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⇒ tset(1-ucb) — Reliant UNIX 5.44c4

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tset(1-ucb)             (BSD Compatibility Package)             tset(1-ucb)

NAME
     tset, reset - Terminaleigenschaften definieren oder wiederherstellen

SYNTAX
     /usr/ucb/tset [-] [-rsIQS] [-eC] [-kC] [-iC]
                   [-m [ident][test speed]:type] ... [type]

     /usr/ucb/reset [-] [-rsIQS] [-eC] [-kC] [-iC]
                    [-m [ident][test speed]:type] ... [type]

BESCHREIBUNG
     tset konfiguriert Ihr Terminal normalerweise bei Ihrer ersten Anmel-
     dung. Dieses Kommando führt terminalabhängige Verarbeitungsprozesse
     aus, wie z. B. Setzen der Lösch- und Kill-Zeichen, Setzen von Verzöge-
     rungen bzw. Zurücksetzen von Verzögerungen auf ihren früheren Wert,
     Senden aller zur korrekten Initialisierung des Terminals erforderli-
     chen Sequenzen usw. tset stellt zuerst den Typ type des betreffenden
     Terminals fest und nimmt dann die erforderlichen Initialisierungen und
     die Moduseinstellungen vor. Wenn ein Anschluß nicht permanent mit
     einem bestimmten Terminal verbunden (d. h. nicht festverdrahtet) ist,
     wird ihm eine entsprechende generische Kennung z. B. dialup zugeord-
     net.

     reset löscht die Terminaleinstellungen, indem es die Modi CBREAK und
     RAW, Ausgabeverzögerungen und Paritätsprüfungen deaktiviert und die
     Übersetzung von Zeilenvorschubzeichen (NEWLINE), die Echo-Funktion und
     Erweiterung von Tabulatorzeichen aktiviert und undefinierte Sonderzei-
     chen in ihrem Standardstatus wiederherstellt. Anschließend setzt es
     die Modi wie gewöhnlich auf der Grundlage des Terminaltyps (hierbei
     werden wahrscheinlich einige der oben aufgeführten Einstellungen über-
     schrieben). Weitere Informationen finden Sie unter stty(1). Alle Argu-
     mente für tset können mit reset verwendet werden. reset verwendet
     außerdem rs= und rf=, um die Initialisierungszeichenkette und -datei
     wieder auf ihren früheren Wert zurückzusetzen. Dies ist nützlich,
     nachdem ein Programm gestorben ist und das Terminal in einen merkwür-
     digen Status versetzt. In dieser Situation werden Zeichen häufig nicht
     so wiedergegeben, wie sie von Ihnen eingegeben wurden. Möglicherweise
     müssen Sie "<LINEFEED>reset<LINEFEED>" eingeben, da <RETURN> eventuell
     nicht funktioniert.

     Wenn keine Argumente angegeben werden, liest tset den Terminaltyp aus
     der Umgebungsvariablen TERM, reinitialisiert das Terminal und führt
     bei der Anmeldung eine Initialisierung der Modus-, Umgebungs- und
     anderer Optionen durch, um den Terminaltyp zu ermitteln und die Termi-
     nalmodi zu konfigurieren.










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tset(1-ucb)             (BSD Compatibility Package)             tset(1-ucb)

     Bei der Verwendung in einem Startskript [.profile für Benutzer von
     sh(1) oder .login für Benutzer von csh(1)] sollten Informationen zum
     Terminaltyp angegeben werden, den Sie normalerweise an nicht-
     festverdrahteten Anschlüssen verwenden. Für die Kennung kann jede der
     in /etc/termcap angegebenen alternativen generischen Namen verwendet
     werden. Weitere Informationen finden Sie unten unter der Option -m.
     Wird keine Abbildung vorgenommen und eine Endoption type, die nicht
     von einem -m gefolgt wird, in der Kommandozeile angegeben, wird dieser
     Typ verwendet.

     Normalerweise sollen der durch tset festgelegte Terminaltyp sowie
     Informationen über die Funktionen des Teminals an die Umgebung einer
     Shell zurückgegeben werden. Hierzu können die Optionen -, -s oder -S
     verwendet werden.

     Wenn Sie mit der Bourne-Shell arbeiten, stellen Sie dieses Kommando in
     Ihre Datei .profile:

          eval `tset -s options ...`

     Wenn Sie mit der C-Shell arbeiten, stellen Sie dieses Kommando in Ihre
     Datei .login:

          eval `tset -s options ...`

     Bei der Verwendung der C-Shell sollten Sie darüber hinaus einen Alias
     in Ihrer Datei .cshrc erstellen:

          alias tset 'eval `tset -s \!*`'

     Hierdurch kann das folgende Kommando jederzeit aufgerufen werden, um
     das Terminal sowie die Umgebung einzustellen:

          tset 2621

     In einem Bourne-Shell-Skript hat die Erstellung von Aliassen nicht
     diese gewünschte Wirkung, da Shell-Skripts hier nicht die Umgebung
     ihres Vaterprozesses einstellen können. Wenn ein Prozeß die Umgebung
     seines Vaterprozesses einstellen könnte, wäre keine der hier beschrie-
     benen Maßnahmen überhaupt erforderlich.

