ls(1-ucb) (BSD Compatibility Package) ls(1-ucb)
NAME
ls - Den Inhalt eines Verzeichnisses auflisten
SYNTAX
/usr/ucb/ls [-aAcCdfFgilLqrRstu1] filename ...
BESCHREIBUNG
Für jeden Dateinamen filename, der ein Verzeichnis ist, listet ls den
Inhalt des Verzeichnisses auf. Bei Angabe eines Dateinamens wiederholt
ls diesen Namen und gibt alle anderen angeforderten Informationen aus.
Standardmäßig wird die Ausgabe alphabetisch sortiert. Wenn kein Argu-
ment angegeben wird, wird das aktuelle Verzeichnis aufgelistet. Wenn
mehrere Argumente angegeben werden, werden diese zuerst entsprechend
sortiert. Dateiargumente werden jedoch vor Verzeichnissen und deren
Inhalt verarbeitet.
Feld für Zugriffsberechtigungen
Der mit der Option -l ausgegebene Modus enthält 10 Zeichen, die im
folgenden erläutert werden. Das erste Zeichen gibt folgendes an:
d Eintrag ist ein Verzeichnis.
b Eintrag ist eine blockorientierte Gerätedatei.
c Eintrag ist eine zeichenorientierte Gerätedatei.
l Eintrag ist ein symbolischer Link.
p Eintrag ist eine FIFO-Gerätedatei (FIFO wird auch als "named pipe"
bezeichnet).
s Eintrag ist ein AFUNIX-Adreßfamilien-Socket.
- Eintrag ist eine einfache Datei (plain file).
Die folgenden 9 Zeichen werden als drei Gruppen mit je drei Bits
interpretiert. Die erste Gruppe bezieht sich auf die Eigentümerberech-
tigungen, die nächste Gruppe bezieht sich auf Berechtigungen anderer
Benutzer in derselben Benutzergruppe und die letzte Gruppe bezieht
sich auf alle anderen Benutzer. In jeder Gruppe kennzeichnen die drei
Zeichen die entsprechende Berechtigung zum Lesen, Schreiben oder Aus-
führen der Datei als Programm. Für ein Verzeichnis wird "Ausführungs-
berechtigung" als Berechtigung zum Durchsuchen des Verzeichnisses
interpretiert. Die Berechtigungen werden folgendermaßen gekennzeich-
net:
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ls(1-ucb) (BSD Compatibility Package) ls(1-ucb)
r Die Datei kann gelesen werden.
w In die Datei kann geschrieben werden.
x Die Datei kann ausgeführt werden.
- Die angegebene Berechtigung wird nicht gewährt.
Das Zeichen für die Ausführungsberechtigung für eine Gruppe ist s,
wenn das "set-group-ID"-Bit für die Datei gesetzt ist. Das Zeichen für
die Ausführungsberechtigung für den Eigentümer ist s, wenn das "set-
user-ID"-Bit für die Datei gesetzt ist.
Das letzte Zeichen des Modus (normalerweise x oder -) ist wahr, wenn
das Sticky-Bit (1000) des Modus aktiviert ist. Informationen über die-
sen Modus finden Sie unter chmod(1). Das "set-group-ID"-, "set-user-
ID"- sowie das Sticky-Bit des Modus werden mit Großbuchstaben gekenn-
zeichnet (S bzw. T), wenn die entsprechende Ausführungsberechtigung
nicht gesetzt ist.
Wenn die Größen der Dateien in einem Verzeichnis aufgelistet werden,
wird die Gesamtsumme der Blöcke, einschließlich indirekter Blöcke,
ausgegeben.
OPTIONEN
-a Alle Einträge auflisten. Wird diese Option nicht angegeben, wer-
den Einträge, deren Namen mit einem "." beginnen, nicht aufgeli-
stet (außer für den Benutzer mit den entsprechenden Zugriffsbe-
rechtigungen, der mit ls normalerweise auch Dateien ausgeben
kann, die mit einem "." beginnen).
-A Gleiche Funktion wie -a, außer daß mit "." und ".." beginnende
Einträge nicht aufgelistet werden.
-c Uhrzeit der letzten Editierung (oder der letzten Änderung des
Modus) zum Sortieren oder Drucken verwenden.
-C Mehrspaltige Ausgabe mit Einträgen erzwingen, die in den Spalten
untereinander sortiert werden. Für ls ist dies der Standard, wenn
die Ausgabe an ein Terminal erfolgt.
