3 Zeichen.
               Bestimmte Suffixe besitzen in DOS eine Sonderbedeutung. Es
               können nicht alle Sonderzeichen wie bei Reliant UNIX verwen-
               det werden. Im Fehlerfall werden Sie über eine entsprechende
               Meldung informiert. DOS unterscheidet nicht zwischen Groß-
               und Kleinbuchstaben. Wenn Sie z. B. Namen mit Kleinbuchsta-
               ben angeben, werden diese auf der Diskette in Großbuchstaben
               umgewandelt. Beim nächsten Lesen der Diskette erscheinen die
               Namen dann in Großbuchstaben.

INTERNATIONALE UMGEBUNG
     Die Umgebungsvariable LCMESSAGES bestimmt die Sprache der Meldungs-
     texte. Wenn LCMESSAGES nicht oder als leere Zeichenkette definiert
     ist, wird der Wert von LANG als Standardwert herangezogen. Ist auch
     LANG nicht oder als leere Zeichenkette definiert, verhält sich das
     System so, als wäre es nicht internationalisiert.

     Die Umgebungsvariable LCALL bestimmt die gesamte internationale Umge-
     bung. LCALL hat Vorrang vor allen anderen Umgebungsvariablen im
     Bereich der Internationalisierung.

BEISPIELE
     Beispiel 1

     Die Reliant UNIX Datei termine soll in das Verzeichnis benutzer/meier
     auf die MS-DOS-Diskette kopiert werden.

     $ doscp termine a:benutzer/meier

     Beispiel 2

     Die Reliant UNIX Datei termine soll auf eine MS-DOS-Diskette kopiert
     und gleichzeitig in die Datei april umbenannt werden.

     $ doscp termine a:april

     Beispiel 3

     Sie wollen alle Reliant UNIX Dateien, deren Namen mit max beginnen,
     auf die MS-DOS-Diskette kopieren.

     $ doscp max* a:



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doscp(1)                                                           doscp(1)

     Durch das Kommando dosdir oder dosls überprüfen Sie anschließend, ob
     sich die Dateien auf der MS-DOS-Diskette befinden.

     $ dosdir a:
     MAX      1       712   1-20-86   5:09p
     MAX      2      8075   1-20-86   5:09p
     MAX      3     18727   1-20-86   5:09p
     MAX      4      3417   1-20-86   5:10p

     Beispiel 4

     Sie wollen die MS-DOS-Datei BUECHER in das Reliant UNIX Verzeichnis
     /usr/gast kopieren und gleichzeitig in bibliothek umbenennen.

     $ doscp a:BUECHER bibliothek

     Beispiel 5

     Sie wollen die Dateien SPIELE/WURM und BENUTZER/APRIL von der MS-DOS-
     Diskette in Ihr aktuelles Reliant UNIX Verzeichnis kopieren.

     $ doscp a:spiele/wurm a:benutzer/april .

     Beispiel 6

     Sie wollen die MS-DOS-Dateien BUSCH/MAX und BUSCH/MORITZ sowie die
     Dateien MAERCHEN/HAENSEL und MAERCHEN/GRETEL in das Reliant UNIX Ver-
     zeichnis usr/wer/erzaehlungen kopieren.

     $ doscp a:busch/max a:busch/moritz a:maerchen/haensel a:maerchen/gretel
     /usr/wer/erzaehlungen

HINWEISE
     Wenn ein Verzeichnis mehr als 254 Dateinamen enthält, kann es bei
     doscp zu der Fehlermeldung "Error - too many filenames" kommen. In
     diesem Fall muß der Benutzer die Anzahl der betreffenden Dateinamen
     einschränken (indem er z. B. kein "*.*" verwendet).

SIEHE AUCH
     dosdir(1), dosls(1).














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