     Wenn der Terminaltyp bekannt ist, setzt tset den Modus für den Termi-
     naltreiber. Dabei wird normalerweise eine Initialisierungssequenz an
     das Terminal gesendet, werden die Zeichen zum Löschen einzelner Zei-
     chen (und optional Zeichen zum Löschen der gesamten Zeile) sowie Ver-
     zögerungen für Sonderzeichen gesetzt. Die Erweiterung von Tabulator-
     und Zeilenvorschubzeichen (TAB- bzw. NEWLINE) wird während der Über-
     tragung der Terminalinitialisierungssequenz deaktiviert.






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tset(1-ucb)             (BSD Compatibility Package)             tset(1-ucb)

     Auf Terminals, die die Funktion BACKSPACE ausführen können, jedoch
     keine Durchstreichungen ausführen können (wie z. B. ein CRT), und wenn
     das Löschzeichen # ist, wird das Löschzeichen geändert, als wäre die
     Option -e verwendet worden.

OPTIONEN
     -    Der Name des verwendeten Terminals wird in der Standard-Ausgabe
          ausgegeben. Dieser soll von der Shell übernommen und in die Umge-
          bungsvariable TERM gestellt werden.

     -r   Unter anderem den Terminaltyp ausgeben.

     -s   Ausgabekommandos zum Setzen und Exportieren von TERM. -s kann wie
          folgt verwendet werden, um die Terminalinformationen in die Umge-
          bung zu stellen:

                    set noglob
                    eval `tset -s ...`
                    unset noglob

          Hierdurch können Programme, wie z. B. der vi(1), schneller star-
          ten. Wenn die Umgebungsvariable SHELL mit csh endet, werden C-
          Shell-Kommandos, andernfalls werden Bourne-Shell-Kommandos ausge-
          geben.

     -I   Die Übertragung der Zeichenketten für die Terminal-
          Initialisierung unterdrücken.

     -Q   Ausgabe der Meldungen Erase set to und Kill set to unterdrücken.

     -S   Ähnlich wie -s, stellt aber Informationen für TERM und TERMCAP
          zur Verfügung. -S kann wie folgt verwendet werden:

                    set noglob
                    set term=(`tset -S ...`)
                    setenv TERM $term[1]
                    setenv TERMCAP "$term[2]"
                    unset term
                    unset noglob

     -eC  Das Löschzeichen auf allen Terminals auf das angegebene Zeichen C
          setzen. Der Standardwert ist die Taste BACKSPACE auf der Tasta-
          tur, normalerweise "^H" (CTRL-H). Das Zeichen C kann entweder
          direkt oder mit einem vorangestellten Dachzeichen (wie in diesem
          Beispiel) eingegeben werden.









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tset(1-ucb)             (BSD Compatibility Package)             tset(1-ucb)

     -kC  Das Zeichen zum Löschen einer Zeile auf allen Terminals auf das
          angegebene Zeichen C setzten. Der Standardwert ist "^U" (CTRL-U).
          Das Kill-Zeichen wird allein verwendet, wenn die Option -k nicht
          angegeben wird. Steuerzeichen können angegeben werden, indem
          nicht die Steuertaste selbst angegeben wird, sondern dem alphabe-
          tischen Zeichen ein Dachzeichen vorangestellt wird (wie bei
          CTRL-U). Hierdurch können Sie Steuerzeichen angeben, die derzeit
          zugeordnet sind.

     -iC  Das Interrupt-Zeichen auf allen Terminals auf das angegebene Zei-
          chen C setzen. Der Standardwert ist "^C" (CTRL-C). Das Zeichen C
          kann entweder direkt oder mit einem vorangestellten Dachzeichen
          (wie in diesem Beispiel) eingegeben werden.

     -m [ident[test speed]:type] ...
          Einen Terminaltyp angeben (abbilden), wenn die Verbindung zu
          einem generischen Anschluß (wie z. B. dialup oder plugboard) her-
          gestellt wird, der durch die Anschluß-ID indent gekennzeichnet
          wird. Die Abbildung kann von der Baudrate speed abhängig gemacht
          werden. Zulässig für test ist eine beliebige Kombination der Ope-
          ratoren:

          >    Größer als

          = oder @
               Gleich

          <    Kleiner als

          !    Dies ist nicht der Fall (negiert die oben aufgeführten Ope-
               ratoren)

          ?    Fordert zur Eingabe des Terminaltyps auf. Wenn keine Eingabe
               erfolgt, wird standardmäßig type ausgewählt.