-d Wenn das Argument ein Verzeichnis ist, nur seinen Namen (und
nicht seinen Inhalt) auflisten. Diese Option wird häufig mit -l
verwendet, um den Status eines Verzeichnisses abzurufen.
-f Jedes Argument als ein Verzeichnis interpretieren und den in
jedem Verzeichnis gefundenen Namen auflisten. Diese Option deak-
tiviert -l, -t, -s und -r und aktiviert -a. Dabei wird die Rei-
henfolge, in der die Einträge im Verzeichnis erscheinen, beibe-
halten.
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ls(1-ucb) (BSD Compatibility Package) ls(1-ucb)
-F Verzeichnisse mit einem nachgestellten Schrägstrich ("/"), aus-
führbare Dateien mit einem nachgestellten Stern ("*"), symboli-
sche Links mit einem nachgestellten Klammeraffen ("@") und
AFUNIX-Adreßfamiliensockets mit einem nachgestellten Gleich-
heitszeichen ("=") markieren.
-g Die Gruppenzugriffsberechtigung der Datei in einer ausführlichen
Ausgabe anzeigen.
-i Für jede Datei die I-Node-Nummer in der ersten Spalte des
Berichts anzeigen.
-l In ausführlichem Format auflisten, wobei der angegebene Modus,
die Anzahl der Links, der Eigentümer, die Größe in Byte sowie der
Zeitpunkt der letzten Änderung für jede Datei angegeben wird.
Wenn die Datei eine Gerätedatei ist, enthält das Feld für die
Größe stattdessen die Geräteklassen- und die Gerätenummer. Wenn
der Zeitpunkt der letzten Änderung länger als sechs Monate
zurückliegt, wird er im Format "month date year" (Monat, Datum,
Jahr) angezeigt. Bei Dateien, die innerhalb der letzten sechs
Monate geändert wurden, wird der Zeitpunkt im Format "month date
time" (Monat, Datum, Uhrzeit) angezeigt. Wenn die Datei ein sym-
bolischer Link ist, wird der Pfadname der verknüpften Datei mit
vorangestelltem Pfeil "->" ausgegeben.
-L Wenn das Argument ein symbolischer Link ist, nicht den Link
selbst auflisten, sondern die Datei oder das Verzeichnis, auf die
bzw. das der Link verweist.
-q Nichtgraphische Zeichen in Dateinamen mit dem Zeichen "?" anzei-
gen. Für ls ist dies der Standard, wenn die Ausgabe an ein Termi-
nal erfolgt.
-r Die Sortierreihenfolge umkehren, d. h. die alphabetische bzw.
zeitliche Reihenfolge umkehren.
-R Enthaltene Unterverzeichnisse rekursiv auflisten.
-s Die Größe jeder Datei anzeigen, einschließlich aller indirekten
Blöcke, die zur Dateiabbildung verwendet werden.
-t Nach dem Zeitpunkt der Änderung (aktuellste zuerst) statt nach
Namen sortieren.
-u Nach dem Zeitpunkt des letzten Zugriffs anstelle der letzten
Änderung sortieren (mit der Option -t) und/oder drucken (mit der
Option -l).
-1 Das Ausgabeformat mit einem Eintrag pro Zeile erzwingen. Dies ist
der Standard, wenn die Ausgabe nicht an ein Terminal erfolgt.
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ls(1-ucb) (BSD Compatibility Package) ls(1-ucb)
HINWEISE
Zeilenvorschubzeichen (NEWLINE) und Tabulatorzeichen (TAB) werden in
Dateinamen als Druckzeichen angesehen.
Es wird angenommen, daß das Ausgabegerät eine Breite von 80 Spalten
hat.
Das Setzen von Optionen abhängig davon, ob die Ausgabe Teletype ist,
ist nicht wünschenswert, da "ls -s" sich weitgehend von "ls -s | lpr"
unterscheidet. Werden diese Optionen nicht gesetzt, würde dies auch
negative Auswirkungen auf ältere Shell-Skripts, die ls verwendeten,
nach sich ziehen.
Nichtdruckbare Zeichen in Dateinamen beeinträchtigen möglicherweise
die spaltenweise Ausgabe.
DATEIEN
/etc/passwd
Die Benutzer-IDs für "ls -l" und "ls -o" abrufen.
/etc/group
Die Gruppen-ID für "ls -g" abrufen.
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