test(1-ucb) (BSD Compatibility Package) test(1-ucb)
NAME
test - Kommando zur Bewertung einer Bedingung
SYNTAX
/usr/ucb/test expr
[expr]
BESCHREIBUNG
test bewertet den Ausdruck expr, und wenn dessen Wert wahr ist, wird
ein Endestatus null (wahr) gesetzt. Andernfalls wird ein von null
abweichender Endewert (falsch) gesetzt. Wenn keine Argumente angegeben
werden, setzt test ebenfalls einen von null abweichenden Endestatus.
Beim Testen von Berechtigungen, wird die effektive Benutzer-ID des
Prozesses verwendet.
Alle Operatoren, Flags und eckige Klammern (Verwendung der Klammern
ist in der zweiten Zeile unter SYNTAX zu sehen) müssen separate Argu-
mente zum Kommando test sein. Normalerweise werden diese Elemente
durch Leerzeichen getrennt.
OPTIONEN
Die folgenden Optionen werden zum Erstellen von expr verwendet:
-r file Wahr, wenn file existiert und lesbar ist.
-w file Wahr, wenn file existiert und in sie geschrieben werden
kann.
-x file Wahr, wenn file existiert und ausführbar ist.
-f file Wahr, wenn file existiert und eine reguläre Datei ist.
Wenn Benutzer von /usr/bin/sh in ihrer Umgebungsvariablen
PATH /usr/ucb vor /usr/bin angeben, gibt test 0 zurück,
wenn file existiert und kein Verzeichnis ist
(not-a-directory). Für Benutzer von /usr/bin/csh ist dies
auch der Standardwert.
-d file Wahr, wenn file existiert und ein Verzeichnis ist.
-c file Wahr, wenn file existiert und eine zeichenorientierte
Gerätedatei ist.
-b file Wahr, wenn file existiert und eine blockorientierte Gerä-
tedatei ist.
-p file Wahr, wenn file existiert und eine benannte Pipe (FIFO)
ist.
-u file Wahr, wenn file existiert und ihr "set-user-ID"-Bit
gesetzt ist.
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test(1-ucb) (BSD Compatibility Package) test(1-ucb)
-g file Wahr, wenn file existiert und ihr "set-group-ID"-Bit
gesetzt ist.
-k file Wahr, wenn file existiert und ihr Sticky-Bit gesetzt ist.
-s file Wahr, wenn file existiert und Daten enthält ist.
-t [fildes] Wahr, wenn die geöffnete Datei, deren Dateideskriptor fil-
des (standardmäßig 1) ist, einem Terminalgerät zugeordnet
ist.
-z s1 Wahr, wenn die Länge der Zeichenkette s1 null ist.
-n s1 Wahr, wenn die Länge der Zeichenkette s1 nicht null ist.
s1 = s2 Wahr, wenn die Zeichenketten s1 und s2 identisch sind.
s1 != s2 Wahr, wenn die Zeichenketten s1 und s2 nicht identisch
sind.
s1 Wahr, wenn s1 nicht die Null-Zeichenkette ist.
n1 -eq n2 Wahr, wenn die Ganzzahlen n1 und n2 algebraisch gleich
sind. Einer der Vergleiche -ne, -gt, -ge, -lt und -le kann
anstelle von -eq verwendet werden.
-L file Wahr, wenn file existiert und ein symbolischer Link ist.
Wie bei allen anderen Funktionen werden symbolische Links
standardmäßig beachtet.
Diese primären Optionen können mit den folgenden Operatoren kombiniert
werden:
! Unärer Negierungsoperator.
-a Binärer Operator and.
-o Binärer Operator or (-a hat eine höhere Priorität als -o).
(expr) Runde Klammern für Gruppieren. Beachten Sie, daß runde
Klammern eine besondere Bedeutung für die Shell haben und
daher in Anführungszeichen gesetzt werden müssen.
HINWEISE
Die Alternative not-a-directory (kein Verzeichnis) zu der Option -f
ist eine Übergangshilfe für BSD-Anwendungen und wird möglicherweise in
späteren Release-Versionen nicht mehr unterstützt.
Die Option -L ist eine Migrationshilfe für Benutzer anderer Shells,
die über ähnliche Optionen verfügen, und wird möglicherweise in späte-
ren Release-Versionen nicht mehr unterstützt.
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test(1-ucb) (BSD Compatibility Package) test(1-ucb)
Wenn Sie eine Datei testen, der Eigentümer Sie sind (mit den Tests -r,
-w oder -x), für die getestete Berechtigung jedoch das Bit für den
Eigentümer owner nicht gesetzt ist, wird ein von null abweichender
Endestatus (falsch) auch dann zurückgegeben, wenn für diese Berechti-
gung das Bit für die Gruppe group oder für andere Benutzer other
gesetzt ist. Wenn Sie der Superuser sind, wird der korrekte Endestatus
gesetzt.
Die Operatoren = und != haben eine höhere Priorität als die Operatoren
-r bis -n. = und != erwarten immer Argumente. Daher können = und !=
nicht mit den Operatoren -r bis -n verwendet werden.
Wenn den Operatoren -r bis -n mehrere Argumente folgen, wird nur das
erste Argument geprüft. Falls es sich bei dem zweiten Argument nicht
um -a oder -o handelt, werden die anderen Argumente ignoriert.
SIEHE AUCH
find(1), sh(1).
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