          Im folgenden Beispiel wird der Terminaltyp auf adm3a gesetzt,
          wenn der Anschluß vom Typ dialup eine Geschwindigkeit von mehr
          als 300 Baud unterstützt oder auf dw2, wenn der Anschluß vom Typ
          dialup eine Geschwindigkeit von 300 Baud oder weniger unter-
          stützt. Im dritten Fall kennzeichnet das Fragezeichen vor dem
          Terminaltyp, daß der Benutzer den gewünschten Typ prüfen muß.
          Eine Antwort NULL kennzeichnet, daß der angegebene Typ korrekt
          ist. Andernfalls wird die Antwort des Benutzers als der
          gewünschte Typ angesehen.

                    tset -m 'dialup>300:adm3a' -m 'dialup:dw2' -m \
                    'plugboard:?adm3a'

          Soll eine Interpretation als Metazeichen verhindert werden, muß
          das gesamte Argument zu -m in einfache Hochkommata gesetzt wer-
          den. Bei der Verwendung der C-Shell sollte vor Ausrufezeichen ein
          Gegenschrägstrich (\) stehen.


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tset(1-ucb)             (BSD Compatibility Package)             tset(1-ucb)

BEISPIELE
     Diese Beispiele verwenden alle die Option -. Bei einer typischen Ver-
     wendung von tset in einer Datei .profile oder .login werden auch die
     Optionen -e und -k verwendet sowie häufig auch die Option -Q. Auf
     diese Optionen wird hier nicht eingegangen, um die Beispiele auf das
     Nötigste zu beschränken.

     Wenn Sie das Terminal 2621 wählen möchten, können Sie die folgenden
     Kommandosequenzen in Ihre Datei .login (bzw. .profile für Benutzer der
     Bourne-Shell) stellen.

          set noglob
          eval `tset -s 2621`
          unset noglob

     Wenn Sie mit einem Schalter die Verbindung zu verschiedenen Anschlüs-
     sen herstellen können (wodurch nicht mehr festgestellt werdem kann,
     über welchen Anschluß die Verbindung hergestellt wird) und Sie öfters
     verschiedene Terminals verwenden, können Sie die Terminals nach der
     Geschwindigkeit speed bzw. der Baudrate auswählen. Im folgenden Bei-
     spiel werden Sie von tset aufgefordert, einen Terminaltyp anzugeben,
     wenn die Baudrate größer als 1200 ist (z. B. 9600 für ein Terminal,
     das über eine RS-232-Leitung angeschlossen ist) und standardmäßig wer-
     den Sie dazu aufgefordert, ein Wyse 50 zu verwenden. Wenn die Baudrate
     kleiner oder gleich 1200 ist, wird ein 2621 ausgewählt. Beachten Sie
     die Positionierung des Fragezeichens und der Hochkommata, damit > und
     ? von der Shell nicht interpretiert werden.

          set noglob
          eval `tset -s -m 'switch>1200:?wy' -m 'switch<=1200:2621'`
          unset noglob

     Der folgende Eintrag ist für Sie von Interesse, wenn Sie immer eine
     Wählleitung sowie immer die gleiche Baudrate auf mehreren verschiede-
     nen Terminalarten verwenden und wenn Sie meistens ein Terminal adm3a
     verwenden.

          set noglob
          eval `tset -s ?adm3a`
          unset noglob

     Wenn Sie ein Terminal ausschließlich aufgrund der Baudrate auswählen
     möchten, gehen Sie folgendermaßen vor:

          set noglob
          eval `tset -s -m '>1200:wy' 2621`
          unset noglob







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tset(1-ucb)             (BSD Compatibility Package)             tset(1-ucb)

     Das folgende Beispiel setzt das Löschzeichen auf BACKSPACE und das
     Kill-Zeichen auf CTRL-U. Erfolgt der Anschluß über eine Wählleitung,
     wird ein Concept 100 für eine Geschwindigkeit kleiner oder gleich 1200
     ausgewählt. Andernfalls wird der Benutzer aufgefordert, den Terminal-
     typ anzugeben (der Standard ist in diesem Fall ein Wyse 50). Wenn über
     den Anschluß eine direkte Wählleitung hergestellt wird, wird ein Con-
     cept 100 als der Terminaltyp ausgewählt. Bei der Anmeldung über das
     ARPANET wird als Terminaltyp Datamedia 2500 oder ein entsprechender
     Emulator ausgewählt. Beachten Sie in diesem Beispiel den Gegenschräg-
     strich nach dem Zeilenvorschubzeichen (NEWLINE) am Ende der ersten
     Zeile.

          set noglob
          eval `tset -e -k^U -Q -s -m 'switch<=1200:concept100' -m \
               'switch:?wy' -m dialup:concept100 -m arpanet:dm2500`
          unset noglob

DATEIEN
     .login

     .profile

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